
Standort unter Druck – Der Unternehmensblick auf die Wirtschaftspolitik
Ein Jahr nach ihrem Antritt zeichnen sich erste Konturen einer wirtschaftspolitischen Zwischenbilanz der Bundesregierung ab. Während am Anfang die mit historischen Sondervermögen untermauerten hohen Erwartungen an schnell spürbare Veränderungen und effektive Reformen standen, haben sich die volkswirtschaftlichen Perspektiven mittlerweile weiter eingetrübt. Gleichzeitig musste die Koalition zwischen geopolitischen Herausforderungen und Brüchen, technologischen Umwälzungen und strukturellen Hypotheken navigieren. Der Erosion des Industriestandortes konnte sie noch nicht Einhalt gebieten. Auch die Substanz des industriellen Mittelstands ist zunehmend betroffen – und damit ein Kernelement des Wirtschaftsstandortes und Garant für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und Innovation. Zum Auftakt des zweiten Veranstaltungstages ist es Zeit für eine Bestandsaufnahme. Wie blicken die Unternehmen auf die Wirtschaftspolitik?
Charlotte Finger, geschäftsführende Gesellschafterin, Maschinenfabrik Mönninghoff und Chemnitzer Zahnradfabrik
Hans-Toni Junius, Hauptgesellschafter und Vorsitzender des Stiftungsrates, C.D. Wälzholz

