Lieferketten unter Druck: Deutsche Industrie kämpft mit Resilienzlücken
Deutsche Lieferketten bleiben verwundbar: 92% der Unternehmen verzeichnen höhere Resilienzkosten, 68% planen Produktionsverlagerungen ins Ausland. Trotz erkannter Risiken fehlt es an umfassender Transformation. Die Studie zeigt, wie Protektionismus, Zölle und geopolitische Unsicherheit die Industrie belasten – und welche Strategien jetzt nötig sind, um Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
Wirtschaftssicherheit und Resilienz als Fundament einer zukunftsfähigen Industrie
Deutschlands große Abhängigkeiten bei kritischen Rohstoffen stellen in einer geopolitisch geprägten Welt nicht nur wirtschaftliche Risiken für die industrielle Transformationsfähigkeit Deutschlands dar, sondern gefährden Europas strategische Souveränität und unsere nationale Sicherheit. Werden Rohstoffe nicht geliefert, stehen Produktionsbänder still, Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftsentwicklung in Deutschland und Europa werden beeinträchtigt. Eine strategische Rohstoffpolitik fördert Investitionen sowohl in den Aufbau eigener Kapazitäten als auch die Entwicklung von Partnerschaften mit anderen Ländern ebenso wie Innovationen, die den Einsatz kritischer Rohstoffe reduzieren oder substituieren. Angesichts der wachsenden geopolitischen und ökonomischen Risiken ist es unerlässlich, dass Politik und Industrie gemeinsam ein zukunftsfähiges Modell zur Absicherung von Rohstofflieferketten entwickeln. Mit unserem Papier macht das Bündnis Zukunft der Industrie konkrete Vorschläge.
Africa as a strategic partner
Reliable access to raw materials is crucial for the competitiveness and resilience of German industry, especially with regard to future technologies. Given its growing dependence on China for the extraction and processing of many key raw materials, Germany urgently needs to diversify its sources of supply. Africa is becoming increasingly important as a strategic partner in this regard—through stronger direct sourcing and the establishment of local value chains, the continent can play a key role in diversifying German and European raw material relationships.
China verschärft die Exportregeln für Seltene Erden dramatisch
Künftig brauchen auch Re-Exporte von Produkten mit chinesischen Seltenen Erden – etwa von Deutschland nach Frankreich – eine Genehmigung aus Peking. Für militärische Zwecke ist der Export komplett untersagt. Seltene Erden sind für unsere Industrie elementar, diese Rohstoffe stecken in Elektroautos, Haushaltsgeräten, aber auch Kampfjets.
Analyse zur industriellen Dekarbonisierung Chinas und ihren Auswirkungen auf Europa
Das Repräsentanzbüro des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) in China und CP Global Insight haben heute im Rahmen einer Veranstaltung in Peking ihr neues Policy Brief mit dem Titel „How is PRC Industry Decarbonising?“ vorgestellt. Die Veranstaltung beleuchtete, wie Chinas Bestrebungen zur Reduzierung industrieller Emissionen die globalen Klimaziele beeinflussen und die Wettbewerbsdynamik mit der europäischen Industrie verändern werden, während sich die EU auf die nächste Phase des CO₂-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) im Jahr 2026 vorbereitet.
Weltraumbergbau – Zukunftschance für die Rohstoffversorgung
Weltraumbergbau rückt in den Bereich des technisch und wirtschaftlich Möglichen. Dank technologischer Durchbrüche wie der Wiederverwendbarkeit von Raketen und Raumfrachtern, sinkender Startkosten und neuer Trägerraketen werden Transporte ins All und zurück zur Erde deutlich günstiger. Es entsteht ein neues Marktsegment an der Schnittstelle von Raumfahrt, Rohstoffen und strategischer Industriepolitik. Deutschland hat das Potenzial, in diesem Feld eine führende Rolle einzunehmen, wenn Politik, Wirtschaft und Forschung entschlossen und koordiniert handeln.
Gesamtverteidigung stärken
Russlands Angriffskrieg und geopolitische Umbrüche erfordern ein neues Sicherheitsverständnis. Gesamtverteidigung geht weit über das Militärische hinaus: Wirtschaft und Industrie sind unverzichtbare Pfeiler. Nötig sind strukturelle Reformen, Schutz kritischer Infrastrukturen und zielgerichtete Investitionen. Deutschlands sicherheitspolitische Architektur braucht eine Neuausrichtung als gemeinsame Verantwortung von Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Kritische Abhängigkeiten müssen reduziert und belastbare Versorgungsstrukturen aufgebaut werden.
Resilienz im neuen geopolitischen Umfeld
Seit 2022 liefert diese Studienreihe ein kontinuierliches Stimmungsbild zur Lage der internationalen Liefer- und Wertschöpfungsketten – und vor allem zu den strategischen Antworten der Industrie auf immer neue Schocks. Die neuesten Studienergebnisse bleiben nicht bei der Problemdiagnose stehen. Sie liefern klare Handlungsmuster: von der Diversifizierung von Standorten über den Ausbau geopolitischer Frühwarnsysteme bis hin zur strategischen Verzahnung von CFO- und CPO-Agenden – die Zukunft gehört den Unternehmen, die frühzeitig, integriert und resilient handeln.
Kritische Rohstoffe in der Ukraine: Steigendes Interesse der deutschen Industrie
Ukrainische Rohstoffe rücken zunehmend in den internationalen Fokus. Auch in der deutschen Industrie gibt es ein steigendes Interesse. Das belegt eine aktuelle Umfrage, die der BDI mit Unterstützung des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft durchgeführt hat. <br />Zentrale Ergebnisse aus Sicht des BDI:
Kritische Rohstoffe in der Ukraine: Steigendes Interesse der deutschen Industrie
Ukrainische Rohstoffe rücken zunehmend in den internationalen Fokus. Auch in der deutschen Industrie gibt es ein steigendes Interesse. Das belegt eine aktuelle Umfrage, die der BDI mit Unterstützung des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft durchgeführt hat.
Strategische Rohstoffe, strategische Partnerschaften: Europas Sicherheit braucht Afrika
Ein russischer Angriff auf das Baltikum im Jahr 2028? Das gilt unter Militärs und Geheimdiensten nicht länger als Fiktion, sondern als bedrohlich realistisches Szenario. Europa muss jetzt entschlossen handeln, um eine glaubwürdige Abschreckung aufzubauen. Eine sichere Versorgung mit kritischen Rohstoffen ist dabei die Grundvoraussetzung für unsere Verteidigungsfähigkeit. Darum ist ein stärkeres Engagement in Afrika alternativlos.
3 Fragen, 3 Antworten: Handelsstreit zwischen China und den USA: Metallkrise droht
Der Handelsstreit zwischen den USA und China spitzt sich zu. Auf die hohen US-Zölle reagiert China mit einem Exportstopp auf schwere seltene Erden und Permanentmagneten. Das trifft auch die deutsche Industrie. Für die grüne und digitale Transformation sind seltene Erden unerlässlich. Wir haben bei unserem Rohstoffexperten Stefan Steinicke nachgefragt, welche Folgen zu erwarten sind für die deutsche und europäische Industrie und wie die Bundesregierung jetzt noch wichtige Rohstoffe sichern kann.
Gemeinsame Erklärung zur Resilienzstudie IGM und BDI
Vorstellung der Studie "Industrielle Resilienz und strategische Souveränität Deutschlands" durch Prognos AG im Auftrag des Netzwerks Zukunft der Industrie e.V.
Industrielle Resilienz und strategische Souveränität Deutschlands
Studie des Netzwerks Zukunft der Industrie identifiziert Risiken bei Rohstoffen, in der Fertigung und im Handel.
Resilienz der Industrie muss höchste Priorität haben
Studie des Netzwerks Zukunft der Industrie identifiziert Risiken bei Rohstoffen, in der Fertigung und im Handel.
Zusammenarbeit für eine wettbewerbsfähige Wirtschaft
Deutschland und Kanada sind nicht nur wichtige Wirtschafts-, sondern auch zentrale Wertepartner. Gerade in Zeiten geopolitischer und geoökonomischer Unwägbarkeiten sollte die Zusammenarbeit zwischen Deutschland, der Europäischen Union und Kanada weiter vertieft und ausgebaut werden. Eine engere transatlantische Zusammenarbeit auf allen Ebenen, beispielsweise bei Rohstoffen, Energie und Klima, Digitalisierung und im Bereich der Gesundheit, können nicht nur die Krisenresilienz auf beiden Seiten des Atlantiks erhöhen, sondern auch zu weiteren Wachstumschancen führen.
Wertschöpfung neu denken
Die Circular Economy muss eine zentrale Rolle in der weiteren Entwicklung Deutschlands zu einem resilienten und treibhausgasneutralen Industriestandort spielen. Zirkularität muss dazu fester Bestandteil der Industrie- und Standortpolitik werden und in Unternehmen neue Geschäftsmodelle und Innovationen auslösen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Dazu hat der BDI acht Forderungen für die 21. Legislaturperiode entwickelt.
Deutsches Ressourceneffizienzprogramm setzt neue Akzente
Mit der dritten Auflage ProgRess III berücksichtigt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) insbesondere nachhaltige Ressourcennutzung und -lieferung sowie Aspekte der Kreislaufwirtschaft und Digitalisierung. Bewährte Maßnahmen der vorherigen Auflagen wie die Innovationsförderung werden dabei fortgesetzt. Der BDI begrüßt die Fortschreibung des Programms und wird dessen Umsetzung konstruktiv begleiten.
Supply Chain Pulse Check
Lieferketten unter Druck: die Situation entlang der Lieferketten hat sich stark gewandelt, doch die Belastung ist unverändert hoch. Die dritte Ausgabe des Supply Chain Pulse Check von Deloitte und BDI beleuchtet die Zukunft der Wertschöpfung. Vier Bereiche stehen dabei im Fokus: Lieferkette, Standort Deutschland, Produktion sowie Nachhaltigkeit und Zirkularität.
Digitaler Produktpass als Teil der Sustainable Product Strategy der Europäischen Kommission
Im Rahmen der neuen Ökodesign-Verordnung sowie weiterer produktbezogener EU-Gesetze, darunter die Batterieverordnung, die Detergenzienverordnung und der EU-Spielzeugverordnung, ist die Einführung eines digitalen Produktpasses (DPP) geplant. Dieser soll Informationen über die materielle Zusammensetzung und Beschaffenheit von Produkten erfassen und diese Daten entlang der industriellen Wertschöpfungskette weiterleiten.