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NewSpace Initiative

Mit NewSpace in ein neues Industriezeitalter

Die Zukunft der Raumfahrt liegt immer mehr in der Hand von privaten Unternehmen. Sie revolutionieren einen Markt, der lange Zeit von Staaten und Weltraumagenturen geprägt war. Die branchen- und industrieübergreifende NewSpace Initiative des BDI bildet einen einmaligen Zusammenschluss von NewSpace Start-ups, Raumfahrtunternehmen, Verbänden, klassischen Industrieunternehmen und der Digitalwirtschaft. Über 100 Unternehmen und Verbände sind bereits Mitglied der Initiative. Ziel ist es, die unterschiedlichen Akteure erstmals unter einem Dach zu vereinen und so die digitale Transformation der deutschen Wirtschaft durch Raumfahrtanwendungen aktiv zu fördern.

Raumfahrt ist Schlüssel für die Zukunft der deutschen Industrie

Die Raumfahrtindustrie ist ein Wachstumsmotor und Innovationstreiber für moderne Volkswirtschaften. Roland Berger zeigt in seiner Studie „Aufholjagd im All“, entstanden in Kooperation mit dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), welche Potenziale NewSpace für die Zukunft der deutschen Industrie eröffnet. Der globale Markt für weltraumgestützte Infrastruktur und Dienste wird sich bis 2040 vervierfachen – von heute knapp 500 Milliarden auf 2.000 Milliarden Euro. Auch für die deutsche Wirtschaft besteht erhebliches Potenzial, dank ihres spezialisierten Ingenieurs-Know-how, das die Raumfahrt dringend benötigt.

Was ist NewSpace?

Der Begriff „NewSpace“ beschreibt die Kommerzialisierung der Raumfahrt und ihre zunehmende Verzahnung mit der klassischen Wirtschaft. Immer mehr Unternehmen aus zahlreichen Branchen nutzen von Satelliten generierte Daten für ganz unterschiedliche Anwendungsbereiche wie Smart Farming, Logistik, Industrie 4.0, Infrastruktur-Monitoring oder autonomes Fahren. Schon länger ist NewSpace keine Nische mehr: Bereits 76 Prozent der NewSpace Unternehmen haben Kunden aus dem Non-Space-Sektor – Tendenz steigend. In der Branche tummeln sich Start-ups, kleine und mittelständische Unternehmen sowie große Systemintegratoren. Der Wettbewerb zwischen privaten Akteuren sorgt für Innovationen, die die Eintrittsbarrieren ins All senken. New Space schafft damit die Voraussetzungen für neue Anwendungen und datenbasierte Geschäftsmodelle. Damit ist die private Raumfahrt Teil der Lösung für den Klimawandel und mehr Nachhaltigkeit auf der Erde.

Aufholjagd im All

Die Studie „Aufholjagd im All“, entstanden in Kooperation mit Roland Berger, zeigt, warum Deutschland und Europa handeln müssen: Die Raumfahrt ist ein Schlüssel für Wachstum, Innovationstreiber und Sicherheitsfaktor. Zielgerichtete Investitionen, Mut zum Risiko, eine strategische Vision und Freiheit für Innovation eröffnen Chancen: für die Industrie, unsere Souveränität und Sicherheit.

NewSpace: Türöffner für ein neues Industriezeitalter

Deutschland braucht dringend mehr Ambitionen in der Raumfahrtpolitik. Wir müssen im All wieder relevant werden, um unsere Souveränität und Technologieführerschaft zu sichern. NewSpace ist Türöffner für ein neues Industriezeitalter. Gerade für die deutsche Industrie werden Satellitendaten unabdingbar, für autonomes Fahren, Smart Farming die Industrie 4.0.

Was kann NewSpace?

Satellitenbasierte Daten und Anwendungen werden für die deutsche Industrie immer wichtiger. Sie sind Basis für neue Technologien wie Internet der Dinge, datengestützte Landwirtschaft, autonomes Fahren und viele weitere datenbasierte Geschäftsmodelle. Satelliten ermöglichen schnelles Internet an jedem Ort der Welt oder Erdbeobachtung in Echtzeit, um Katastrophen wie Waldbrände frühzeitig zu erkennen. Für den Klima- und Umweltschutz ist NewSpace elementarer Teil der Lösung. NewSpace macht unser Land digitaler, grüner und innovativer.

Immer mehr Technologien bauen auf NewSpace Anwendungen auf. Der Markt wird kunden- und anbieterseitig immer vielfältiger.

Was macht die NewSpace Initiative?

Die branchen- und industrieübergreifende Initiative bildet einen einmaligen Zusammenschluss von NewSpace Start-ups, Raumfahrtunternehmen, Verbänden, klassischen Industrieunternehmen und der Digitalwirtschaft. Ziel der Initiative ist es, die unterschiedlichen Akteure erstmals unter einem Dach zu vereinen und so die digitale Transformation der deutschen Wirtschaft durch Raumfahrtanwendungen aktiv zu fördern. Die Initiative vertritt die Interessen der beteiligten Firmen und Organisationen und setzt sich politisch für eine Stärkung von NewSpace made in Germany ein. Über 110 Unternehmen und Verbände sind bereits Mitglied der Initiative.

In den USA drängten große Tech-Konzerne bereits in den Raumfahrt-Markt, um sich den Zugang zu im All generierten Daten durch den Aufbau eigener Satelliten-Konstellationen langfristig zu sichern. Deutschland und Europa sollten die Fehler der Vergangenheit und die daraus resultierende Daten-Abhängigkeit nicht wiederholen. Die Zeit zu handeln ist jetzt. Die neue Bundesregierung sollte diese einmalige Chance ergreifen und Mut und Engagement der Unternehmen aktiv unterstützen. Die NewSpace Initiative arbeitet in sechs Working Groups inhaltlich an Positionen.

  • New Space wird für die deutsche Industrie immer wichtiger

    Raumfahrt ist Teil der Lösung für den globalen Umwelt- und Klimaschutz und für mehr Nachhaltigkeit auf der Erde. Sie liefert die Daten für zahlreiche digitale Dienste, neue Geschäftsmodelle und Technologien. Ihre weltweite Kommerzialisierung – New Space – ist eine riesige Chance und gewinnt für das Industrieland Deutschland zunehmend an Bedeutung.

  • Startplattform für kleine Trägerraketen in der Nordsee

    Fern der Erde und doch so nah. Satelliten bestimmen unseren Alltag. Die Kommerzialisierung der Raumfahrt, NewSpace genannt, schreitet rasant voran. Doch es fehlt an adäquaten Startmöglichkeiten, um Kleinsatelliten flexibel ins All zu bringen. Die hiesige Industrie setzt nun auf eine innovative mobile Startplattform für kleine Trägerraketen in der Nordsee. An Bord der Raketen: Kleinsatelliten, die etwa Klimadaten sammeln können.

  • Europa muss in der Raumfahrt erwachsen werden

    Die Zeitenwende in Europa ist auch und insbesondere eine Zeitenwende für die europäische Raumfahrt. Was bisher politisch und medial wenig realisiert wird, hat gravierende Auswirkungen: Europa droht aktuell seinen unabhängigen Zugang ins All zu verlieren – zumindest temporär.

Wer ist bei der NewSpace Initiative dabei?

Mitglieder der Initiative sind Acitoflux, Airbus Defence & Space, Airbus Protect, Akilaris, Alpine Space Ventures, Amazon Deutschland, Ansys Germany, ArianeGroup, Astos Solutions, Bayern-Chemie, Berlin Space Technologies, BHO Legal, Capitol Momentum, CGI Deutschland, CMS, constellR, Creonic, DCUBED, Deloitte, DEV Systemtechnik, Deutsche Bahn, Diehl Defence, DSI Aerospace, Einstein Industries Ventures, ESSO Deutschland, EurA AG, European Space Imaging, Europe Space Centre, Eviden, Exolaunch, Fraunhofer AVIATION & SPACE, Freiraum Space, GAF, GMV, GeoScan, Helsing Germany, HENSOLDT Sensors, High Performance Space Structure Systems, HIRSCH Engineering Solutions, HyImpulse Technologies, lndustrieanlagen-Betriebsgesellschaft, InSpacePropulsion Technologies, INVENT, Isar Aerospace, iSEE, Large Space Structures, LAURA THEISS, LEOconomy, LEOspace, LiveEO, Lupp + Partner, Marble Imaging, MBDA Deutschland, MBS – Media Broadcast Satellite, MERSEN Deutschland, Morpheus Space, Munich Re, Mynaric, NEOSAT, Neuraspace, NEUROSPACE, NewSpace Capital, Nikon SLM Solutions, NW Assekuranz, OHB System, OKAPI:Orbits, Orbint, OrbitsIQ Global Germany, OroraTech, Phytronic, Planet Labs Germany, POLARIS Raumflugzeuge, Polaris Space Ventures, Quantum Systems, Reflex Aerospace, Rivada Space Networks, Rocket Factory Augsburg, Rohde & Schwarz, S4 - Smart Small Satellite Systems, Safran Data Systems, SANCTUARY Systems, SAP, secunet Security Networks, Siemens, Soltrac, Sopra Steria, SKD, SKW Schwarz Rechtsanwälte, SPACEOPTIX, SpaceTech, SpaceWatch.Global, Spire Global Germany, Starflight Dynamics, TALOS, Telespazio Germany, The Exploration Company, TRUMPF Lasertechnik, TÜV NORD, UP42, Ute Marita Meissner & Dr. Rolf Meissner GmbH, Vyoma, YardStick Robotics, Yuri sowie die Verbände BDLI, Bitkom, Familienbetriebe Land und Forst, VDA, VDMA, VKS und ZVEI.

NewSpace Made in Germany

NewSpace macht unsere Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltiger, digitaler und innovativer. Gerade für das Hightech- und Industrieland Deutschland spielt NewSpace eine herausragende Rolle. Gleichzeitig wächst der Abstand in der Raumfahrt zwischen Europa auf der einen sowie den USA und China auf der anderen Seite. Deutschland braucht mehr Mut, Begeisterung und eine ambitionierte politische Agenda, um im NewSpace ganz vorne mit dabei zu sein.

New Space Race

Raumfahrt wird zukünftig eine weitaus größere Rolle spielen: Das Rennen um Technologie-Transfers, Weltraumbahnhöfe und Missionen ist neu entbrannt. Denn Zukunftstechnologien wie autonomes Fahren und Industrie 4.0 basieren auf Innovationen, die im Weltall verankert oder für die Raumfahrt entwickelt wurden.

Vorteile einer Mitgliedschaft

  • Aktive Themengestaltung und enger Austausch mit dem BDI und seinen Mitgliedsverbänden, insbesondere dem Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e.V. (BDLI)
  • Schnelle, unbürokratische und effiziente Umsetzung bei geringen Overhead-Kosten
  • Praxisorientierte Formate zum Erfahrungsaustausch zwischen Branchen und Unternehmen
  • Fortlaufende Information und Beratung zu aktuellen Entwicklungen
  • Austausch mit politischen Entscheidungsträgern und Akteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft
  • Aktive Teilnahme an öffentlichen Konferenzen und Veranstaltungen

Melden Sie sich bei Fragen zur Mitgliedschaft gerne beim Team!

Das Team

Matthias Wachter

Co-Bereichsleiter Innovation, Sicherheit und Technologie, BDI e.V.

Ramona Schmitt

Projektreferentin Innovation, Sicherheit und Technologie, Industrie-Förderung Gesellschaft mbH

Jana Göbel

Sachbearbeiterin Innovation, Sicherheit und Technologie, Industrie-Förderung Gesellschaft mbH

Maria Kislat

Projektreferentin Innovation, Sicherheit und Technologie, Industrie-Förderung Gesellschaft mbH
Weitere Ansprechpartner

Petra Richter

Senior Referentin Energie, Mobilität und Umwelt, BDI e.V.

Kerstin Petretto

Senior Referentin Innovation, Sicherheit und Technologie, BDI e.V.