
Sovereignty made by Europe – Unsere Zukunft in Zeiten der Machtpolitik
In Davos brachte es Kanadas Premier Marc Carney auf den Punkt: „If your not at the table, you're on the menu“, mahnte er die Mittelmächte zur Geschlossenheit und Stärke. Die EU muss sich die Frage gefallen lassen, ob sie genügend Anstrengungen unternimmt, um einen Platz am Tisch der geopolitischen Akteure für sich zu sichern. Eine souveräne Union muss lernen, ihre Interessen klar zu artikulieren, Partnerschaften aktiv zu gestalten und ihre wirtschaftliche Stärke als Quelle außenpolitischen Einflusses zu nutzen. Dies erfordert inneren Zusammenhalt: einen vollendeten Binnenmarkt, weniger Bürokratie, verlässliche Regeln, eine lebendige Demokratie und eine wettbewerbsfähige, technologisch innovative Wirtschaft, die Europas industrielle Basis erneuert und strategische Abhängigkeiten verringert. Nur dann kann Europa Resilienz aufbauen, globale Verantwortung übernehmen und selbstbewusst unter den Weltmächten agieren – nicht als Zuschauer, sondern als Gestalter.
Roland Busch, CEO, Siemens
Jeannette zu Fürstenberg, President and Managing Director, General Catalyst
Christian Sewing, CEO, Deutsche Bank
Bill Anderson, CEO, Bayer
Moderation: Isabelle Körner, n-tv



