Für eine starke Industrie in der Pandemie
Der deutschen und europäischen Wirtschaft steht ein schwieriger Herbst bevor. Umso entscheidender wird es sein, dass Deutschland in der Lage ist, die anhaltende Pandemie ohne einen erneuten Lockdown zu meistern. Planungssicherheit und Vertrauen sind unerlässlich für diese Phase der Stabilisierung. Es gilt, die Resilienz der Wirtschaft mit gezielten Maßnahmen zu stärken und gleichzeitig den weiteren Umgang mit der Pandemie planvoll zu gestalten.
Covid-19-Sachstand: Neustart der Industrie
Die wirtschaftlichen Konsequenzen der Covid-19-Pandemie für die Industrie werden immer deutlicher und gehen über die Antworten des Konjunkturpakets hinaus. Für eine fortlaufende Auswertung dieser Herausforderungen und die Entwicklung möglicher Lösungsansätze hat der BDI zusammen mit Vertretern unterschiedlicher Industriebranchen eine Taskforce „Neustart“ gegründet, die in regelmäßigen Abständen einen Blick auf die wirtschaftliche Lage wirft.
EU-Wiederaufbauplan: Kritische Verhandlungsphase hat begonnen
Die COVID-19-Pandemie hat tiefe Spuren in der wirtschaftlichen Entwicklung Europas hinterlassen. Die ohnehin schwierigen Diskussionen über den EU-Haushalt finden seit Ausbruch der Krise unter völlig neuen Voraussetzungen statt. Zu Beginn der entscheidenden Verhandlungsphase setzt sich der BDI für ein ehrgeiziges Wiederaufbauprogramm und Zukunftsinvestitionen ein, die die Wirtschaft umfassend stärken sollten.
„In der jetzigen akuten Phase der Krise sehe ich andere Prioritäten als die Farbe des Neustarts“
Wie trifft die Wirtschaftskrise den Mittelstand? Christopher W. Grünewald, Geschäftsführer der Gebr. Grünewald GmbH & Co. KG, schildert die ganz unterschiedliche Betroffenheiten am Beispiel der Papierindustrie. Er erklärt, warum die Kostenentlastungen der energieintensiven Industrien wegen der Corona-Pandemie leerlaufen und weshalb staatliche Maßnahmen dringend notwendig sind. Zudem äußert er sich zu den Perspektiven für einen „grünen Neustart“ der Wirtschaft.