Revision des New Legislative Framework (NLF)
Das System des New Legislative Framework (NLF) gehört zu den erfolgreichsten und einflussreichsten Rechtsvorschriften der EU. Denn es bildet den zentralen Regulierungsrahmen für das Inverkehrbringen von Industrieprodukten in der EU und ist damit das Fundament für den freien Warenverkehr im europäischen Binnenmarkt. Seit seiner Einführung 2008 hat sich die Produktwelt jedoch grundlegend gewandelt. Dies eröffnet die Möglichkeit, den Rechtsrahmen gezielt zu modernisieren, ohne die bewährten Grundprinzipien aufzugeben, um das System an aktuelle und zukünftige Herausforderungen anzupassen.
BDI zur Plenumsabstimmung Omnibus I: Chance verpasst, Vernunftsignal im Binnenmarkt zu senden
Zur heutigen Abstimmung im Europäischen Parlament zum Omnibus I sagt Wolfgang Niedermark, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung: “Chance verpasst, ein Signal der Vernunft und Lösungsorientierung im Binnenmarkt zu senden”.
Gemeinsame Erklärung von BDI, BDA und MEDEF anlässlich des Deutsch-Französischen Ministerrats: Europa am Scheideweg: Zeit zu führen
Die Handelsspannungen nehmen erneut zu; die jüngsten EU–US-Zollverhandlungen haben deutlich gemacht, wie fragil die globale Ordnung geworden ist. Europa kann es sich nicht leisten zu zögern: Es muss als starker, souveräner und wettbewerbsfähiger Akteur handeln. Der Draghi-Bericht hat eine deutliche Warnung ausgesprochen: Die Wettbewerbsfähigkeit geht zunehmend verloren, und weiteres Zögern wird die Kosten nur erhöhen.
Wichtige Impulse für Wettbewerbsfähigkeit
BDI-Präsident Leibinger war die vergangenen Tage zu seinem Antrittsbesuch bei den EU-Institutionen in Brüssel. Es standen zahlreiche Gespräche mit Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, den neuen Kommissaren und Parlamentspräsidentin Roberta Metsola auf der Agenda.
BDI zu den Ergebnissen des strategischen Autodialogs
Holger Lösch, stellvertretender Hauptgeschäftsführer zu den Ergebnissen des strategischen Autodialogs: „Aktionsplan ist ein wichtiger Schritt.“
Die Foreign Subsidies Verordnung – Licht und Schatten
Die seit Juli 2023 geltende europäische Foreign Subsidies Verordnung verlangt von Unternehmen, bei der Überschreitung bestimmter Schwellenwerte finanzielle Zuwendungen von Drittstaaten im Rahmen von Zusammenschlüssen oder großen öffentlichen Auftragsvergaben gegenüber der Europäischen Kommission offenzulegen. Ziel ist es, für faire Wettbewerbsbedingungen im Binnenmarkt zu sorgen und auf diese Weise die europäische Wirtschaft zu stärken. Gleichzeitig beklagen aber auch europäische Unternehmen den mit den Meldepflichten verbundenen hohen Bürokratieaufwand.
In Forschung investieren, Innovationskraft sichern. Für eine wettbewerbsfähige Zukunft Europas
Eine starke Wirtschaft braucht starke Innovationen. Deshalb ist es in Zeiten geopolitischer Unsicherheiten und Umbrüche jetzt entscheidend, eine strategisch ausgerichtete und aufeinander abgestimmte Industrie- und Innovationspolitik aufzustellen, um Europa für die Zukunft als Innovations- und Wirtschaftsstandort stark zu machen. Denn Forschungsstärke und Innovationskraft sind nicht nur die Basis für Wachstum und Wohlstand. In Zukunft bestimmen sie auch darüber, ob die Europäer ihre Werte im globalen Wettbewerb der Regionen verteidigen können und in Demokratie, Freiheit und Stabilität leben werden. Längst ist Innovationspolitik auch ein geopolitisches Instrument geworden, welches zunehmend strategisch eingesetzt wird. Der Blick in die Vereinigten Staaten und China weisen klar die Richtung auf: Beide Nationen geben hunderte Milliarden US-Dollar aus, um sich in bestimmten Kernbereichen einen Innovations- und Technologievorsprung zu verschaffen.
EU-Verordnungsvorschlag zur Bekämpfung des Zahlungsverzugs im Geschäftsverkehr
Im September 2023 hat die EU-Kommission ein Entlastungspaket zur Förderung der Wettbewerbsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) vorgelegt. Kernstück ist der Verordnungsvorschlag zur Bekämpfung von Zahlungsverzug, der die bisher geltende Zahlungsverzugsrichtlinie ersetzen soll. Der BDI sieht Nachbesserungsbedarf.
Critical Raw Materials Act: Erfolg entscheidet sich an konkreter Umsetzung
Die Einigung zum Critical Raw Materials (CRM) Act sendet ein wichtiges Signal für mehr europäische Souveränität und Resilienz bei der Rohstoffversorgung – gerade vor dem Hintergrund steigender geopolitischer Risiken und weltweiter Maßnahmen zur Rohstoffkontrolle. Der Erfolg des CRM Acts entscheidet sich an seiner konkreten Umsetzung, wobei die richtigen Rahmenbedingungen und wichtige Instrumente noch fehlen.
Net-Zero Industry Act – rüstet sich Europa so für die Energiewende?
Mit der Vorstellung des Net-Zero Industry Acts setzt die EU den Rahmen, der die industrielle Klimatransformation stärken und beschleunigen soll. Die EU-Kommission sieht die Verordnung sowohl als eine Reaktion auf die immensen Herausforderungen, die die Energiewende mit sich bringt, als auch als eine Antwort auf den Inflation Reduction Act der US-Regierung.
30 Jahre Binnenmarkt: Europas unvollendete Erfolgsgeschichte
Auch drei Jahrzehnte nach seinem Inkrafttreten bleibt der europäische Binnenmarkt fragmentiert. Der EU entgehen dadurch bis zu 1,1 Billionen Euro oder bis zu 8,6 Prozent an zusätzlichem Bruttoinlandsprodukt (BIP) der EU. In einem neuen Forderungspapier diskutiert der BDI zehn industriepolitische Maßnahmen, um die Vertiefung des Binnenmarkts voranzutreiben und sein verborgenes Potential zu erschließen.
EU Industry Talk – Wie steigern wir unsere Wettbewerbsfähigkeit?
Die Herausforderungen für die EU und die europäische Wirtschaft sind enorm. Nach der Corona-Pandemie hat der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine Europa politisch und wirtschaftlich unter Druck gesetzt. Die wirtschaftlichen Auswirkungen treffen Europa härter als unsere Wettbewerber. Mit dem amerikanischen IRA wächst nun die Anziehungskraft der USA für Unternehmen. BDI-Präsident Siegfried Russwurm und Kerstin Jorna, Generaldirektorin für Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU (GROW), Europäische Kommission diskutierten die europäische Wettbewerbsfähigkeit beim EU Industry Talk.
Ein verpflichtender Wettbewerbsfähigkeits-Check für europäische Gesetze
Die EU-Gesetzgebung sollte die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen künftig stärker berücksichtigen, fordert der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) in einer aktuellen Stellungnahme. Der BDI hat sich die Vorschläge näher angesehen.
EU-Regeln für Künstliche Intelligenz: Wettbewerbsvorteil oder Überregulierung?
Nachdem die EU-Kommission im Februar vergangenen Jahres das Weißbuch zur Künstlichen Intelligenz (KI) vorgestellt hatte, wurde im April 2021 ein Legislativvorschlag zum Einsatz von KI veröffentlicht. Der BDI begrüßt den technologieoffenen und risikobasierten Ansatz der EU-Kommission. Ein auf europäischen Werten basierender Ansatz kann einen Wettbewerbsvorteil für europäische Unternehmen schaffen, darf aber auf keinen Fall innovationshemmend wirken.
Kann der Europäische Chips Act seine Versprechen halten?
Halbleiter sind das Fundament der modernen Welt und doch leidet die Wirtschaft zurzeit unter Lieferengpässen von Halbleitern. Nach Chinas jahrelangen Subventionen und dem US Chips Act hat nun auch die Europäische Kommission einen Vorschlag zur Förderung des heimischen Halbleitersektors vorgelegt. Können die Ziele, die die Kommission setzt, erreicht werden und würde die Wirtschaft wirklich davon profitieren?
Rückschlag für den Dienstleistungsbinnenmarkt
Mit ihrem Arbeitsprogramm für das Jahr 2021 plant die Europäische Kommission, ihren Richtlinienvorschlag für eine Ex-ante Notifizierung von dienstleistungsbezogenen Maßnahmen zurückzuziehen. Dieser Schritt ist eine Reaktion auf den heftigen Widerstand einiger EU-Mitgliedstaaten gegen den Vorschlag. Für den Ausbau des Dienstleistungsbinnenmarkts bedeutet dies einen weiteren, herben Rückschlag.
BDI begrüßt Vorschläge der EU-Kommission zur Stärkung des EU-Binnenmarkts
Der im März 2020 veröffentlichte Bericht der EU-Kommission über Hindernisse im Binnenmarkt sowie der Aktionsplan zur besseren Um- und Durchsetzung von Binnenmarktregeln sind ein wichtiger Impuls, grenzüberschreitende wirtschaftliche Tätigkeit im EU-Binnenmarkt zu vereinfachen. Der BDI begrüßt diesen Vorstoß der Kommission ausdrücklich und fordert diese dazu auf, ihre Ankündigungen schnellstmöglich umzusetzen.
BDI begrüßt einheitliche Standards bei der Unternehmensbesteuerung in Europa
Im Juni haben die Wirtschafts- und Finanzminister der EU-Mitgliedstaaten im ECOFIN-Rat eine Einigung bei der Anti-Tax-Avoidance-Directive (ATAD) erzielt. Damit werden im Zuge der Umsetzung des OECD-Aktionsprogramms gegen Base Erosion and Profit Shifting (BEPS) in der EU einheitliche Standards für die Unternehmensbesteuerung in Europa geschaffen. Gleichzeitig soll die ATAD eine Vorstufe zu der Einführung einer Gemeinsamen Konsolidierten Körperschaftsteuerbemessungsgrundlage (GKKB) in der EU sein. Der BDI empfiehlt der Bundesregierung deshalb, die deutschen Steuergesetze an die europäischen Vorgaben anzupassen.
Der steuerliche Brexit – viele offene Fragen
Die britischen Wähler haben sich für das Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union entschieden. Die bevorstehenden Austrittsverhandlungen rufen auch im steuerlichen Bereich komplexe Fragen hervor. Für die Unternehmen sind erhebliche Mehrbelastungen im Bereich der Verkehrsteuern, der Gewinnbesteuerung, aber auch bei Unternehmensumstrukturierungen zu erwarten.
Erstes Gesetz zur Umsetzung von BEPS in nationales Recht
Der deutsche Gesetzgeber macht den ersten Schritt hin zur Umsetzung der G20/OECD-Empfehlungen zur Bekämpfung von Gewinnverlagerungen und -verkürzungen (Base Erosion and Profit Shifting, BEPS). Im Vordergrund des sogenannten BEPS 1-Gesetzes steht die Stärkung der Transparenz. Dabei sollen das Country-by-Country-Reporting und der automatische Austausch über sogenannte Tax Rulings in nationales Recht implementiert werden. Darüber hinaus enthält der Referentenentwurf Gesetzesverschärfungen, die klare Nichtanwendungsvorschriften über ergangene BFH-Entscheidungen darstellen und keinen BEPS-Bezug haben. Das parlamentarische Gesetzgebungsverfahren soll nach der Sommerpause beginnen und bis Ende des Jahres abgeschlossen werden.