Critical Raw Materials Act: Richtige Ziele gesetzt, Instrumente zur Umsetzung vernachlässigt
Anlässlich der Vorstellung des Entwurfs zum Critical Raw Materials (CRM) Act äußert sich Wolfgang Niedermark, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung: „Der CRM Act setzt die richtigen Ziele, vernachlässigt aber die Instrumente für eine erfolgreiche Umsetzung.“
Reform des Innovationssystems zur Bewältigung aktueller Krisen
Das deutsche Innovationssystem braucht eine Frischzellenkur: Forschungsergebnisse müssen schneller in erfolgreiche Innovationen umgesetzt, Genehmigungsverfahren beschleunigt und staatliche Innovationsstrategien industrienah ausgerichtet werden. In der aktuellen geopolitischen Situation braucht Deutschland einen Innovationsschub, um fossile Energieträger und Rohstoffe zu substituieren und Schlüsseltechnologien weiterzuentwickeln und erfolgreich anwenden zu können.
Rohstoffabbau in Konfliktregionen
In zahlreichen Gebrauchsgegenständen, wie etwa einem Mikrochip, finden sich metallische Rohstoffe – darunter meist auch Wolfram, Tantal, Zinn und Gold. Diese gelten heute als „Konfliktrohstoffe“, weil sie in Regionen abgebaut werden, in denen seit vielen Jahren Krieg herrscht. Trocknet man den Handel der Konfliktparteien aus, so die Hoffnung, würde das auch die Konflikte eindämmen. An der Umsetzung aber scheiden sich die Geister.
Von der Mine zur Maus: So funktioniert die Rohstofflieferkette
Von winzigen Chips in Smartphone und Co. bis hin zu kompletten Haushaltsgeräten sind wir von einer komplexen Lieferkette abhängig. Diese beginnt beim Abbau von Grundstoffen wie Kupfer, Silizium, Erdöl oder seltenen Erden, geht über Rohstoffbörsen, Veredelungen und Zwischenhändler und endet nach mehreren Zwischenstationen in der Montage zum Endprodukt.
EU-Initiative zum Bezug von Rohstoffen aus Konfliktregionen
Die unterzeichnenden Verbände unterstützen das Anliegen der Europäischen Union, die Verbindung zwischen Konflikten in Krisenländern und dem Handel mit Rohstoffen zu durchbrechen. In Bezug auf die geplante EU-Verordnung zum verantwortungsvollen Bezug von Rohstoffen aus Konfliktregionen, sprechen sich die unterzeichnenden Verbände dafür aus, den ursprünglichen Vorschlag der Europäischen Kommission beizubehalten und dessen Regeln zu konkretisieren. Der BDI plädiert außerdem für eine weniger komplexe, dafür umsetzbare und wirksame Verordnung sowie für eine Priorisierung von Initiativen der Herkunftsländer.