Strategische Rohstoffe, strategische Partnerschaften: Europas Sicherheit braucht Afrika
Ein russischer Angriff auf das Baltikum im Jahr 2028? Das gilt unter Militärs und Geheimdiensten nicht länger als Fiktion, sondern als bedrohlich realistisches Szenario. Europa muss jetzt entschlossen handeln, um eine glaubwürdige Abschreckung aufzubauen. Eine sichere Versorgung mit kritischen Rohstoffen ist dabei die Grundvoraussetzung für unsere Verteidigungsfähigkeit. Darum ist ein stärkeres Engagement in Afrika alternativlos.
Großer Afrika-Gipfel in Berlin – wer umwirbt wen?
Tief verankert ist die Sichtweise, dass Afrika unsere Unterstützung braucht. „Doch Deutschland braucht Afrika mehr als umgekehrt“, so Wolfgang Niedermark, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung beim G20-Investitionsgipfel 2023 in Berlin. Große Potenziale für mehr deutsch-afrikanische Zusammenarbeit liegen in den Bereichen Wasserstoff, Zukunftstechnologien und Rohstoffe.
Deutschland und Afrika: Mehr Strategie, mehr Investition, mehr Partnerschaft auf Augenhöhe
Deutsche Unternehmen brauchen Afrika – für die Lösung geopolitischer und ökologischer Herausforderungen, als Absatzmarkt und für den Zugang zu Rohstoffen. Leider verharrt die deutsche Politik seit Jahrzehnten in verkrusteten Vorstellungen von Geber- und Nehmerländern. Das ist überheblich und lehrerhaft. Deutschland und Europa sollten den afrikanischen Ländern endlich attraktive Investitionsangebote machen und sie als Partner auf Augenhöhe behandeln.
Grüne Energie in Afrika: Chancen für deutsche Unternehmen
„Die deutsche Wirtschaft steht heute vor großen Herausforderungen“, sagt Heinz-Walter Große, Vorsitzender der Subsahara-Afrika Initiative der Deutschen Wirtschaft (SAFRI), beim Frühjahrsempfang zu Ehren des Afrikanischen Diplomatischen Corps in Berlin. Große betont die Notwendigkeit, alternative Quellen für Rohstoffe und Energie sowie neue Absatzmärkte zu erschließen.
Afrika auf dem Weg zu den Sternen
Unter der Leitung von Matthias Wachter, BDI-Abteilungsleiter und Geschäftsführer der BDI-Initiative NewSpace, intensiviert der BDI sein Engagement für Afrika und NewSpace. Das „14. NewSpace Breakfast“ in Berlin stand unter dem Motto „NewSpace goes Africa“. Matthias Wachter fasst seine Eindrücke zusammen.
Karibuni nyumbani – willkommen zuhause
Unter der Leitung von Wolfgang Niedermark, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung, besuchte eine mehrköpfige Wirtschaftsdelegation im April die kenianische Hauptstadt Nairobi. Die Reise erfolgte anlässlich des Ibrahim Governance Weekend mit dem kenianischen Präsidenten William Ruto und des „The Africa Roundtable“ der Global Perspective Initiative (GPI). Wolfgang Niedermark fasst seine Eindrücke wie folgt zusammen:
Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz: Bundesregierung bremst deutsche Unternehmen aus
„Um im globalen Wettbewerb dauerhaft konkurrenzfähig zu bleiben, müssen deutsche Unternehmen ihre Lieferketten und Absatzmärkte stärker diversifizieren. Die afrikanischen Märkte spielen hierbei eine immer wichtiger werdende Rolle“, so Wolfgang Niedermark, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung. Das neue Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) konterkariert jedoch die Diversifizierungsbemühungen.
Afrika-Strategie des Bundesentwicklungsministeriums
Zur neue Afrika-Strategie des Bundesentwicklungsministeriums äußert sich Wolfgang Niedermark, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung: „Afrika-Strategie trägt der rasant wachsenden strategischen und wirtschaftlichen Bedeutung des Kontinents im Kontext eines globalen Systemwettbewerbs nicht genügend Rechnung.“
Chancenkontinent Afrika: Afrika-Aktivitäten des BDI
Wirtschaftlich betrachtet ist Afrika als Nachbarkontinent Europas heute wichtiger als je zuvor. Grund dafür sind die immer wichtigeren Rohstoffvorkommen wie seltene Erden, Kobalt, Erdöl und Erdgas. Doch es ist nicht Europa, welcher als wichtigster Handelspartner Afrikas fungiert, sondern das geographisch weitaus entferntere China. Welche Entwicklungen müssen weiterhin vorangebracht werden damit aus dem Chancenkontinent keine vertane Chance wird?
EPAs: Entwicklung durch Handel?
Trotz Einigung zwischen der EU und den afrikanischen Regionen über die Inhalte der Economic Partnership Agreements (EPAs) unterzeichnen einige afrikanische Länder das Handelsabkommen nicht. Sie wollen an den Verhandlungstisch zurückkehren. Die EU lehnt dies allerdings ab. Im Interview spricht Afrika-Experte Helmut Asche darüber, wie das Problem gelöst werden kann.
Perspektiven schaffen: Wirtschaft für Entwicklung
Mit der Initiative „Perspektiven schaffen“ bekommen Unternehmen konkrete Zugangsmöglichkeiten zu den Wachstumsmärkten in Ostafrika. Für ein „Mehr“ an Kooperation mit Afrika warb BDI-Präsident Dieter Kempf bei der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft und betonte, dass die großen Marktchancen von deutschen Unternehmen bei weitem nicht ausgeschöpft seien.
Deutsche Wirtschaft engagiert sich in Ostafrika
Afrika ist im Wandel und wichtiger Zukunftsmarkt für die deutsche Industrie. Deutsche Unternehmen in der Region streben daher eine langfristige geschäftliche Beziehung an. „Wir wollen Partner auf Basis einer zuverlässigen Zusammenarbeit sein, keine Geber“, unterstrich Stefan Mair, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung, auf der ersten „East African Business and Entrepreneurship Conference“ in Nairobi, Kenia.
African Ambassadors′ Dialogue 2016 – Business meets Politics
„Afrika hat großes wirtschaftliche Potenzial”, sagte Heinz-Walter Große, Vorsitzender der Subsahara Afrika Initiative der Deutschen Wirtschaft (SAFRI), beim African Ambassadors’ Dialogue Mitte Februar in Berlin.