EU-China-Gipfel: „Wichtiger Impuls für eine Kommunikation auf Augenhöhe“
BDI-Präsident Siegfried Russwurm: „Eine Wirtschaftspartnerschaft ist für die europäische Industrie nur nachhaltig, wenn China Wettbewerbsgleichheit für ausländische Unternehmen herstellt.“
Industrie braucht Brasilien als geostrategischen Partner für mehr wirtschaftliche Unabhängigkeit
Anlässlich der deutsch-brasilianischen Regierungskonsultationen äußert sich BDI-Präsident Siegfried Russwurm: "Brasilien kann ein Hauptakteur auf dem Weg zur grünen Transformation der Weltwirtschaft sein"
Wie soll die Wirtschaft mit Autokratien umgehen?
Deutschland muss sich als technologieführendes Industrie-, Innovations- und Exportland mit der Welt vernetzen. Dabei werden ethische Gesichtspunkte immer wichtiger, weil universelle Menschenrechte eben keine innere Angelegenheit sind. Die Wirtschaft muss sich klar positionieren. Wie Wohlstand künftig erwirtschaftet wird, ist eine gesamtgesellschaftliche Frage und muss durch eine viel intensivere Debatte als bisher beantwortet werden.
Staatliche Exportabsicherung zukunftsfest machen
Wirtschaftliche und politische Risiken im internationalen Handel stellen die staatliche Absicherung von Exporten, insbesondere in Schwellen- und Entwicklungsländern, vor große Herausforderungen. Neue Geschäftsmodelle und veränderte Wertschöpfungsketten erfordern eine Reform der Hermes-Exportabsicherung.
Globalisierungsszenarien: Herausforderungen für Unternehmen
Für die deutsche Industrie sind offene Märkte überlebenswichtig. Hiesige Unternehmen sind weltweit aktiv, produzieren viel für das Ausland, beziehen Rohstoffe und Zulieferteile aus anderen Ländern. Sollte die Weltwirtschaft zunehmend in Blöcke zerfallen, könnte die Attraktivität des Standortes Europa erheblich leiden. Das zeigt das gemeinsame Projekt zu Globalisierungsszenarien von Unternehmen, BDI und Bertelsmann Stiftung.
Globale Handlungsfähigkeit der EU stärken
Im globalen Systemwettbewerb geht es immer rauer zu. Handelskonflikte werden mit immer härteren Bandagen ausgefochten. Die EU muss ihre handels- und außenpolitischen Kompetenzen künftig voll ausschöpfen. Mitgliedsstaaten müssen Bereitschaft zeigen, Sonderinteressen zurückzustellen. Die neue Bundesregierung muss das Gewicht der größten europäischen Volkswirtschaft dabei einbringen. Erfolg kann nur eine Handelspolitik haben, die auf die Öffnung von Märkten fokussiert ist.
BDI-Vorarbeit maßgebend für modernisiertes OECD-Regelwerk zu Exportkrediten
Anlässlich des jährlichen Konsultationstreffens der OECD mit der Zivilgesellschaft zur Exportkreditfinanzierung hat das Business and Industry Advisory Committee to the OECD (BIAC) Vorschläge zur Modernisierung des OECD-Konsensus vorgelegt. Maßgeblich basierend auf der Vorarbeit des BDI, fordert die OECD-Wirtschaft vom modernisierten OECD-Regelwerk für die Exportkreditfinanzierung einen flexibleren und am Markt orientierten Ansatz.
Level Playing Field im internationalen Wettbewerb
Für die Europäische Union sind internationaler Handel und internationale Investitionen zu fairen Rahmenbedingungen Voraussetzung für die Sicherung von Wachstum, Nachhaltigkeit und Arbeitsplätzen. Die EU braucht hierzu einen effektiven und ausgewogenen Instrumentenkasten, um weltweit einen Wettbewerb auf Augenhöhe (Level Playing Field) herzustellen.
Die neue EU-Handelsstrategie: Grün und durchsetzungsstark?
Mitte Februar 2021 hat EU-Handelskommissar Valdis Dombrovskis die neue Handelsstrategie der Europäischen Kommission vorgestellt, die den Umwelt- und Klimaschutz sowie die Durchsetzung eigener Interessen stärker in den Fokus stellt. Der BDI warnt vor einer Überfrachtung der Handelsagenda mit zu hohen Erwartungen und der Schaffung zusätzlicher Handelsbarrieren.
Globale Wertschöpfungsketten unter Druck
Globale Arbeitsteilung ermöglicht weltweit Wohlstandsgewinne. Doch schon vor der Corona-Pandemie hat die Verflechtung globaler Wertschöpfungsketten scheinbar an Fahrt verloren. Der seit Jahren weltweit um sich greifende Protektionismus und die Digitalisierung befeuern Strukturänderungen im Welthandel.
Internationales öffentliches Beschaffungswesen: Neue Möglichkeiten für die EU?
Der Marktzugang zum öffentlichen Beschaffungswesen für internationale Anbieter ist in der EU praktisch kaum eingeschränkt. Hingegen werden europäische Anbieter oft in Drittstaaten von deren öffentlichen Aufträgen ausgeschlossen. Die EU-Kommission hat mit dem internationalen Beschaffungsinstrument (IPI) einen rechtlichen Rahmen für den Zugang zum EU-Beschaffungsmarkt vorgeschlagen. Es soll als Druckmittel für Verhandlungen mit wichtigen Partnern zur Öffnung ihrer Märkte dienen.
Auf dem Weltmarkt zu Hause: Deutschland im Welthandel
Produkte „Made in Germany“ sind weltweit beliebt. Die deutsche Volkswirtschaft ist wie kaum eine andere vom Handel abhängig. Umso wichtiger ist es, dass das weltweite Handelssystem gestärkt und weiterentwickelt wird.
Wer handelt, gewinnt
Wenn man fragt, wofür die deutsche Industrie weltbekannt ist, sagen viele: für den Maschinenbau und ihre Autos. Und natürlich ist das auch richtig. Aber es sind eben nur zwei von vielen Bereichen, in denen die deutsche Industrie stark und konkurrenzfähig ist. Wo Deutschland vom Export profitiert und warum Freihandel allen hilft – ein Erklärstück.
Globale Kräfteverschiebung
Im Zuge der fortschreitenden Globalisierung in den letzten Jahrzehnten haben aufstrebende Schwellenländer wie China, Indien oder auch Brasilien ihre wirtschaftliche Bedeutung ausgebaut. Davon profitiert auch Deutschland. Allerdings gehen mit den globalen Kräfteverschiebungen auch geoökonomische Risiken einher.
Protektionismus schadet: Wie Staaten ihre Märkte abschotten
Protektionismus ist auf dem Vormarsch. Dazu gehören neben Import- und Exportzöllen auch Zusatzabgaben, quantitative Einfuhrbeschränkungen, unnötig komplizierte technische Standards und Subventionen. Dies gefährdet Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze weltweit. Gerade die deutsche exportorientierte Wirtschaft leidet unter dem weltweiten Abschottungstrend.
Handelskonflikte kennen keine Gewinner
Die Weltwirtschaft verliert an Fahrt. Schuld sind nicht zuletzt die von den USA ausgehenden handelspolitischen Verwerfungen. Zurzeit treffen die Konflikte hauptsächlich China und die USA. Doch auch deutsche Unternehmen werden in Mitleidenschaft gezogen: über Produktionsnetzwerke, Marktverzerrungen und Produktionsstandorte im Ausland. Vor allem aber schadet die neue Unsicherheit den Investitionen – und damit dem Wachstum von morgen.
Digitaler Handel: Chancen nutzen durch moderne Handelspolitik
Die Handelspolitik der EU legt einen besonderen Fokus auf den digitalen Handel. Dies trägt der zunehmenden Digitalisierung der Weltwirtschaft Rechnung, die auch für die deutsche Industrie große Chancen bietet. Während unter dem Dach der WTO an internationalen Regelungen gearbeitet wird, könnten auch Rückschläge drohen.
Globalisiertes Leben
Vom Aufstehen bis zum Schlafen begleiten uns Produkte, die ohne globalen Handel nicht möglich wären. Angefangen vom Klingeln des Smartphones über IT am Arbeitsplatz bis hin zum Essen und zur Unterhaltung am Abend.
Nachhaltige Globalisierung erfordert globale Ordnungspolitik
Die Globalisierung hat weltweit Wachstum und Wohlstand gefördert. Gleichzeitig werden ihre Folgen für soziale Gerechtigkeit und Umwelt kritisiert. Der Blick auf die Fakten zeigt, dass Globalisierung den Ärmsten nutzt und nicht umweltschädlich sein muss. Es kommt aber darauf an, den rechtlichen Rahmen der Globalisierung zu gestalten. Hier ist noch viel zu tun.
Erneuerung der Weltwirtschaftsordnung
Die neue Bundesregierung sollte sich die Weiterentwicklung des globalen Ordnungsrahmens zu einer ihrer Hauptaufgaben machen. Laut Peter S. Rashish, Senior Fellow des AICGS der Johns Hopkins Universität, sind mögliche Schritte zur Erreichung dieses Ziels etwa die Wiederaufnahme der TTIP-Verhandlungen, die Stärkung der EU und der Ausbau der weltweiten Beziehungen mit gleichgesinnten Ländern.