Lateinamerika und Deutschland sollten mehr voneinander profitieren
Lateinamerika gilt als Wachstumsregion mit großem Potenzial – auch aktuell mit wenig Wachstum und in schwierigen Zeiten. Die Region hat da großen Bedarf, wo die deutschen Unternehmen viel zu bieten haben. Trotzdem bleibt das wirtschaftliche Engagement Deutschlands in der Region weit unter seinen Möglichkeiten. Verbesserte Rahmenbedingungen und neue Handelsabkommen könnten wichtige Impulse für einen Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen geben.
Mit EU-Mercosur-Abkommen weltweiten Handel stärken
Mit der Einreichung der Beschlussvorlage für das EU-Mercosur-Abkommen durch die EU-Kommission an den Rat im September 2025 ist ein entscheidender Schritt getan. Nun müssen die Mitgliedsstaaten alles daransetzen, dass die Ratifizierung zügig gelingt. Das Abkommen würde einen Markt von mehr als 700 Millionen Verbraucherinnen und Verbrauchern schaffen, eine der größten Handelszonen weltweit. Es eröffnet neue Chancen für Unternehmen, stärkt Wettbewerbsfähigkeit und erleichtert den Zugang zu wichtigen Märkten und Rohstoffen. Zugleich setzt es ein klares Signal für Offenheit und fairen, regelbasierten Handel in Zeiten zunehmenden Protektionismus.
40. Deutsch-Brasilianische Wirtschaftstage: Wichtiger Impulsgeber für EU-Mercosur-Abkommen
Auf der Konferenz vom 22. bis 24. September in Wolfsburg haben wir intensiv für den Abschluss des EU-Mercosur Handelsabkommen getrommelt. Alle Teilnehmenden waren sich über die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Vorteile einig, die das Abkommen in dieser Größenordnung mit sich bringt.
EU-CELAC-Gipfeltreffen in Brüssel
Wolfgang Niedermark, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung, sagt anlässlich des EU-CELAC-Gipfeltreffens in Brüssel: „Das erste Gipfeltreffen der EU mit den Lateinamerika- und Karibikstaaten nach acht Jahren ist ein erster wichtiger Schritt, um wieder Fahrt in den Beziehungen aufzunehmen.“
Europa möchte Kooperation mit Lateinamerika und Karibik ausbauen
Im Juni hat die Europäische Union eine neue Agenda für die Beziehungen der EU mit Lateinamerika und Karibik veröffentlicht. BDI und LADW begrüßen diese Initiative. Die neue geopolitische Realität hat großen Einfluss auf internationale Wirtschaftsbeziehungen. Der Wunsch nach Diversifizierung der Märkte ist groß und Lateinamerika hat viel zu bieten. Diese Ansicht teilt auch die EU und schlägt in ihrer Zusammenarbeit folgende Schwerpunkte vor.
Exportbilanz weniger gut als es scheint
Zu den Exportzahlen sagt BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner: „Exportbilanz fällt weniger gut aus, als es scheint“
EU und Mercosur: Starkes Signal für verlässliche Handelsregeln
Zur politischen Grundsatzeinigung über das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Mercosur Ende Juni 2019 äußert sich BDI-Präsident Dieter Kempf: „Der Abschluss hat eine kaum zu überschätzende strategische Dimension in einer zunehmend protektionistischen Welt.“