Zugang zu heimischen Rohstofflagerstätten gewährleisten

  • Deutschland ist reich an Rohstoffen wie z. B. Steine, Erden, Kali, Salz, Kohle und Erdgas.
  • Lagerstätten durch Überplanung verknappt und zukünftige Nutzung verhindert.

Deshalb:

  • Ökonomische Belange gleichrangig mit ökologischen und sozialen Belangen behandeln.
  • Langfristige Planungs- und Rechtssicherheit schaffen.

Informationsangebot zu Rohstoffen ausbauen

  • Volatile Preise und Lieferrisiken gefährden Rohstoffversorgung.
  • KMU benötigen aufbereitete Informationen zu Rohstoffmärkten.

Deshalb:

  • Deutsche Rohstoffagentur stärken, Beratungsangebot ausbauen.
  • Austauschplattform für Politik, Industrie und Wissenschaft schaffen.
  • Europäisches Rohstoff-Monitoring aufbauen.

Protektionismus auf Rohstoffmärkten bekämpfen

  • Industrie ist bei Metallrohstoffen auf den Import angewiesen.
  • Protektionismus gefährdet Versorgung mit Hightech-Metallen wie Seltenen Erden oder Lithium.

Deshalb:

  • Klare Bekenntnisse gegen protektionistische Maßnahmen von G7/G20.
  • WTO-Regeln verbessern, um Handelsrestriktionen wirksam zu bekämpfen.

Industrie als Wegbereiter von Nachhaltigkeit in Produktion und Konsum stärken

  • Deutsche Rohstoffproduktivität stieg von 1994 bis 2014 um 49 %.
  • Verbesserungspotenziale in KMU vorhanden.

Deshalb:

  • Hilfen für KMU (s. ProgRess II) schnell umsetzen und in ProgRess III fortsetzen.
  • Chancen für mehr Ressourceneffizienz durch Industrie 4.0 nutzen.

Rahmenbedingungen der Kreislaufwirtschaft verbessern

  • Industrie praktiziert nachhaltiges Abfallmanagement.
  • Kommunen wollen Privatunternehmen verdrängen.

Deshalb:

  • EU-Abfallrecht konsequent und einheitlich umsetzen.
  • Produktverantwortung und Wettbewerb stärken.
  • Rohstoffsicherung durch Forschung zu Recycling von Technologiemetallen ausbauen.

Reduzierung von Preis- und Lieferrisiken unterstützen

  • Hohe Angebotskonzentration stellt Preis- und Lieferrisiko für Rohstoffbezug dar.
  • Häufig fehlen Diversifizierungsmöglichkeiten.

Deshalb:

  • Diversifizierung von Bezugsquellen durch geeignete Instrumente flankieren.

Verantwortungsvollen Rohstoffbezug fördern

  • Rohstoffe können zur Konfliktfinanzierung beitragen.
  • Deutsche Industrie bezieht Rohstoffe meist nicht direkt.

Deshalb:

  • Zertifizierung von Rohstoffen entwicklungspolitisch unterstützen.
  • Beratung zum verantwortungsvollen Rohstoffbezug anbieten und KMU aktiv unterstützen.
  • Globales Level-Playing-Field sicherstellen.

Rohstoffpartnerschaften erfolgreich gestalten

  • Rohstoffpartnerschaften können zur Sicherung der Rohstoffversorgung beitragen.
  • Weiterentwicklung des Rohstoffsektors der Partnerländer bietet große Chancen für deutsche Unternehmen.

Deshalb:

  • Bestehende Rohstoffpartnerschaften zum Erfolg führen.
  • Partnerschaften für neue, innovative Projekte öffnen.

Neue Rohstoffquellen erschließen

  • Tiefseerohstoffe können einen wichtigen Beitrag zur zukünftigen Rohstoffversorgung leisten.
  • Heimisches Schiefergas ist zentral für die Versorgungssicherheit.

Deshalb:

  • Pilotprojekte im Tiefseebergbau stärker fördern und umsetzen.
  • Förderung von Schiefergas in Deutschland technologieoffen ermöglichen.

Rohstoffe für Zukunftstechnologien frühzeitig sichern

  • Nachfrage nach Lithium steigt bis 2035 auf das Vierfache der heutigen Produktion.
  • 3D-Druck bietet großes Potenzial für Innovation und Ressourceneffizienz.

Deshalb:

  • Zukunftsrohstoffe in Förderinstrumenten des Bundes stärker berücksichtigen.
  • Entwicklung neuer Materialien für 3D-Druck fördern.
Ansprechpartner

Matthias Wachter

Co-Director Innovation, Security and Technology, Federation of German Industries