KSpG-Novelle: Neuer Anlauf für CCS und CCU in Deutschland
Das BMWE hat einen neuen Anlauf zur Novellierung des Kohlendioxid-Speicherungsgesetzes gestartet. Ziel ist es, die kommerzielle Nutzung von CCS und CCU in Deutschland zu ermöglichen. Für den Aufbau der CO2-Infrastruktur wird im neuen Referentenentwurf das überragende öffentliche Interesse festgestellt. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht zu den zentralen Inhalten des Entwurfs.
Klimaschutzverträge: Hauptsache, es geht jetzt los!
Wenn die politisch gewünschte Transformation hin zur Klimaneutralität in so kurzer Zeit gelingen soll, ist umfangreiche staatliche Unterstützung nötig. Die Umsetzung ist politisch und regulatorisch komplex. Einfache Antworten gibt es nicht. Wichtig ist, dass die Unternehmen jetzt zügig mit ihren Dekarbonisierungsprojekten loslegen und dabei auf die Unterstützung durch die Politik zählen können.
Kehrtwende bei der CO2-Abscheidung, Speicherung und Nutzung in Deutschland
Der Bundeswirtschaftsminister legte jüngst Eckpunkte der Carbon Management Strategie (CMS) sowie einen Gesetzentwurf zur Änderung des Kohlendioxid-Speicherungsgesetzes (KSpG) vor. Damit ebnet er den Weg für die CO2-Abscheidung, Speicherung und Nutzung (CCS/CCU). Bislang ist der Einsatz in Deutschland stark eingeschränkt. Der BDI hatte die Bundesregierung zuletzt in einem gemeinsamen Thesenpapier mit DGB, NABU und WWF dazu aufgerufen, rasch Klarheit zu schaffen.
Net Zero Industry Act – Kein großer Durchbruch für den deutschen Industriestandort
Die Europäische Kommission stellte im März 2023 ihren Vorschlag für ein Netto-Null-Industriegesetz (Net Zero Industry Act, NZIA) vor. Das Ziel war dabei, die europäischen Fertigungskapazitäten in Schlüsseltechnologien auszubauen, die für das Erreichen der EU-Klimaziele entscheidend sind. Die nun erzielte politische Einigung zum finalen Gesetzestext bleibt allerdings deutlich hinter den Erwartungen der deutschen Industrie zurück.
Dekarbonisierung der Industrie – Der Weg in die Klimaneutralität
Die Dekarbonisierung der Industrie ist zweifellos eine Mammutaufgabe, die Deutschland bewältigen muss, um das Klimaneutralitätsziel zu erreichen. Schließlich sind rund 20 Prozent der Treibhausgas-Emissionen des Landes auf industrielle Aktivitäten zurückzuführen. Dabei müssen alle vorhandenen technischen Möglichkeiten und der volle Instrumentenkasten genutzt werden.
Klimakongress: Wertschöpfung, Betriebe und Arbeitsplätze weiter Teile der Industrie in Deutschland sind in Gefahr
Mit dem Strompreisniveau in Deutschland sind viele deutsche Unternehmen im internationalen Wettbewerb nicht konkurrenzfähig. Diese Unternehmen brauchen jetzt eine Akuthilfe – sonst verschwinden sie vom Standort.
CO2-Speicherung und -Nutzung: Ein Schlüssel für die Klimaneutralität
Die beste Strategie im Kampf gegen den Klimawandel ist, CO2 gar nicht erst auszustoßen. Für manche Industrieprozesse ist eine vollständige Dekarbonisierung aber noch nicht möglich. Um die Klimaziele trotzdem zu erreichen, wird das Abscheiden, unterirdische Speichern und Nutzen von CO2 unabdingbar. Gut, dass Deutschland wieder über die dazugehörige Technik Carbon Capture and Storage (CCS) und Carbon Capture and Utilization (CCU) diskutiert. Um was geht es bei CCS/CCU konkret?
Wer hat die Transformation in der Hand?
Die Transformation in die digitale und klimaneutrale Zukunft ist ein Marathon. Um unseren Wohlstand klimaneutral zu erneuern, sind gewaltige Anstrengungen nötig. Unsere Industrie und Energieversorgung müssen in kürzester Zeit fundamental umgebaut werden. Die Ambition ist groß, doch schaffen wir es auch über die Ziellinie? Eines ist klar: nur mit einer starken industriellen Basis kann die Transformation technologisch und ökonomisch gelingen. Wie kann die Bundesregierung einen verlässlichen Rahmen für die Transformation der Wirtschaft geben? Wo liegt die richtige Balance zwischen smarter Gesetzgebung und interventionistischer Wirtschaftspolitik? Darüber sprachen Robert Habeck MdB, Vizekanzler & Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, Tobias Meyer, CEO, Deutsche Post DHL Group, Ingeborg Neumann, Founder & Managing Partner, Peppermint Holding und Roland Busch, CEO, Siemens beim #TDI23 – Tag der Industrie.
Carbon-Management-Strategie: Anforderungen der Industrie
Die Bundesregierung hat für dieses Jahr eine Carbon Management Strategie angekündigt. Sie soll mögliche Einsatzgebiete für CCU und CCS benennen sowie die rechtlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Hochlauf der Industrie identifizieren. Der BDI bezieht mit einem Positionspapier Stellung.
Veröffentlichung eines Positionspapiers zur aktuellen Energiepolitik
Der BDI veröffentlicht ein Positionspapier zur aktuellen Energiepolitik. Darin heißt es: „Der BDI erwartet von der Bundesregierung ein rasch abgestimmtes Konzept für eine dauerhaft sichere Versorgung mit Energie zu international wettbewerbsfähigen Kosten.“ Zentrale Botschaften des Papiers lauten:
BDI zum Kernkraft-Ausstieg: Zubau neuer Kapazitäten nach wie vor zu langsam
Zum morgigen Ausstieg Deutschlands aus der Kernkraft sagt BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner: „Zubau neuer Kapazitäten verläuft nach wie vor zu langsam.“
Carbon Capture: Kohlenstoffkreisläufe für den Klimaschutz
Die Industrie steht auf dem Weg zur Klimaneutralität vor einer gewaltigen Transformationsaufgabe. Um die ambitionierten Klimaziele zu erreichen, müssen alle technologischen Optionen transparent diskutiert werden. Die Abscheidung, Nutzung und Speicherung von Kohlenstoff (Carbon Capture and Utilisation, CCU und Carbon Capture and Storage, CCS) bietet gerade in der Grundstoffindustrie wichtige Chancen für den klimagerechten Umbau.
CCS- und CCU-Technologien: Wichtige Bausteine für den Klimaschutz
Die Abscheidung, Nutzung und Einlagerung von CO2 ist außerhalb Deutschlands erprobt. In Deutschland fehlen die Akzeptanz und die regulatorischen und ökonomischen Rahmenbedingungen, um die Technologien auf Industriemaßstab zu skalieren. Länder wie Norwegen machen uns vor, wie es funktionieren kann. Es muss versucht werden, mit ehrlicher Kommunikation und Pilotprojekten die Akzeptanz und das Vertrauen der deutschen Bevölkerung zu gewinnen.
Klimapfade 2.0 – Ein Wirtschaftsprogramm für Klima und Zukunft
Mit dem Klimaschutzgesetz 2021 hat die Bundesregierung ihre bisher festgelegten Klimaschutzziele noch einmal deutlich verschärft und damit einen ehrgeizigen deutschen Beitrag zur Begrenzung der Auswirkungen des Klimawandels angekündigt. Die Studie „Klimapfade 2.0“ legt einen Vorschlag für ein Programm vor, das in allen Sektoren die Erreichung der Klimaschutzziele in 2030 ermöglichen würde und die wichtigsten Weichen in Richtung Treibhausgasneutralität im Jahr 2045 stellt. Mehr als 150 Experten von BCG, dem BDI sowie aus rund 80 Unternehmen und Verbänden waren darin eingebunden.
Klimapfade 2.0 – Handlungsempfehlungen zur Studie
Mit ihren ehrgeizigen Klimaneutralitätszielen stehen die EU bis 2050 und Deutschland bis 2045 vor gewaltigen Herausforderungen für Gesellschaft, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft. Denn der Umbau zu einem klimaneutralen Industrieland erfordert eine Transformation in allen Bereichen. Der BDI schlägt zur Bewältigung dieser komplexen Herausforderung einen breiten Instrumentenmix in der Klima-, Energie-, Verkehrs- und Industriepolitik vor. Die BDI-Studie „Klimapfade 2.0“ zeigt, dass die Industrie mit ihren Technologien der zentrale Wegbereiter für erfolgreichen Klimaschutz ist.
COVID-19 und Netzentgelte: Verordnung in Kraft getreten
Die COVID-19-Pandemie stellt die deutsche Industrie, Europa und die Welt weiterhin vor große Herausforderungen. Neben dem Erhalt der Versorgungssicherheit ist der Erhalt der Wertschöpfungsketten von besonderer Bedeutung. Die Gewährung von individuellen Netzentgelten trägt maßgeblich dazu bei, Wertschöpfungsketten in Deutschland zu erhalten.
EEG – Messen und Schätzen von Drittstrom: Gelingt eine Neuregelung noch im Sommer 2019?
Zusätzliche Bürokratie statt erhoffte Erleichterung: Die gesetzliche Neuregelung zum Messen und Schätzen von sogenannten „Drittstrommengen“ bedeutet für Unternehmen ein kaum zu bewältigenden Mehraufwand. Mitte Juni haben sich das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle und die Bundesnetzagentur intensiv mit den Wirtschaftsverbänden zum Thema ausgetauscht. Die Gespräche sollen fortgesetzt werden.
BDI begleitet Atomausstieg aus Sicht der Industrie
Die Nutzung der Kernenergie hat die deutsche Politik und Gesellschaft über lange Zeit gespalten. Mit Blick auf das Wahljahr ist festzustellen, dass sich die politischen Lager derzeit einig sind, wichtige Fragen des Kernenergie-Ausstiegs im parteiübergreifenden Konsens zu regeln. Und zwar noch vor der Bundestagswahl 2017.
Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und Eigenstromversorgung neu geregelt
Im Dezember 2016 hat der Deutsche Bundestag das Gesetz zur Änderung der Bestimmungen zur Stromerzeugung aus Kraft-Wärme-Kopplung und zur Eigenversorgung beschlossen. Mit den darin verabschiedeten Änderungen wird das auf Zuschlagszahlungen basierende Fördersystem des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG) auf Ausschreibungen umgestellt.
Änderungsgesetz KWKG & Eigenversorgung
Am 19. Oktober 2016 hat das Bundeskabinett den Entwurf eines Gesetzes zur Änderung der Bestimmungen zur Stromerzeugung aus Kraft-Wärme-Kopplung und zur Eigenversorgung verabschiedet. Der BDI hat dazu eine Stellungnahme erstellt und veröffentlicht.