Young Leaders 2026: 360 Grad Resilienz – unerschütterlich in einer Welt im Wandel
360° Resilienz – unerschütterlich in einer Welt im Wandel. Unter diesem Motto sind in dieser Woche mehr als 30 junge Führungskräfte aus Mittelstand, Beratung und Industrie nach Berlin gekommen.
Vorschläge zur Modernisierung der Thesaurierungsbegünstigung
Die Thesaurierungsbegünstigung wurde geschaffen, um das Eigenkapital des industriellen Mittelstands zu stärken. Ziel der Vorschrift ist es: Kapital- und Personengesellschaften sollen in gleicher Höhe steuerlich belastet werden. Dieses Ziel verfehlt die Vorschrift jedoch deutlich – zu komplex und aufwendig ist sie in der Anwendung. Die Vorschrift muss daher dringend praxistauglich reformiert werden.
Thesaurierungsbegünstigung verbessern
Die Thesaurierungsbegünstigung wurde 2008 eingeführt, um Reinvestitionen bei Personenunternehmen im Vergleich zu Kapitalgesellschaften steuerlich nicht länger zu benachteiligen. Zwar wurden in den letzten Jahren einige gesetzgeberische Fehler beseitigt, es bestehen jedoch weiterhin formale Hürden und Benachteiligungen, die eine Inanspruchnahme für viele Unternehmen unattraktiv machen.
Bürokratieabbau bleibt Schlüsselthema für die deutsche Industrie
Die deutsche Industrie – vom börsennotierten Konzern bis zum mittelständischen Familienunternehmen – ist auf einen effizienten und unkomplizierten Rechtsrahmen angewiesen. Unnötige Bürokratie kostet Zeit und Geld, hemmt Innovationen und vergrößert den Standortnachteil. Insbesondere der industrielle Mittelstand leidet unter der Vielzahl staatlicher Vorgaben, da ihm oft die Ressourcen fehlen, um komplexe Anforderungen zu bewältigen. Der Abbau kostenintensiver Bürokratie ist daher Mittelstandspolitik im besten Sinne.
Konjunkturimpuls? Bürokratieabbau!
Angesichts konjunktureller Schwäche und schwindender Wettbewerbsfähigkeit ist die Diskussion über gezielte Entlastungen für den Standort Deutschland berechtigt – und dringend nötig. Ein Fünftel der deutschen Industriewertschöpfung steht mittelfristig auf dem Spiel. Wer weniger Bürokratie wagt und besseres Recht setzt, kann allerhand Potenziale heben. Das Bürokratieentlastungsgesetz IV blieb allerdings hinter den Erwartungen zurück – jetzt braucht es einen systematischen, entschlossenen Abbau überflüssiger Vorschriften.
Bürokratie systematisch abbauen
Bürokratie setzt die Wirtschaft am Standort Deutschland unter Druck. Um Wettbewerbsfähigkeit zurückzugewinnen, braucht es nicht nur kurzfristigen Bürokratieabbau, sondern strukturelle Verbesserungen. BDI und BDA schlagen u.a. mehr Eigenverantwortung durch eine vertrauensbasierte Regulierung sowie Instrumente für eine bessere Rechtsetzung vor, um Bürokratie systematisch abzubauen.
What does the future hold for industrial Mittelstand in Germany?
German Mittelstand-companies are under pressure. The global and European environments are becoming increasingly confusing. The business-location is showing economic and structural weaknesses. Markets as well as value-creation-networks and supply-chains are volatile. Companies are facing challenges in their digital and ecologic transformations. What scenarios in 2030 will the industrial Mittelstand have to prepare for? In this interview, family entrepreneur Hans-Toni Junius shares his perspectives.
Handlungsempfehlungen zur Zukunft des industriellen Mittelstands
Im Herbst 2024 sind industrielle Mittelständler und Familienunternehmen in Deutschland – teilweise existenziell – unter Druck. Mit unterschiedlichen Szenarien zur Zukunft des industriellen Mittelstands in Deutschland 2030 will der BDI sowohl Politik wie auch Unternehmen dazu anregen, trotz aktuell komplexer und unübersichtlicher Zeiten gut begründet zu navigieren. Die Handlungsempfehlungen bauen auf den Zukunftsszenarien für den Mittelstand auf und zeigen Wege auf, das Regulierungsumfeld für den industriellen Mittelstand zu verbessern.
Scenario 3: Deeper European Integration for Resilience
The increasing withdrawal of the USA from Europe is creating momentum for deeper EU integration with security policy as a new nucleus. This also creates space for joint strategies in other fields, such as the data economy, raw materials, energy and the capital market. European cross-border innovation and value creation alliances are asserting themselves in a world with high volatility and rapidly changing alliances.
The scenario method approach
Scenarios are not predictions of future developments, but are to be understood as sharpened figures of thought or thought experiments. They help us to better understand the world and to categorise present events in medium to long-term future contexts.
Scenario 4: Germany in a World Disorder with Bloc Formation
The systemic conflict between the USA and China is escalating into a decoupling of global trade activities. Germany's industrial SMEs are being put to an existential test. The loss of supplier relationships and sales markets must be compensated for in this challenging environment. There will be a long-term loss of prosperity in Germany.
Scenario 2: National Transformation Efforts
In response to the crises of the 2020s, decisive political, entrepreneurial and social reactions are setting the course for an economic upturn in Germany, driven by a leading role in the digital and green transformation. For example, infrastructure modernisation is being accelerated and the social value of performance orientation is increasing. The accelerated pace of transformation offers opportunities, but also challenges for SMEs.
Scenario 1: Delayed Modernisation
Party political tactics are preventing rapid reforms and investments, extremist forces are gaining ground. Germany is falling further behind in the competition between business locations. There is a gradual loss of competitiveness and innovative capacity in the German economy, while powerful companies from abroad are catching up. The intra-European and global disparity in location factors is leading to the relocation of large companies and SMEs, and value creation networks are disintegrating in some cases.
Extreme Scenario: Germany in a disintegrating European Union
The extreme scenario as a thought experiment: As a result of massive tensions between the member states, which lead to an extreme blockade policy, the states agree to abolish the EU treaties. In the course of this, the euro is also abolished as a common currency and the Bundesbank reintroduces the Deutschmark. Resentments that were thought to have been overcome long ago resurface. All former EU states slide into a massive recession. Companies and politicians try to reorganise themselves in a panic.
Die Idee einer „Gesellschaft mit gebundenem Vermögen“
Die Berliner Stiftung „Verantwortungseigentum“ hat Anfang 2021 einen Regelungsvorschlag für eine „Gesellschaft mit gebundenem Vermögen“ entworfen, der Eingang in den Koalitionsvertrag gefunden hat. Der Vorschlag beruht auf der Idee, einen rechtlichen Rahmen für Unternehmen mit einem treuhänderischen Unternehmensverständnis zu schaffen. Diese Rechtsform ist aus Sicht des BDI weder geeignet noch erforderlich für die Zielsetzung eines nachhaltigen und verantwortungsvollen Unternehmertums.
Ein Cent macht den Unterschied
Ob ein öffentlicher Bauauftrag für 5.538.000 Euro oder 5.537.999,99 Euro an einen Bieter vergeben wird, hat erhebliche Auswirkungen auf den Rechtsschutz. Während die Vergabe eines Bauwerks ab 5.538.000 Euro einem effektiven vergaberechtlichen Rechtsschutz unterliegt, der die unrechtmäßige Vergabe an einen Mitbewerber unterbinden kann, besteht dieser für Aufträge unterhalb dieses Schwellenwertes nicht. Der BDI fordert eine Angleichung.
Mikroelektronik
Die Modernisierung und Digitalisierung der deutschen Verwaltung stehen vor großen Herausforderungen. Unternehmen und Bürgerinnen sind unzufrieden, und die Industrie ist auf eine funktionierende Verwaltung angewiesen. Die deutsche Industrie fordert konkrete Maßnahmen, um die Verwaltungsmodernisierung voranzutreiben.
Verwaltungsmodernisierung: Dringender Handlungsbedarf für die Industrie und die Gesellschaft
Die Modernisierung und Digitalisierung der deutschen Verwaltung stehen vor großen Herausforderungen. Unternehmen und Bürgerinnen sind unzufrieden, und die Industrie ist auf eine funktionierende Verwaltung angewiesen. Die deutsche Industrie fordert konkrete Maßnahmen, um die Verwaltungsmodernisierung voranzutreiben.
Europäische KMU-Definition und Mid-Caps zukunftsfest machen
Die EU-Definition von kleinsten, kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) wird in aktueller Form den Besonderheiten von Mittelstand und Familienunternehmen am Standort Deutschland nicht gerecht. Es ist überfällig, relevante Größenordnungen bei den Schwellenwerten für Personal und Finanzen zu setzen und qualitative Kriterien zu berücksichtigen. Hilfreich wäre auch, „Mid-Caps“ als ergänzende Kategorie zu sehen und mittelstandspolitisch zu berücksichtigen.
Eckpunkte Bürokratieentlastungsgesetz
Drei Bürokratieentlastungsgesetze hat die Ampelregierung schon verabschiedet, die jüngsten Eckpunkte hat sie bei ihrer Herbst-Klausurtagung vorgelegt. Doch der Vorstoß enttäuscht mit viel Klein-Klein. Die Wirtschaft hatte auf einen großen Wurf mit einer schnellen, breiten Entlastung gehofft. So droht der Standort im internationalen Wettbewerb weiter an Boden zu verlieren. Der BDI macht der Politik 17 Vorschläge, wie sich Regeln und Vorschriften für Unternehmen noch in dieser Legislaturperiode spürbar vereinfachen lassen.