Wertschöpfung neu denken mit Dr. Johannes Kirchhoff
Zur 21. Legislaturperiode hat die BDI-Initiative Circular Economy ein Positionspapier mit Forderungen für einen zirkulären Industriestandort Deutschland formuliert. Anlässlich dessen äußert sich auch der Vorstandsvorsitzende der Initiative und geschäftsführender Gesellschafter der Kirchhoff-Gruppe, Dr. Johannes Kirchhoff, in einem Kurzinterview. Zentral für ihn ist in den kommenden vier Jahren dabei die Erschließung neuer Marktpotenziale durch zirkuläre Geschäftsmodelle.
Industriepolitik Dossier 11/2024
Die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe wird nach Einschätzung des BDI im laufenden Jahr um drei Prozent sinken. Dies wäre der dritte Rückgang in Folge. Auch in der Europäischen Union hält die Industrierezession weiter an. Hier wird mit einem Produktionsrückgang in einer ähnlichen Größenordnung erwartet.
Fünf „Must-dos“ für eine praxistaugliche EU-Altfahrzeugverordnung
Mit ihrem Vorschlag für eine Altfahrzeugverordnung will die EU-Kommission den Fahrzeugsektor fit für die Circular Economy machen. Aber wie gelingt die Transformation? Unsere fünf „Must-dos“ für eine erfolgreiche Altfahrzeugverordnung.
Klimariese in Ketten – Der Kombinierte Verkehr Straße/Schiene
Der Kombinierte Verkehr ist das Schienensegment im Güterverkehr mit dem bei weitem größten Wachstumspotential. Deshalb kommt ihm für das Ziel, mehr Güter auf die Schiene zu bringen, eine herausragende Rolle zu. Die Deutsche Industrie legt Vorschläge vor, wie die Politik national und in der EU den Kombinierten Verkehr stärken und noch attraktiver für die Auftraggeber von Transporten machen kann.
Rahmenbedingungen für die E-Fuels-Technologien
Die deutsche Industrie spricht sich für einen technologieneutralen und marktorientierten Ansatz zur Erreichung der Pariser Klimaziele aus. Vor dem Hintergrund der stärkeren CO2-Regulierung für Pkw, leichte Nutzfahrzeuge und künftig auch Lkw gilt es, jetzt die entscheidenden politischen Rahmenbedingungen für einen Markthochlauf von synthetischen Kraftstoffen – so genannten „e-fuels“ – zu setzen.
Der gesetzliche Rahmen
Für Schadstoffe sind europaweit gesetzliche Grenzwerte vorgeschrieben. Die ersten einheitlichen Abgasvorschriften für Pkw in der Europäischen Gemeinschaft traten 1970 in Kraft. Die heute übliche Bezeichnung „Euro-Norm“ wurde 1992 mit der Abgasstufe Euro 1 eingeführt, aktuell gilt die Euro-6-Norm. Im Zuge der Entwicklung von Euro 1 bis Euro 6 hat der Gesetzgeber die Höchstgrenzen für Stickoxide bei Pkw um 97 Prozent und für Partikel um 98 Prozent gesenkt.
Die Technik
Diesel-Motoren produzieren zwar weniger CO2 als Benziner, haben aber einen höheren Stickoxid-Ausstoß. Um das Abgas beim Dieselmotor von den Schadstoffen aus der Verbrennung zu reinigen, müssen zusätzliche Systeme zur Nachbehandlung eingesetzt werden.
Neue Transparenz durch neues Messverfahren
Die EU-Normwerte für Kraftstoffverbrauch und Emissionen werden seit 2017 im neu eingeführten WLTP-Zyklus ermittelt. Damit ist der bereits 1996 eingeführte und in den vergangenen Jahren vermehrt kritisierte NEFZ-Zyklus Geschichte – und mit ihm einige Schwachstellen des Messverfahrens der Emissionswerte.
EMIS-Abschlussbericht empfiehlt strengere Kontrollen von Fahrzeugemissionen
Mit deutlicher Mehrheit verabschiedete der Untersuchungsausschuss des Europäischen Parlamentes zu Emissionsmessungen in der Automobilindustrie (EMIS) im Februar 2017 seinen Abschlussbericht sowie daraus folgende Empfehlungen.
Klimaschutz im Verkehr: Innovative Lösungen der Industrie nutzen
Kernelement des von der Bundesregierung verabschiedeten Klimaschutzplans 2050 sind nationale separate Sektorziele für Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2030. Betroffen ist auch der Sektor Verkehr, für den dieses tonnenscharfe Ziel eine zusätzliche Herausforderung darstellt. Es muss sich zeigen, ob dieses Sektorziel dem Klimaschutz im Verkehr dient oder am Ende innovative Lösungen verhindert.
BDI kritisiert Einführungszeiträume für RDE-Partikelgrenzwerte
Das Real Driving Emissions (RDE)-Prüfverfahren zur Messung von Fahrzeug-emissionen unter realen Fahrbedingungen soll mehr Klarheit und Zuverlässigkeit bringen. Die viel zu knappen Einführungszeiträume für Partikelgrenzwerte im Rahmen des dritten RDE-Paketes können jedoch zu erheblichen Problemen für deutsche Fahrzeughersteller führen.