Rohstoffkongress: Mehr Rohstoffsouveränität wagen – wie wird unsere Versorgung resilienter?
Beim Rohstoffkongress forderte BDI-Präsident Siegfried Russwurm, dass Deutschland endlich mehr in seine Rohstoffsicherheit investiert. Rohstoffe sind für die Zukunft Deutschlands als Industrieland und für unsere nationale Sicherheit unverzichtbar. Die Politik muss die heimische Förderung und Verarbeitung unterstützen, bestehende und neue Rohstoffkooperationen stärken sowie die Kreislaufwirtschaft ausbauen. Die Bedeutung von Rohstoffen muss in dem Köpfen von Politik und Gesellschaft ankommen.
EU Critical Raw Materials Act: Richtige Ziele, Umsetzung offen
Die Abhängigkeit Deutschlands und Europas von mineralischen Rohstoffen wie Seltenen Erden aus China ist bereits heute größer als es jene bei Erdöl und Erdgas aus Russland war. Der zunehmende Systemwettbewerb mit autokratischen Regimen lässt die Versorgungsrisiken weiter steigen. Mit dem EU Critical Raw Materials Act sendet die Europäische Kommission ein wichtiges Signal zur Stärkung der europäischen Souveränität im Rohstoffbereich. Zentrale Instrumente zur Umsetzung fehlen aber.
Rohstoffe Made in Germany – Schlüssel für eine nachhaltige Wirtschaft
Heimische Rohstoffe sind neben Import- und Recyclingrohstoffen unabdingbar für das Gelingen der grünen und digitalen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft. Sie verringern die Importabhängigkeit und erhöhen die Versorgungssicherheit. Die Politik muss die richtigen Weichen stellen, damit Rohstoffe auch zukünftig wettbewerbsfähig aus heimischem Abbau gewonnen werden können.
Rohstoffversorgung nachhaltig und innovativ gestalten
Eine nachhaltige, sichere und innovative Rohstoffversorgung ist für das Industrieland Deutschland unabdingbar und Kernanliegen des BDI-Ausschusses für Rohstoffpolitik. Der Ausschussvorsitzende Herwart Wilms betont: „Wir brauchen den strategischen Dreiklang aus heimischen Rohstoffen, internationaler Handelsfreiheit und echter Kreislaufwirtschaft, um unser industrielles Herz in Deutschland weiter schlagen lassen zu können.“