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Angriff auf Europas Sicherheit und Werte

Der Angriffskrieg von Wladimir Putin gegen die Demokratie in der Ukraine ist ein beispielloser Angriff auf die europäische Friedensordnung. Auf diesen eklatanten Völkerrechtsbruch gibt es nur eine unmissverständliche Antwort: umfassende Sanktionen und entschlossene Unterstützung der Ukraine. Die deutsche Wirtschaft steht an der Seite der Ukraine.

Russland hat die Geschäftsordnung des globalen Miteinanders aufgekündigt

Die deutsche Industrie verurteilt den Angriffskrieg Russlands und steht an der Seite der Ukraine. Der vom russischen Präsidenten Wladimir Putin entfachte Krieg gegen die Ukraine ist ein Angriff auf Europas Sicherheit und unsere Werte. Infolge der Aggression hat sich das Gros der deutschen Unternehmen aus Russland zurückgezogen und sich von fossiler Energie aus Russland unabhängig gemacht. Die Mehrheit der deutschen Unternehmen im Russland-Geschäft tut wesentlich mehr, als es die Sanktionen verlangen: Viele Unternehmen haben ihr Neugeschäft komplett eingestellt oder sind dabei, ihr Russland-Geschäft komplett abzuwickeln. Die Exporte lagen 2024 noch einmal 50 Prozent niedriger als 2022, als sie auf das niedrigste Niveau seit zwei Jahrzehnten sanken.

Der Angriff auf die Ukraine leitet eine Zeitenwende ein, deren Folgen auf lange Zeit die Kräfte der Politik und der Wirtschaft binden werden. Russland hat die Geschäftsordnung des globalen Miteinanders aufgekündigt. Politik und Wirtschaft müssen sich darauf einstellen, dass Russland auf lange Sicht als Partner nicht mehr seine Rolle und Bedeutung der vergangenen Jahrzehnte zurückgewinnen wird. In den kommenden Jahren wird es in Europa Sicherheit nur gegen Russland geben. Wir brauchen umso mehr einen engen Schulterschluss mit unseren Partnern in Europa und der Welt und ausdrücklich mit unseren Nachbarn in Mittel- und Osteuropa.

Was ist uns unsere Sicherheit wert?

Als global verflochtene Industrienation ist Deutschland abhängig von einer regelbasierten Weltordnung, von Sicherheit und Stabilität. Dafür bedarf es einer verlässlichen Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik mit klar formulierten Interessen und der Bereitschaft zu deren Umsetzung. Nur so kann Deutschland im Rahmen von EU und NATO ein verlässlicher Partner sein.

Unternehmen tragen Sanktionen gegen Russland mit

Der BDI-Präsident Siegfried Russwurm und der Erste Vorsitzende der IG Metall Jörg Hofmann betonen in einer gemeinsamen Erklärung am 1. März 2022 die Einigkeit der deutschen Wirtschaft: „Dieser eklatante Bruch des Völkerrechts, die Missachtung des Selbstbestimmungsrechts der Völker sowie der ungeheuerliche Akt der Aggression gegen die Zivilbevölkerung erfordern eine unmissverständliche Antwort in Form umfassender Sanktionen gegen die Verantwortlichen dieser Aggression.“ BDI und IG Metall unterstützen mit Nachdruck die von der Bundesregierung, der Europäischen Union und den westlichen Bündnispartnern verhängten Sanktionsmaßnahmen gegen Russland: „Wir sind davon überzeugt, dass nachhaltiger wirtschaftlicher Erfolg nur auf der Grundlage von Frieden, Freiheit und Demokratie erreichbar ist, und sind bereit, unseren Beitrag hierfür zu leisten.“

Mehr Investitionen in Sicherheit: Zielgerichtet zu mehr Resilienz

Angesichts der sich weiter verschärfenden sicherheitspolitischen Situation in Europa sind deutlich höhere Verteidigungsausgaben dringend notwendig. Die Bundeswehr muss für eine neue Weltordnung, in der Machtpolitik dominiert, adäquat ausgerüstet und in die Lage versetzt werden, den Bündnispflichten und einer international herausfordernden Lage zu entsprechen. Grundsätzlich ist Verteidigung eine wesentliche Staatsaufgabe und sollte deshalb über den Kernhaushalt abgebildet werden.

Sicherheit analog und digital – zentraler Wettbewerbsfaktor für die deutsche Industrie

Daten- und Frachtdiebstahl, Cyberangriffe, Spionage, Sabotage und andere Formen der Wirtschaftskriminalität mit jährlich verursachten Schäden von über 267 Milliarden Euro, Naturkatastrophen und politische Instabilität: Für Deutschlands global vernetzte Industrie sind alle Dimensionen von Sicherheit entscheidend – analog wie digital. Wirtschaft und Politik müssen für diese Herausforderung enger zusammenarbeiten.

Münchner Sicherheitskonferenz: „New Defense: Wie wir das Potenzial unserer Industrie maximieren können“

BDI-Präsident Peter Leibinger äußert sich auf der Auftaktveranstaltung zur 61. Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) von BDI und der vbw Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft: „Verteidigung ist eine Haltungsfrage“.

Wirtschaftsspionage, Kriminalität und Sabotage – die unterschätzte Gefahr

Die deutsche Industrie ist weltweit erfolgreich. Produkte „Made in Germany“ stehen für innovative Lösungen, Qualität und Zuverlässigkeit. Dieser Erfolg weckt Begehrlichkeiten: Durch Wirtschaftsspionage, Sabotage und Straftaten versuchen fremde Nachrichtendienste, Konkurrenten und organisierte Kriminalität, sich illegale Wettbewerbsvorteile und Einnahmen zu Lasten deutscher Unternehmen zu verschaffen.

MSC

Verteidigung ist eine Haltungsfrage – so eröffnete BDI-Präsident Peter Leibinger seine Rede anlässlich der traditionellen Auftaktveranstaltung zur Munich Security Conference mit der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. Die Kernbotschaft: Deutschland braucht eine neue Sicherheits- und Verteidigungskultur. Die mentale und institutionelle Trägheit in Bezug auf unsere #Sicherheit muss einer realistischen Haltung weichen – über alle Bereiche der Gesellschaft hinweg.

Aufholjagd im All

Die Studie „Aufholjagd im All“, entstanden in Kooperation mit Roland Berger, zeigt, warum Deutschland und Europa handeln müssen: Die Raumfahrt ist ein Schlüssel für Wachstum, Innovationstreiber und Sicherheitsfaktor. Zielgerichtete Investitionen, Mut zum Risiko, eine strategische Vision und Freiheit für Innovation eröffnen Chancen: für die Industrie, unsere Souveränität und Sicherheit.