China verschärft die Exportregeln für Seltene Erden dramatisch
Künftig brauchen auch Re-Exporte von Produkten mit chinesischen Seltenen Erden – etwa von Deutschland nach Frankreich – eine Genehmigung aus Peking. Für militärische Zwecke ist der Export komplett untersagt. Seltene Erden sind für unsere Industrie elementar, diese Rohstoffe stecken in Elektroautos, Haushaltsgeräten, aber auch Kampfjets.
Rohstoffkongress: Mehr Rohstoffsouveränität wagen – wie wird unsere Versorgung resilienter?
Beim Rohstoffkongress forderte BDI-Präsident Siegfried Russwurm, dass Deutschland endlich mehr in seine Rohstoffsicherheit investiert. Rohstoffe sind für die Zukunft Deutschlands als Industrieland und für unsere nationale Sicherheit unverzichtbar. Die Politik muss die heimische Förderung und Verarbeitung unterstützen, bestehende und neue Rohstoffkooperationen stärken sowie die Kreislaufwirtschaft ausbauen. Die Bedeutung von Rohstoffen muss in dem Köpfen von Politik und Gesellschaft ankommen.
Rohstoffförderung in der Tiefsee – Beitrag für mehr Versorgungssicherheit
Eines haben Energiewende, fortschreitende Digitalisierung und Infrastrukturausbau gemeinsam – für all diese Transformationsziele braucht es einen massiven Hochlauf klimaneutraler Technologien. Sie lassen den Bedarf nach kritischen Rohstoffen rasant wachsen, nicht nur hierzulande, sondern weltweit. Um den wachsenden Bedarf zu decken, kann Rohstoffförderung in der Tiefsee einen wichtigen Beitrag leisten.
Rohstofflieferketten – Initiativen für mehr Transparenz und Nachhaltigkeit
Deutschland ist auf eine sichere und nachhaltige Versorgung mit Rohstoffen angewiesen. Die Abhängigkeit von rohstoffreichen Ländern nimmt weiter zu. Die deutsche Industrie unternimmt bereits freiwillig große Anstrengungen für einen verantwortungsvollen Rohstoffbezug. Viele strukturelle Herausforderungen vor Ort kann sie jedoch nicht allein lösen, sondern nur mit politischer Unterstützung.
Rohstoffkongress: Deutschland braucht eine strategische Rohstoffpolitik
Zugang zu und Kontrolle über kritische Rohstoffe wird zur Voraussetzung, um auf den Leitmärkten der Zukunft eine entscheidende Rolle zu spielen. Für die deutsche Industrie sind Rohstoffe unverzichtbar, um die großen Transformationsvorhaben erfolgreich zu gestalten. Aber bis Ende dieser Dekade ist mit einer Metallkrise zu rechnen. Die Nachfrage steigt schneller als das Angebot ausgeweitet werden kann. Auch geopolitisch motivierte Handelseingriffe verringern die Chancen für eine zuverlässige Versorgung. Um Abhängigkeiten und Risiken zu reduzieren, braucht es eine strategische Rohstoffpolitik.
Heimische Rohstoffe – Schlüssel für Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit
Deutschland ist ein rohstoffreiches Land: Es verfügt über zahlreiche mineralische Rohstoffe wie Steine und Erden, Kies, Sand, Kalkstein, Gips und Salz. Die heimischen Rohstoffe sind eine unverzichtbare Säule für eine sichere und nachhaltige Rohstoffversorgung. Dabei ist jede Tonne heimischer Abbau ein Beitrag zum Klima- und Umweltschutz. Es braucht jedoch eine stärkere Anerkennung heimischer Rohstoffgewinnung – gesellschaftlich und politisch.
Critical Raw Materials Act: Richtige Ziele gesetzt, Instrumente zur Umsetzung vernachlässigt
Anlässlich der Vorstellung des Entwurfs zum Critical Raw Materials (CRM) Act äußert sich Wolfgang Niedermark, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung: „Der CRM Act setzt die richtigen Ziele, vernachlässigt aber die Instrumente für eine erfolgreiche Umsetzung.“
Rohstoffversorgung nachhaltig und innovativ gestalten
Eine nachhaltige, sichere und innovative Rohstoffversorgung ist für das Industrieland Deutschland unabdingbar und Kernanliegen des BDI-Ausschusses für Rohstoffpolitik. Der Ausschussvorsitzende Herwart Wilms betont: „Wir brauchen den strategischen Dreiklang aus heimischen Rohstoffen, internationaler Handelsfreiheit und echter Kreislaufwirtschaft, um unser industrielles Herz in Deutschland weiter schlagen lassen zu können.“
Covid-19-Pandemie beeinträchtigt Rohstoffversorgung
Die Covid-19-Pandemie führt bei der Versorgung mit Rohstoffen zu spürbaren Störungen. Laut der aktuellen BDI-Umfrage gehen fast 70 Prozent der befragten Unternehmen von mittel- bis langfristige Beeinträchtigungen aus – vor allem durch Unterbrechungen in den Lieferketten. Zur Erhöhung der Resilienz setzen die Unternehmen auf unternehmerische Lösungen wie die Lagerhaltung von Rohstoffen. Hierbei bedarf es jedoch stärkerer politischer Unterstützung, etwa durch Steuererleichterungen.
Geologiedatengesetz nicht verfassungskonform
Im Bundestag wird im März 2020 über das sogenannte Geologiedatengesetz beraten. Ein Rechtsgutachten untermauert nun die großen verfassungsrechtlichen Bedenken in Bezug auf die im Gesetzentwurf vorgesehene umfassende Veröffentlichung der Geologiedaten der Unternehmen.
Ganzheitliche Rohstoffsicherung braucht festes Fundament
Ohne Lithium, Kobalt oder Nickel funktionieren keine Elektroautos oder Akku-Schrauber. Ohne Sand und Kies kann kein Haus gebaut werden. Ohne Salz wird der Gehweg bei Eis und Schnee zu einer großen Gefahr. Rohstoffe sind aus unserem Alltag nicht wegzudenken. Unternehmen brauchen Rohstoffe für ihre Produkte. Die Politik muss die richtigen Rahmenbedingungen schaffen. Drei Säulen sind dabei notwendig: Heimische Rohstoffe, Importrohstoffe und Recycling.
Rohstoffpolitik fit für die Zukunft machen
Die Verfügbarkeit von Rohstoffen wird zu einer zentralen Herausforderung für das Industrieland Deutschland. „Digitalisierung und Rohstoffversorgung sind zwei Seiten einer Medaille. Ohne High-Tech-Rohstoffe wird es keine Zukunftstechnologien 'Made in Germany' geben“, sagt BDI-Präsident Dieter Kempf. Deshalb fordert Kempf einen Paradigmenwechsel in der Rohstoffpolitik.
Handels- und Wettbewerbsverzerrungen schaden der Wirtschaft
Handels- und Wettbewerbsverzerrungen auf internationalen Rohstoffmärkten führen zu Verknappung und Verteuerung von Rohstoffen. Deutsche Unternehmen werden dadurch gegenüber Wettbewerbern aus rohstoffreichen Ländern benachteiligt. Die Politik muss sich für die Abschaffung protektionistischer Maßnahmen im Rohstoffbereich einsetzen. Ohne politische Flankierung droht der Standort Deutschland an Bedeutung zu verlieren.
BDI in Toronto bei der PDAC dabei
Digitalisierung, Energiewende und Elektromobilität haben erheblichen Einfluss auf die Art und Weise, wie wir künftig leben. Diese Herausforderungen sind für die deutsche Industrie eine große Chance für mehr Zukunftstechnologien Made in Germany. Voraussetzung ist eine nachhaltige Rohstoffversorgung. Nicht nur die Nachfrage nach Rohstoffen wird steigen, auch der Bedarf wird sich verändern. Heute nutzt die deutsche Industrie bereits über 80 Prozent der chemischen Elemente des Periodensystems – vor 100 Jahren war es weniger als die Hälfte.
Rohstoffe für Zukunftstechnologien
Rohstoffe sind das Fundament der industriellen Produktion in Deutschland. Sie werden entlang der gesamten Wertschöpfungskette eingesetzt und sind aus unserem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken: In einem Smartphone sind zum Beispiel über 60 verschiedene Rohstoffe verbaut. Für den Industriestandort Deutschland ist die sichere Versorgung mit Rohstoffen von größter Bedeutung.
Rohstoffversorgung 4.0
Rohstoffversorgung und Digitalisierung sind zwei Seiten einer Medaille. Ohne eine gesicherte Rohstoffversorgung wird es keine Zukunftstechnologien „Made in Germany“ geben. Die Verfügbarkeit von Rohstoffen wird damit zu einer zentralen Herausforderung für das Industrieland Deutschland. Der BDI stellt Beispiele vor und gibt konkrete Handlungsempfehlungen für einen Paradigmenwechsel in der Rohstoffpolitik.
Potenziale des Tiefseebergbaus
Tiefseebergbau – das klingt für viele Menschen wie Science Fiction. Dabei könnte der Abbau von Rohstoffen in der Tiefsee einen wichtigen Beitrag zur Rohstoffversorgung der deutschen Industrie leisten. Die Lagerstätten am Meeresboden enthalten metallische Rohstoffe wie Kobalt, Kupfer oder Nickel. Um das Potenzial des Tiefseebergbaus zu nutzen, braucht es eine ehrliche Debatte um die Chancen und Herausforderungen.
Steigende Nachfrage nach kritischen Rohstoffen – Ist die Rohstoffversorgung in Gefahr?
Ohne Lithium keine leistungsfähigen Akkus für Elektrofahrzeuge. Ohne Dysprosium keine Generatoren für Windkraftanlagen. Ohne Tantal keine Mikrokondensatoren. Die meisten Technologien der Zukunft brauchen metallische Rohstoffe, die die deutsche Industrie importieren muss. Die Digitalisierung und die Energiewende werden zu einem deutlichen Anstieg der Nachfrage nach diesen Rohstoffen führen. Damit Deutschland ein führender Produktionsstandort für High-Tech-Produkte bleibt, muss sich die Bundesregierung weiter für offene Rohstoffmärkte einsetzen.
Zukunftstechnologien, heimische Rohstoffe, „Rohstoffwende“: breites Diskussionsspektrum beim Rohstoffkongress
Die Auswirkung der Digitalisierung auf den Rohstoffbedarf, die Bedeutung der heimischen Rohstoffe oder ob eine „Rohstoffwende“ notwendig ist: Das waren die Hauptthemen auf dem 5. BDI-Rohstoffkongress. Mit über 300 Teilnehmern aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft ist der Kongress auf große Resonanz gestoßen. In Zeiten einer vermeintlichen Entspannung an den Rohstoffmärkten keine Selbstverständlichkeit. Es wurde aber deutlich, dass es sich hier wohl eher um die Ruhe vor dem Sturm handelt.
Ohne Rohstoffe keine Industrie 4.0
Deutschland soll Leitanbieter und Leitmarkt im Bereich der Digitalisierung und Industrie 4.0 werden. Aber ohne eine gesicherte Rohstoffversorgung, keine Zukunftstechnologien „Made in Germany“. Die deutsche Industrie braucht weiterhin mineralische Rohstoffe. Denn: Ohne Rohstoffe keine Energiewende, keine Elektromobilität, keine schnellen Breitbandnetze, und keine Industrie 4.0.