Bürokratieabbau bei der Gruppenbesteuerung
Bei der Gruppenbesteuerung geht Deutschland mit dem Erfordernis eines Ergebnisabführungsvertrags einen Sonderweg. Im Ausland wird diese Möglichkeit zur Verrechnung von Gewinnen und Verlusten vielmehr an Beteiligungsgrenzen und Anträge beim Finanzamt geknüpft. Die deutschen Anforderungen führen nicht nur zu einem hohen Bürokratieaufwand, sondern zu erheblicher Rechtsunsicherheit für die Unternehmen.
Reformbedarf bei der Thesaurierungsbegünstigung
Die Thesaurierungsbegünstigung soll Personenunternehmen beim Einbehalt ihrer Gewinne für unternehmensinterne Investitionen steuerlich mit Kapitalgesellschaften gleichstellen und damit die Eigenkapitalausstattung der Unternehmen stärken. Allerdings ist sie, auch nach den Nachbesserungen durch das Wachstumschancengesetz und das Investitionssofortprogramm technisch so fehlerhaft und bürokratisch ausgestaltet, dass sie von nur wenigen Unternehmern in Anspruch genommen wird. Daher sind dringende Nachbesserungen vorzunehmen, um den Verbleib von Gewinnen im Unternehmen zu unterstützen.
Vorschläge zum Bürokratieabbau
Bürokratie kostet die Wirtschaft viel Zeit und Geld. Sie behindert Unternehmensübergaben und Existenzgründungen und hemmt Investitionen in Menschen, Maschinen und Geschäftsmodelle. Das Maß an Bürokratie entscheidet mit darüber, wie Deutschland und Europa als Standort im internationalen Wettbewerb erlebt und bewertet werden. Als BDI haben wir eine nicht abschließende Liste mit über 280 Vorschlägen für konkreten Bürokratieabbau auf Bundes- und Europa-Ebene vorgelegt. Es braucht jetzt politischen Mut, klare Ziele und hohes Tempo auf allen Ebenen, um bürokratische Entlastungen unternehmerisch spürbar zu machen und Wachstum zum Nulltarif zu erzeugen.
BDI-Gremienstruktur
Der BDI ist so vielfältig wie auch die deutsche Industrie. Und doch spricht er mit einer Stimme! Die gemeinsame Meinungsbildung des Verbandes findet in einer Vielzahl von Gremien statt. Die Gremien-Broschüre bietet einen Überblick, welche Ausschüsse und Arbeitskreise für die Positionierung des BDI verantwortlich sind und welche Themen dort ganz konkret bearbeitet werden.
BDI zur Steuerschätzung Oktober 2025: Hoher Konsolidierungsdruck im Haushalt bleibt bestehen
Zu den Ergebnissen der aktuellen Steuerschätzung sagt BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner: „Hohe Steuereinnahmen ändern nichts am dringenden Konsolidierungsbedarf im Haushalt. Alle notwendigen Maßnahmen für eine echte Wirtschaftswende müssen Priorität haben.“
Reformvorschläge zur deutschen Quellenbesteuerung
Das Quellensteuerabzugsverfahren hat für die deutsche Wirtschaft eine hohe Bedeutung, insbesondere bei Lizenzvereinbarungen mit ausländischen Tochtergesellschaften. Dieses Verfahren verursacht jedoch unverhältnismäßigen Aufwand in der Unternehmenspraxis. Der BDI macht daher konkrete Vereinfachungsvorschläge für eine Reform des Erstattungs- und Freistellungsverfahrens beim Quellensteuerabzug.
BDI zur Kabinettsklausur: Befreiungsschlag für Bürokratieentlastung gefordert
Zur Kabinettsklausur äußert sich BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner: „Von der Kabinettsklausur muss ein Befreiungsschlag für Bürokratieentlastung ausgehen.“
Digitalisierung und KI im Steuerrecht
Die weitere Digitalisierung des Steuerrechts unter Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) gehört zu den dringend erforderlichen Verbesserungen der steuerlichen Rahmenbedingungen in Deutschland. Digitale Steuerverfahren sind ein entscheidender Standortvorteil für die Unternehmen im internationalen Wettbewerb und gerade angesichts der demografischen Entwicklung unverzichtbar.
Vorschläge zum steuerlichen Bürokratieabbau
Der BDI hat gemeinsam mit den Mitgliedsverbänden in zwölf Bereichen des Steuerrechts praxisrelevante Vorschläge zum Bürokratieabbau erarbeitet. Das BDI-Positionspapier stellt die Vorschläge kompakt und anschaulich dar. Die Vorschläge berücksichtigen die Haushaltslage und zielen nicht auf aufkommenswirksame Entlastungen, sondern auf einen notwendigen und zielgerichteten Bürokratieabbau.
Thesaurierungsbegünstigung verbessern
Die Thesaurierungsbegünstigung wurde 2008 eingeführt, um Reinvestitionen bei Personenunternehmen im Vergleich zu Kapitalgesellschaften steuerlich nicht länger zu benachteiligen. Zwar wurden in den letzten Jahren einige gesetzgeberische Fehler beseitigt, es bestehen jedoch weiterhin formale Hürden und Benachteiligungen, die eine Inanspruchnahme für viele Unternehmen unattraktiv machen.
Unternehmensteuern modernisieren
Attraktive steuerliche Rahmenbedingungen sind ein wesentlicher Standortfaktor für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Hierzu zählt nicht nur die Höhe der Steuerbelastung, sondern auch moderne Unternehmensteuern. Bisher enthalten diese jedoch zahlreiche Hemmnisse für deutsche Unternehmen, sodass Modernisierungen notwendig sind, um das geltende Recht effizienter, unbürokratischer und wirtschaftsfördernd auszugestalten.
Steuerliche Betriebsprüfung: Schnellere Rechtssicherheit, kooperative Prüfungen, Tax CMS
Effiziente Prüfungsprozesse reduzieren unnötigen Aufwand und schonen die knappen Ressourcen von Steuerpflichtigen und Finanzverwaltung. In der vergangenen Legislaturperiode wurden zwar Verbesserungen umgesetzt, jedoch dauern die Betriebsprüfungen im Durchschnitt immer noch zu lang. Zur Prüfungsbeschleunigung bieten innerbetriebliche Kontrollsysteme (Tax CMS) viel Potenzial, das stärker genutzt werden sollte.
Lohnsteuer: Effizienzsteigerung durch Steuervereinfachung, Bürokratieabbau, KI-Einsatz
Die Arbeitgeber stellen für den Staat den Lohnsteuerabzug sicher und müssen dafür haften. Dies kostet sie Zeit, Geld und Ressourcen. Daher ist der Staat im Gegenzug zumindest in der Pflicht, die lohnsteuerlichen Regelungen so unbürokratisch und praxisgerecht wie möglich auszugestalten. Der BDI stellt konkrete Möglichkeiten vor, die lohnsteuerlichen Regelungen zu modernisieren und den Anforderungen der neuen Arbeitswelt gerecht zu werden.
BDI-Stellungnahme zum neuen Referentenentwurf der deutschen Umsetzung der CSRD
Der BDI begrüßt, dass der veröffentlichte Referentenentwurf zur Umsetzung der CSRD grundsätzlich erneut auf eine 1:1-Umsetzung abzielt. Ebenfalls positiv ist, dass der Entwurf die zeitliche Verschiebung der Vorgaben durch die sog. „Stop-the-Clock“-Richtlinie des EU-Omnibusverfahrens für neu berichtspflichtige Unternehmen sowie die voraussichtlich erfolgende Verringerung des Anwendungskreises auf Unternehmen ab 1000 Mitarbeitenden bereits berücksichtigt. Dennoch regt der BDI regt dazu an, erneut abzuwägen, ob eine deutsche Umsetzung der CSRD noch im Jahr 2025 und vor Abschluss der Omnibusverhandlungen tatsächlich erforderlich ist. Außerdem muss unter anderem die Abkehr von der "Aufstellungslösung" bei der elektronischen Berichterstattung, der Ausschluss von unwesentlichen Tochterunternehmen und eine weitere Einschränkung des „Trickle-down“ Effekts erfolgen.
Verrechnungspreisdokumentation: Vorschläge zum Bürokratieabbau
Die zunehmende Komplexität der Verrechnungspreisdokumentation und die verkürzte Vorlagefrist von nur noch 30 Tagen verschärfen die steuerlichen Berichtspflichten für Unternehmen. Eine grundlegende Überarbeitung der GAufzV ist daher erforderlich, um bürokratische Belastungen zu reduzieren. Die Transaktionsmatrix sollte auf prüfungsrelevante Informationen beschränkt und das Local File verschlankt werden. Das Ziel besteht darin, eine praxisnahe, risikoorientierte und international anschlussfähige Dokumentationspflicht zu etablieren, um die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen zu sichern.
BDI zur Verabschiedung des „Investitionsbooster“: Steuerliche Verbesserungen stärken den Wirtschaftsstandort
Zur Verabschiedung des „Investitionsbooster“ durch den Bundestag äußert sich BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner: „Steuerliche Verbesserungen stärken den Wirtschaftsstandort.“
BDI-Präsident Leibinger zum Haushalt: Willen für entschlossene Reformen und eine starke Wirtschaft
Zum Haushalt äußert sich BDI-Präsident Peter Leibinger: „Die Bundesregierung hat einen Investitionshaushalt beschlossen, der den Willen für entschlossene Reformen und eine starke Wirtschaft belegt.“
BDI zu den Ergebnissen des Koalitionsausschusses: Was Wachstum stärkt, gehört auf der Prioritätenliste ganz nach oben
Tanja Gönner, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) kommentiert die Ergebnisse der heutigen Sitzung des Koalitionsausschusses: "Was Wachstum stärkt, gehört auf der Prioritätenliste für Regierung und Parlament ganz nach oben."
BDI zur Steuerschätzung: Gegen sinkende Steuereinnahmen hilft nur Fokus auf wirtschaftliches Wachstum
Zu den Ergebnissen der aktuellen Steuerschätzung sagt BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner: „Gegen sinkende Steuereinnahmen hilft nur ein klarer Fokus auf wirtschaftliches Wachstum.“
BDI zur Regierungserklärung: Wachstumsprogramm für die Wirtschaft erkennt Dringlichkeit, schnelle Umsetzung ist entscheidend
Zur ersten Regierungserklärung von Bundeskanzler Friedrich Merz und dem Wachstumsprogramm für die Wirtschaft äußert sich BDI-Präsident Peter Leibinger: „Das angekündigte wirtschaftspolitische Wachstumsprogramm ist ein wichtiges, zugleich auch ein erhofftes und erforderliches Signal."