Small Mid-Cap Companies (SMC): Potenziale entschlossen heben
Gezielte EU-Mittelstandspolitik braucht relevante Unternehmenskategorien. Zwar gibt es viele „kleinste, kleine und mittlere Unternehmen“ (KMU), sie sind aber nur ein Teil der ausdifferenzierten Unternehmenslandschaft von Mittelstand und Familienunternehmen. Die ergänzende Kategorie „Small Mid-Cap Company“ (SMC) bildet stärker auch den industriellen Mittelstand ab. Das bietet Vorteile, um europäisch und national spürbare Politik für wettbewerbsfähige Unternehmen, innovative Wertschöpfung und rentable Arbeitsplätze zu machen. Es gilt die Kategorie SMC zügig und in der Breite einzuführen sowie umfassend zu operationalisieren.
Europäische KMU-Definition und Mid-Caps zukunftsfest machen
Die EU-Definition von kleinsten, kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) wird in aktueller Form den Besonderheiten von Mittelstand und Familienunternehmen am Standort Deutschland nicht gerecht. Es ist überfällig, relevante Größenordnungen bei den Schwellenwerten für Personal und Finanzen zu setzen und qualitative Kriterien zu berücksichtigen. Hilfreich wäre auch, „Mid-Caps“ als ergänzende Kategorie zu sehen und mittelstandspolitisch zu berücksichtigen.
Wachstumschancengesetz: Was bringt es der Wirtschaft?
Um die Wachstumschancen für die Wirtschaft zu erhöhen, Investitionen und Innovation in neue Technologien zu ermöglichen und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland zu stärken, hat die Koalition ein „Wachstumschancengesetz“ auf den Weg gebracht. Damit sollen mit einem jährlichen Volumen von rund sieben Milliarden Euro zielgerichtete steuerliche Maßnahmen für die Unternehmen ergriffen werden.
Etwas ratlos vor der politischen Praxis in Europa
Als Familienunternehmer in sechster Generation und als Vorsitzender des BDI/BDA-Mittelstandsausschusses ist Hans-Toni Junius ein überzeugter Europäer. Ein Jahr vor der Europawahl beschreibt er, was er von Brüssel wahrnimmt und von dort erwartet. Gleichzeitig fordert er Mittelständler dazu auf, die Vorteile der EU auch in den Betrieben klar zu benennen und sich beherzt für Europa zu engagieren.
Mid-Caps ergänzend zu KMU als Unternehmenskategorie einführen
„Mittelstand“ für gezielte Politik zu definieren, bleibt eine Aufgabe in Berlin und Brüssel. Die EU hat 2005 mit Schwellenwerten kleinste, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) definiert. Aus dem Blick geraten dabei viele Unternehmen des industriellen Mittelstands. Daher sollte die Politik zügig auch „Mid-Cap Unternehmen“ ergänzend als Kategorie einführen. Hilfreich wäre, parallel dazu die KMU-Definition zu überprüfen.
Ein verpflichtender Wettbewerbsfähigkeits-Check für europäische Gesetze
Die EU-Gesetzgebung sollte die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen künftig stärker berücksichtigen, fordert der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) in einer aktuellen Stellungnahme. Der BDI hat sich die Vorschläge näher angesehen.
EU-Regeln für Künstliche Intelligenz: Wettbewerbsvorteil oder Überregulierung?
Nachdem die EU-Kommission im Februar vergangenen Jahres das Weißbuch zur Künstlichen Intelligenz (KI) vorgestellt hatte, wurde im April 2021 ein Legislativvorschlag zum Einsatz von KI veröffentlicht. Der BDI begrüßt den technologieoffenen und risikobasierten Ansatz der EU-Kommission. Ein auf europäischen Werten basierender Ansatz kann einen Wettbewerbsvorteil für europäische Unternehmen schaffen, darf aber auf keinen Fall innovationshemmend wirken.
Europäisches Nachhaltigkeitsreporting (CSRD)
Mit der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) droht ein europäischer Alleingang in der Nachhaltigkeitsberichterstattung, der den kapitalmarktorientierten Unternehmen doppelte Berichtspflichten aufbürdet und insbesondere die neu berichtspflichtigen Unternehmen durch die Detailtiefe und Komplexität der europäischen Berichtspflichten über die Maße belasten wird. Der BDI stellt die wesentlichen Kritikpunkte der deutschen Wirtschaft zusammen.
Die Partnerschaft mit der Schweiz neu gestalten
Viele Unternehmen aus Deutschland und der Schweiz pflegen langjährige intensive Wirtschaftsbeziehungen. Die deutsche Wirtschaft bedauert daher den Abbruch der Verhandlungen mit der Schweiz zum Institutionellen Rahmenabkommen. Es sind bereits erhebliche wirtschaftliche Störungen im Handel aufgetreten. Die Wirtschaft fordert beide Seiten auf, konstruktive Gespräche zügig wieder aufzunehmen. Die EU sollte sich offen zeigen für ein Modell mit möglichst enger wirtschaftlicher Bindung.
#WirMachen Mittelstand: Empfehlungen für die 20. WP
Der Mittelstand ist ein Garant für die dynamischen Wettbewerbsvorteile der deutschen Industrie und für die nachhaltige Resilienz der sozialen Marktwirtschaft. Gleichzeitig leiden gerade Mittelstand und Familienunternehmen von allein hausgemachten Belastungen im internationalen Wettbewerb. Für einen zukunftsfähigen Mittelstand braucht Deutschland mehr finanziellen Spielraum für Investitionen in Innovation und Arbeitsplätze, weniger bürokratische Belastungen sowie leistungsfähige Lieferketten und resiliente Wertschöpfungsverbünde.
Für einfache Ursprungsregeln: Zollsenkungen an den Außengrenzen nutzbar machen
Ursprungsregeln legen fest, wann eine Ware unter den präferenziellen Bedingungen eines Freihandelsabkommens (FTA) gehandelt werden kann. Sie sollen Handelsumlenkungen verhindern. Allerdings erhöhen sie die Komplexität von Handelsabkommen deutlich. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) leiden unter den zusätzlichen bürokratischen Kosten. Ursprungsregeln sollten daher vereinfacht und harmonisiert werden.
Die Steuerbelastung der Unternehmen in Deutschland
Der Reformstillstand im deutschen Unternehmensteuerrecht fällt hiesigen Betrieben zunehmend zur Last. Der einzigartige konjunkturelle Einbruch in 2020 bietet die Chance, endlich ein Steuerrecht zu schaffen, welches Zukunftsinvestitionen, Innovationen und Wachstum in Deutschland voranbringt. Dieses setzt eine international wettbewerbsfähige Gesamtbelastung von 25 Prozent, eine einheitliche Unternehmenssteuer und strukturelle Modernisierungen voraus.
BDI begrüßt Vorschläge der EU-Kommission zur Stärkung des EU-Binnenmarkts
Der im März 2020 veröffentlichte Bericht der EU-Kommission über Hindernisse im Binnenmarkt sowie der Aktionsplan zur besseren Um- und Durchsetzung von Binnenmarktregeln sind ein wichtiger Impuls, grenzüberschreitende wirtschaftliche Tätigkeit im EU-Binnenmarkt zu vereinfachen. Der BDI begrüßt diesen Vorstoß der Kommission ausdrücklich und fordert diese dazu auf, ihre Ankündigungen schnellstmöglich umzusetzen.
Innovationsindikator 2020
Deutschland gehört auf dem vierten Platz noch zur Spitzengruppe der innovationsstärksten Länder, droht aber ins Mittelfeld abzurutschen. Die Schweiz hat die Spitze erklommen und liegt mit großem Abstand 20 Indexpunkte vor Deutschland. Um Deutschlands Innovationskraft nachhaltig zu stärken sind dringend Infrastrukturinvestitionen notwendig und kluge Entscheidungen der Bundesregierung, um das 3,5-Prozent-Ziel für Forschung und Entwicklung konsequent umzusetzen.
Innovationsindikator 2018
Platz vier im Gesamtranking – das ist das Ergebnis des aktuellen BDI-Innovationsindikators, der Deutschlands Innovationsleistung mit weiteren 34 Nationen vergleicht. Der Abstand zur Spitze wächst trotz gleicher Platzierung wie im Vorjahr, denn unsere Dynamik schwächelt. Umso mehr muss die Bundesregierung nun dafür sorgen, dass die Hightech-Strategie 2025 die Unternehmen besser erreicht und den Innovationsstandort Deutschland nachhaltig stärkt.
Die größten Familienunternehmen in Deutschland I/2018
Startups und industrieller Mittelstand werden oft als unterschiedliche Welten wahrgenommen. Dabei können beide voneinander profitieren, wenn sie sich für eine Zusammenarbeit entscheiden: Türen zu neuen Prozessen und Produkten können geöffnet, innovative Betriebswege beschritten werden. Die Umfrage unter den größten Familienunternehmen Deutschlands zeigt, dass viele Unternehmen die Chancen einer Kooperation mit Startups erkennen und sich damit für Herausforderungen der Zukunft aufstellen.
Die europäische KMU-Definition zukunftsfest machen
Seit Frühjahr 2018 arbeitet die EU-Kommission daran, wie die europäische Definition von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) künftig aussehen soll. Der BDI will gerade industrielle Mittelständler in finanzielle Förderung und bürokratische Entlastung einbeziehen. Er wirbt daher für höhere personelle und finanzielle Schwellenwerte sowie für mehr Flexibilität. Noch dazu sollten qualitative Kriterien berücksichtigt werden.
Angemessenes regulatorisches Umfeld für KMU-Börsengänge
Ein besseres Umfeld für Börsengänge kann der Finanzierung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) helfen. In einem Beitrag zur Folgenabschätzung der EU-Kommission betont der BDI, wie bedeutsam eine integrative Sicht aller Finanzierungsinstrumente und eine gezielte Überarbeitung der KMU-Definition sind.
Mid Caps – Bedeutung des größeren Mittelstands für die deutsche Wirtschaft
Die EU geht in ihrer Wirtschaftspolitik von einer klaren Trennung des Unternehmensbestandes zwischen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und Großunternehmen aus. Gerade die Industrie ist aber durch größere Mittelständler geprägt. Dieser Umstand sollte durch die Einbeziehung von Mid Caps in die KMU-Definition stärker berücksichtigt werden, meint Klaus-Heiner Röhl, Senior Economist des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.
BDI/A.T. Kearney-Mittelstandspanel 2017
Die Stimmung im Mittelstand ist euphorisch. Mit 60 Prozent schätzen die meisten Unternehmen ihre Geschäftslage als gut oder sehr gut ein. Gleichzeitig wird die Stimmung durch äußere Umstände getrübt: Der größer werdende Fachkräftemangel bremst die Digitalisierung der Mittelständler aus. Außerdem werden der Brexit sowie nationalistische Strömungen innerhalb der EU zum Problem. Die Herausforderungen für die Bundesregierung sind groß.