Reformvorschläge zur deutschen Quellenbesteuerung
Das Quellensteuerabzugsverfahren hat für die deutsche Wirtschaft eine hohe Bedeutung, insbesondere bei Lizenzvereinbarungen mit ausländischen Tochtergesellschaften. Dieses Verfahren verursacht jedoch unverhältnismäßigen Aufwand in der Unternehmenspraxis. Der BDI macht daher konkrete Vereinfachungsvorschläge für eine Reform des Erstattungs- und Freistellungsverfahrens beim Quellensteuerabzug.
Digitalisierung und KI im Steuerrecht
Die weitere Digitalisierung des Steuerrechts unter Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) gehört zu den dringend erforderlichen Verbesserungen der steuerlichen Rahmenbedingungen in Deutschland. Digitale Steuerverfahren sind ein entscheidender Standortvorteil für die Unternehmen im internationalen Wettbewerb und gerade angesichts der demografischen Entwicklung unverzichtbar.
5 Punkte-Plan zur Steuerpolitik in der 21. Legislaturperiode
Der BDI schlägt einen „5 Punkte Plan zur Steuerpolitik“ mit steuerlichen Sofortmaßnahmen für Wirtschaftswachstum vor. Attraktive steuerliche Rahmenbedingungen sind für die deutschen Unternehmen ein entscheidender Wachstumsimpuls. Die deutsche Wirtschaft braucht daher in der 21. Legislaturperiode kräftigen Rückenwind durch eine Steuerpolitik, die den Standort Deutschland stärkt. Die neue Bundesregierung muss endlich mutige Reformschritte in der Steuerpolitik umsetzen, um Innovationen, Wachstum und Beschäftigung in Deutschland zu sichern.
Bewertung der Vorschläge der Expertenkommission „Vereinfachte Unternehmensteuer“
Regierungsentwurf zur deutschen CSRD-Umsetzung beschlossen
Das Kabinett hat den Regierungsentwurf der deutschen Umsetzung der CSRD beschlossen. Das Gesetz sieht im Wesentlichen eine Eins-zu-eins-Umsetzung der europäischen Vorgaben vor. Dennoch besteht weiterhin die Notwendigkeit, im parlamentarischen Verfahren Nachbesserungen vorzunehmen. In einem Webtalk wird der BDI zusammen mit dem DRSC, econsense und EY die Neuerungen des Entwurfs besprechen sowie weitere Umsetzungshilfen anbieten.
Anpassung der internationalen Konzernfinanzierung – Kritik an nationalen Alleingängen
Die Verschärfungen im Außensteuergesetz zur Regulierung konzerninterner Finanzierungen stoßen auf Kritik. Experten warnen vor unnötiger Bürokratie und dem Risiko von Doppelbesteuerungen. Unternehmen fordern eine stärkere Orientierung an den internationalen OECD-Verrechnungspreisleitlinien, um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands nicht zu gefährden.
Wettbewerb der Steuersysteme
Steuerliche Rahmenbedingungen sind für die deutschen Unternehmen ein zentraler Standortfaktor. Der internationale Vergleich zeigt: Deutschland braucht dringend wettbewerbsfähige steuerliche Rahmenbedingungen und kann derzeit bei einer Vielzahl von Faktoren im globalen Standortwettbewerb nicht mithalten. Der BDI zeigt anhand von konkreten Vorschlägen auf, wo entscheidende Weichenstellungen in Deutschland notwendig sind.
Digitalisierung des Steuerrechts bereits in der Gesetzgebung mitdenken
Schon im Gesetzgebungsprozess ist die digitale Umsetzung und Befolgung neuer Steuerrechtsnormen essenziell. Seit Anfang Januar 2023 erfolgt der Digitalchecks durch den Nationalen Normenkontrollrat im Rahmen seines gesetzlichen Auftrags. Ziel muss es sein, dass die digitale Umsetzbarkeit ein fester Bestandteil eines jeden steuerlichen Gesetzgebungsverfahrens ist.
Digitalisierung des Steuerrechts – dringender Handlungsbedarf in Deutschland
Die Umstellung auf ein digitaltaugliches Steuerrecht ist eine der vordringlichen steuerpolitischen Herausforderungen. In Deutschland besteht erheblicher Handlungsbedarf. Angesichts der knappen Ressourcen sowohl in Unternehmen als auch in der Finanzverwaltung sind jetzt weitreichende Verbesserungen und Fortschritte notwendig.
Optionsmodell: Wichtiger Schritt zur rechtsformneutralen Besteuerung
Der Gesetzgeber hat mit dem Optionsmodell die seit Langem geforderte rechtsformneutrale Besteuerung auf den Weg gebracht. Damit werden Personenunternehmen gerade im internationalen Bereich wettbewerbsfähiger. Es sind jedoch noch Anpassungen notwendig, damit das Modell tatsächlich bei vielen Unternehmen Anwendung finden kann.
Das Optionsmodell zur Körperschaftsbesteuerung
Der Gesetzgeber hat zum Ende der 19. Legislaturperiode das Optionsmodell verabschiedet, mit dem die Personenunternehmen den Kapitalgesellschaften steuerlich gleichgestellt werden. Dies soll Personenunternehmen im nationalen und internationalen Wettbewerb stärken und erhöht zudem die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Deutschland für ausländische Unternehmen.
Rechts- und Planungssicherheit (Tax Certainty) gewährleisten
Die Anzahl internationaler Besteuerungskonflikte ist stark gestiegen. Um Unternehmen vor dem Risiko der Doppelbesteuerung zu schützen, müssen Verfahren zur Streitbeilegung und Streitvermeidungsmechanismen optimiert sowie ihre Effizienz verbessert werden.
Ausgewählte Vorschläge für einen gezielten Abbau von Bürokratie
Herausforderungen bei der Implementierung eines steuerlichen innerbetrieblichen Kontrollsystems
Der Leitfaden für ein steuerliches innerbetriebliches Kontrollsystem spiegelt das Know-how und die praktischen Erfahrungen der Industrieunternehmen wider und wurde im Zusammenspiel mit den Mitgliedern des BDI in intensiven Erörterungen und Praxisseminaren entwickelt. Ziel ist es, den Unternehmen eine Hilfestellung bei der Implementierung steuerlicher innerbetrieblicher Kontrollsysteme zu geben, um einen Beitrag für mehr Rechtssicherheit der Unternehmen zu leisten.
Steuerpolitik
Steuerliche Rahmenbedingungen für Forschung und Entwicklung
Die Digitalisierung und globale Vernetzung bringen starke strukturelle Veränderungen mit sich. Zwar waren die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die deutsche Wirtschaft noch nie so günstig, doch fällt das Wachstum der deutschen Wirtschaftsleistung für 2016 vergleichsweise bescheiden aus. Um in zukünftigen Feldern erfolgreich zu sein, sind u.a. verstärkte Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E) notwendig. Dafür braucht es eine steuerliche F&E-Förderung.