China-Strategie – Derisking aber kein Decoupling ist richtiger Ansatz
Offen adressiert die neue China-Strategie die Risiken im Umgang mit China. Insgesamt setzt die Bundesregierung die richtigen Schwerpunkte – doch bei der konkreten Ausgestaltung einiger Maßnahmen bleiben noch Fragen und Fallstricke. Vorsicht ist vor allem geboten, Handlungsspielräume von Unternehmen zu engmaschig kontrollieren oder einschränken zu wollen. Wie die China-Strategie im Detail aussieht und was sie konkret für deutsche Unternehmen mit China-Geschäft bedeutet, erklärt BDI-China-Expertin Patricia Schetelig im Interview.
Neues Momentum für die Globalisierung
Deutschlands wirtschaftlicher Erfolg hängt in hohem Maße vom Außenhandel ab. Die aktuellen geoökonomischen und geopolitischen Ereignisse erfordern von der Politik international konkurrenzfähige Anreize für aus- und inländische Direktinvestitionen. Zudem ist eine sowohl nationale als auch globale Sicherheits- und Wirtschaftsinteressen übergreifende Strategie notwendig.
Chinas Wirtschaftspolitik als Herausforderung für die europäische Wirtschaft
Aus Chinas 14. Fünfjahresplan (2021–2025) und den langfristigen Plänen bis 2035 geht deutlich hervor, dass technologische Selbstständigkeit und globale Führung bei Zukunftstechnologien für Chinas Machthaber eine zentrale Rolle einnehmen. Auch ausländischen Beobachtern ist spätestens seit der 2015 ins Leben gerufenen Initiative »Made in China 2025« klar, dass die Volksrepublik in den entscheidenden Technologien der kommenden Jahrzehnten mit aller Macht an die Weltspitze drängt.
Die europäische Alternative: Unser Weg in Zeiten des globalen Umbruchs
Europa steht vor einer Zeitenwende: Welchen Weg will unser Kontinent gehen – technologisch, sozial, politisch und ökonomisch? Der BDI hat in einem Sammelband zahlreiche Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Politik eingeladen, gemeinsam an einem neuen Leitbild für Europa mitzuarbeiten.