Deutsches Ressourceneffizienzprogramm setzt neue Akzente
Mit der dritten Auflage ProgRess III berücksichtigt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) insbesondere nachhaltige Ressourcennutzung und -lieferung sowie Aspekte der Kreislaufwirtschaft und Digitalisierung. Bewährte Maßnahmen der vorherigen Auflagen wie die Innovationsförderung werden dabei fortgesetzt. Der BDI begrüßt die Fortschreibung des Programms und wird dessen Umsetzung konstruktiv begleiten.
Neue Europäische Ökodesign-Verordnung für fast alle Produkte
Recycelbares Material, längere Produktlebensdauer, verbesserte Reparaturfähigkeit – mit einer neuen Ökodesign-Verordnung möchte die Europäische Kommission nachhaltigen Produkten auf breiter Front zum Durchbruch verhelfen. Ein ambitionierter Regulierungsansatz, der nur mit einer ausreichenden Beteiligung der Produkthersteller Erfolg haben wird.
Ohne Nachhaltigkeit keine Sicherheit – und umgekehrt
Heutzutage fliehen mehr Menschen vor den Auswirkungen der Klimakrise als vor bewaffneten Konflikten. Die Nationale Sicherheitsstrategie der Bundesregierung legt daher einen ganzheitlichen Ansatz für die Sicherheit des Landes fest. Investitionen in Nachhaltigkeit tragen dazu bei, Menschen weltweit Wohlstand und Entwicklung zu ermöglichen und fördern auch unsere Sicherheit. Ohne Sicherheit gibt es weder Freiheit, noch Stabilität oder Wohlstand.
Unternehmen entlasten, Wirtschaft stärken
Immer mehr kumulative Regulierung droht, Investitionen zu verzögern, zu verhindern oder ins Ausland zu drängen. Gefragt sind politischer Wille zum Bürokratieabbau und Pragmatismus. Im Koalitionsvertrag hat die Ampel ein viertes Bürokratieentlastungsgesetz angekündigt. Grundlage für einen Referentenentwurf ist eine umfassende Verbändeabfrage des Bundesjustizministeriums Anfang 2023. Der BDI hat sich mit konkreten Entlastungsvorschlägen eingebracht.
Änderung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG)
Die Bundesregierung will zum Januar 2024 eine Vorgabe einführen, dass bei neu eingebauten Heizungen mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien eingesetzt werden. Für den BDI weist das Vorhaben in die richtige Richtung. Bei dem Gesetzentwurf vom März 2023 gibt es allerdings eine ganze Reihe dringender Änderungsbedarfe.
Zirkuläre Wirtschaft
In einer gemeinsamen Studie stellen Deloitte und BDI erstmals die volkswirtschaftliche Bedeutung einer zirkulären Wirtschaft mit den Potenzialen zum Klima- und Ressourcenschutz in einen Kontext. Das Fazit: Die zirkuläre Wirtschaft spielt eine Schlüsselrolle auf dem Weg hin zu einem klimaneutralen und wettbewerbsfähigen Industrieland. Die Politik sollte daher zügig die Weichen für eine Entwicklung in Richtung geschlossener Stoffkreisläufe stellen.
„Rohstoffe werden nicht verbraucht, sondern gebraucht“
Johannes F. Kirchhoff ist geschäftsführender Gesellschafter der Kirchhoff-Gruppe und damit Entwicklungspartner der Automobilindustrie für komplexe Metall- und Hybridstrukturen für Rohkarosserie und Fahrwerk sowie führender Anbieter von Lösungen für Entsorgungslogistik und Straßenreinigungstechnologien. Im Interview spricht er über geschlossene Rohstoffkreisläufe, die Herausforderungen der Industrie im Umgang mit Rohstoffen und was die BDI-Initiative Circular Economy dazu beiträgt.
Kreislaufwirtschaft – eine runde Sache für Deutschlands Industrie
Die Corona-Krise bietet die unerwartete Chance, die Schaffung einer Kreislaufwirtschaft mit großen Schritten voranzutreiben. Dass die technologischen Voraussetzungen dafür in der Chemie- und der Kunststoffindustrie vorhanden sind und wie sie forciert werden können, beschreibt Christian Haessler, Leiter des Kreislaufwirtschaftsprogramms beim Werkstoffhersteller Covestro.
Circlenomics
Die Idee des effizienten Rohstoffkreislaufs kann die Debatte um Müllvermeidung ablösen. Wenn es keinen Müll, sondern nur noch Rohstoffe in verschiedenen Herstellungs- und Verwendungszyklen gäbe, hätte dieses Prinzip seinen Höhepunkt erreicht.
Mit der Circular Economy zur wirtschaftlichen Resilienz
In den vergangenen Jahren hat das Konzept einer ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft international an Bedeutung gewonnen. Um erfolgreich zu sein, braucht eine wettbewerbsfähige „Circular Economy“ aber mehr als nur technologische Innovationen. Sie benötigt eine ganz andere Art des Wirtschaftens.
Umweltgerechte Gestaltung von Lichtquellen
Der Entwurf der Europäischen Kommission vom November 2017 für eine Regelung mit Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung von Lichtquellen sieht vor, dass bereits ab September 2020 neue Ökodesign-Anforderungen an Lichtquellen gelten sollen und somit nur mit den Mindestanforderungen an die Stromeffizienz konforme Lösungen auf den Markt gebracht werden dürfen. Diese Frist erscheint für den Einsatz im industriellen Produktionsprozess in besonderen Fällen zu kurz.
Umweltpolitik
Die deutsche Industrie trägt mit innovativen Technologien und Produkten entscheidend zu einem immer effizienteren Einsatz natürlicher Ressourcen bei. Innovation und Effizienz sind der Schlüssel für weiteren Fortschritt und eine im besten Sinne nachhaltige Entwicklung. Die Umweltpolitik muss daher den Mechanismen der Marktwirtschaft Vertrauen entgegenbringen und der Innovation ihren unverzichtbaren Freiraum belassen.
B20-Coalition: BDI übernimmt Präsidentschaft
Am 1. und 2. Juni trafen sich die Verbandspräsidenten der B20 Coalition in Paris. Der BDI übernahm dabei die Präsidentschaft von der Canadian Chamber of Commerce.
Wer Produkte länger nutzt, spart damit Ressourcen
Die Verfügbarkeit von primären und sekundären Rohstoffen ist die Grundlage für die industrielle Wertschöpfung und damit für Beschäftigung, Wachstum und die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in Europa. Die Europäische Union steht vor der Aufgabe, eine funktionierende Kreislaufwirtschaft weiter zu fördern.
Die Mobilität der Zukunft wird digital vernetzt sein
Dank intelligenter Verkehrssysteme können Verbraucher, Umwelt, Infrastrukturen und Ressourcen künftig deutlich entlastet werden.
Ressourceneffizienz in der Kreislaufwirtschaft
Die Verfügbarkeit von Rohstoffen ist die Grundlage für die industrielle Wertschöpfung und damit für Beschäftigung, Wachstum und die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Aufgrund der weltweit weiter steigenden Nachfrage nach Rohstoffen führt an einer nachhaltigen Nutzung von Rohstoffen kein Weg vorbei.
Faktencheck Ressourceneffizienz
Die Steigerung der Ressourceneffizienz gewinnt in der nationalen und internationalen Politik zunehmend an Bedeutung. Eine höhere Ressourceneffizienz liegt im ureigenen Interesse der Unternehmen. Die Stärkung ihrer Innovationskraft ist der Schlüssel, um die Ressourceneffizienz zu verbessern. Mit dem vorliegenden Faktencheck Ressourceneffizienz werden gängige Aussagen zu diesem Thema klargestellt und ein Beitrag zur Diskussion und zum Dialog mit der Politik geleistet.