Wachstumsausblick Europa – Mai 2025: Protektionismus als Konjunkturbremse
Die europäische Wirtschaft sieht sich derzeit mit erheblichen Belastungsfaktoren konfrontiert. Während sich zuletzt erste Anzeichen einer Stabilisierung zeigten, wird die konjunkturelle Erholung durch den weltweit zunehmenden Protektionismus spürbar gebremst. Ein neuer fiskalpolitischer Kurs auf europäischer Ebene lässt auf eine Stärkung der Nachfrage hoffen, wirkt aber vor allem mittelfristig.
BTW25: Europa stärken
Die EU muss sich in einem Umfeld mit zunehmenden geopolitischen Verwerfungen und einem verschärften globalen Standortwettbewerb behaupten. Die nächste Bundesregierung muss sich daher in Brüssel mit starker Stimme für eine politische Agenda einsetzen, die die wirtschaftliche Stärke Europas priorisiert. Dies ist die notwendige Voraussetzung für die Verwirklichung der europäischen Ambitionen bei Klima- und Umweltschutz, Innovation, Digitalisierung und Sicherheit.
Brussels Briefing zur Europawahl 2024
Was bewegt die Brussels Bubble? Heiko Willems, Abteilungsleiter BDI/BDA The German Business Representation, weiß es. Diesmal im Fokus: Die Europawahl 2024
Spanische EU-Ratspräsidentschaft: „Die EU braucht eine starke mittel- bis langfristige Wettbewerbsagenda“
„Die spanische EU-Ratspräsidentschaft sollte zu einer Wettbewerbsagenda beitragen, die auf einen vertieften Binnenmarkt und eine regulatorische Atempause für Unternehmen zielt“, fordert Isabel Yglesias Julià. Seit 2022 leitet sie das Verbindungsbüro des spanischen Wirtschaftsverbands Confederación Española de Organizaciones Empresariales (CEOE). Im Interview spricht sie über die EU-Ratspräsidentschaft ihres Landes, die spanischen Parlamentswahlen und Erwartungen an Deutschland.
30 Jahre Binnenmarkt: Europas unvollendete Erfolgsgeschichte
Auch drei Jahrzehnte nach seinem Inkrafttreten bleibt der europäische Binnenmarkt fragmentiert. Der EU entgehen dadurch bis zu 1,1 Billionen Euro oder bis zu 8,6 Prozent an zusätzlichem Bruttoinlandsprodukt (BIP) der EU. In einem neuen Forderungspapier diskutiert der BDI zehn industriepolitische Maßnahmen, um die Vertiefung des Binnenmarkts voranzutreiben und sein verborgenes Potential zu erschließen.
Französische Ratspräsidentschaft: Macrons Fahrplan für Europa
Die französische Ratspräsidentschaft hat begonnen. Mit der Veröffentlichung der Agenda ist klar geworden, wie ambitioniert die Pläne von Präsident Emmanuel Macron für die EU sind. Gleichzeitig drohen eine Reihe von Risikofaktoren, diese politischen Pläne zu durchkreuzen. Was ist vom nächsten halben Jahr zu erwarten?
Cybersicherheit in der EU: NIS 2-Richtlinie
Die deutsche Industrie begrüßt das Ziel der Europäischen Kommission, die Cyberresilienz Europas zu stärken und gleiche Wettbewerbsbedingungen für wesentliche und wichtige Einrichtungen zu schaffen. Cybersicherheit ist die Basis für eine sichere digitale Transformation. Wir plädieren für eine gezielte Verbesserungen der vorgeschlagenen Richtlinie, insbesondere im Hinblick auf den Anwendungsbereich, die Meldepflichten und den Bußgeldrahmen. Zur ausführlichen Bewertung (EN)
Europäische Integration: mehr Europa wagen
Globalisierung, Digitalisierung und Klimawandel stellen die Europäische Union vor große Herausforderungen. Nur mit handlungsfähigen Europäischen Institutionen und einer wettbewerbsfähigen Wirtschaft können wir sie meistern.
Für eine starke Europäische Union
Die europäische Integration ist für uns kein „Projekt“ – sie ist zwingende Notwendigkeit, um neben den USA und China als Weltregion auf Augenhöhe mitzugestalten. Dafür brauchen wir eine Europäische Union, die integriert, die erneuert und an der Weltspitze mitgestaltet.
Das Binnenmarkt-Informationstool – Richtiger Ansatz, falsches Instrument
Die EU-Kommission hat im Mai 2017 einen Verordnungsvorschlag für ein „Binnenmarkt-Informationstool“ als Bestandteil des sogenannten „Compliance Package“ vorgelegt. Dieser soll mit verschiedenen Initiativen zu einem besseren Funktionieren des Europäischen Binnenmarktes beitragen. Mit dem neuen Instrument soll für Fälle „schwerer Binnenmarktstörungen“ ein neuer, zwingend zu beachtender Datenerhebungs- bzw. Auskunftsanspruch der EU-Kommission direkt gegenüber Unternehmen und Unternehmensverbänden geschaffen werden.
Zukunft der EU: „United we stand, divided we fall“
Der Europäische Ratspräsident Donald Tusk fordert Europäer zu Mut, Entschlossenheit und Solidarität auf. Sein offener Brief an die 27 Staats- und Regierungschefs vor dem EU-Gipfel in Malta ist ein Plädoyer dafür, die europäische Integration nach innen und außen zu verteidigen.
Das europäische Wohlfahrtsmodell wird sich durchsetzen
BDI-Hauptgeschäftsführer Markus Kerber sieht die Zukunft der Weltwirtschaftsordnung in der europäischen sozialen Marktwirtschaft. Gemeinsam mit Staatssekretär Jens Spahn und Bankenverband-Hauptgeschäftsführer Michael Kemmer skizzierte Kerber im Rahmen von „MK3“ die Herausforderungen der deutschen G20-Präsidentschaft in stürmischen Zeiten.
EU-Referendum
Ein möglicher Brexit und seine Folgen führen zu großer Unsicherheit bei deutschen Unternehmen. Das zeigt die gemeinsame Studie des BDI und Deloitte. Zwei Drittel (64 Prozent) der Befragten gaben an, die Auswirkungen eines Brexits für das eigene Unternehmen nicht einschätzen zu können. Zusätzlich rechnen 30 Prozent fest mit negativen Auswirkungen auf das eigene Geschäft.
Fakten zur EU-Politik
Präsident Jean-Claude Juncker hat die Europäische Kommission auf zehn wachstumsrelevante politische Leitlinien ausgerichtet, um sich zukunftsfähig aufzustellen. Auf dieser Grundlage haben sich Kommission, Parlament und Rat auf ein Arbeitsprogramm verständigt. Nach Meinung der deutschen Wirtschaft, gilt es, die Energie-, Klima- und Umweltpolitik mit einer EU-weiten Stärkung der industriellen Basis zu verbinden, entscheidende Schritte in Richtung eines vollendeten Energiebinnenmarktes sowie eines vollständig vernetzten digitalen Binnenmarktes zu gehen, die Verhandlungen über TTIP durch die Kommission energisch voranzutreiben sowie den Weg der Integration und der strukturellen Erneuerung im Euroraum fortzusetzen.
Mehr Pragmatismus bei der Reform der Wirtschafts- und Währungsunion
Unter dem Titel „How to strengthen the Economic and Monetary Union?” veranstaltete der BDI gemeinsam mit der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) Ende Januar eine hochrangig besetzte Paneldiskussion. Hauptgeschäftsführer Markus Kerber forderte mehr Pragmatismus im Umgang mit den aktuellen europäischen Herausforderungen. Flüchtlingskrise und eine Reform der Währungsunion müssen integriert betrachtet werden.