Energieeffizienz – Bundesregierung baut (etwas) Bürokratie ab
Im Mai 2024 hat die Bundesregierung ein Gesetz zur Änderung des Energiedienstleistungs- und des Energieeffizienzgesetzes beschlossen und greift darin Vorschläge des BDI zum Abbau von Bürokratie auf. Ist dieser Ansatz im anstehenden parlamentarischen Verfahren noch ausbaubar? Könnten etwa die Energieeffizienznetzwerke teilweise an die Stelle von Ordnungsrecht treten?
Gasmangellage: Wie gut ist Deutschland vorbereitet?
Die Bundesnetzagentur sieht Deutschland gut vorbereitet für die Gasversorgung im nun beginnenden Winter. Eine Gasmangellage in Deutschland sei bei einem „normalen Winter“ nicht zu befürchten. Eng werden könnte es bei einem sehr kalten, langen Winter. Der BDI hat gemeinsam mit Bundesnetzagentur und dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) Instrumente für den unwahrscheinlichen Fall einer Gasmangellage entwickelt.
Klimakongress: Wertschöpfung, Betriebe und Arbeitsplätze weiter Teile der Industrie in Deutschland sind in Gefahr
Mit dem Strompreisniveau in Deutschland sind viele deutsche Unternehmen im internationalen Wettbewerb nicht konkurrenzfähig. Diese Unternehmen brauchen jetzt eine Akuthilfe – sonst verschwinden sie vom Standort.
BDI und DGB: Industrielle Wertschöpfungsketten stehen unter extremen Druck
Siegfried Russwurm, BDI-Präsident, und Yasmin Fahimi, Vorsitzende des DGB, äußern sich zur Lage bei den Stromkosten.
Bundestag bei Energieeffizienzgesetz beschlussunfähig
Die Ampel-Fraktionen hatten das Energieeffizienzgesetz in den vergangenen Wochen intensiv beraten und sich auf zahlreiche Änderungen gegenüber der Kabinettsfassung vom April geeinigt. Aus Sicht des BDI ist es gelungen, das Gesetz für die Unternehmen deutlich praxistauglicher zu machen, auch wenn bürokratische Mehrbelastungen bleiben. Allerdings ist dann die eigentliche Verabschiedung des Gesetzes wegen Beschlussunfähigkeit des Bundestages gescheitert.
Veröffentlichung eines Positionspapiers zur aktuellen Energiepolitik
Der BDI veröffentlicht ein Positionspapier zur aktuellen Energiepolitik. Darin heißt es: „Der BDI erwartet von der Bundesregierung ein rasch abgestimmtes Konzept für eine dauerhaft sichere Versorgung mit Energie zu international wettbewerbsfähigen Kosten.“ Zentrale Botschaften des Papiers lauten:
Klimapfade 2.0 – Ein Wirtschaftsprogramm für Klima und Zukunft
Mit dem Klimaschutzgesetz 2021 hat die Bundesregierung ihre bisher festgelegten Klimaschutzziele noch einmal deutlich verschärft und damit einen ehrgeizigen deutschen Beitrag zur Begrenzung der Auswirkungen des Klimawandels angekündigt. Die Studie „Klimapfade 2.0“ legt einen Vorschlag für ein Programm vor, das in allen Sektoren die Erreichung der Klimaschutzziele in 2030 ermöglichen würde und die wichtigsten Weichen in Richtung Treibhausgasneutralität im Jahr 2045 stellt. Mehr als 150 Experten von BCG, dem BDI sowie aus rund 80 Unternehmen und Verbänden waren darin eingebunden.
Klimapfade 2.0 – Handlungsempfehlungen zur Studie
Mit ihren ehrgeizigen Klimaneutralitätszielen stehen die EU bis 2050 und Deutschland bis 2045 vor gewaltigen Herausforderungen für Gesellschaft, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft. Denn der Umbau zu einem klimaneutralen Industrieland erfordert eine Transformation in allen Bereichen. Der BDI schlägt zur Bewältigung dieser komplexen Herausforderung einen breiten Instrumentenmix in der Klima-, Energie-, Verkehrs- und Industriepolitik vor. Die BDI-Studie „Klimapfade 2.0“ zeigt, dass die Industrie mit ihren Technologien der zentrale Wegbereiter für erfolgreichen Klimaschutz ist.
Statement on the EU Commission's Communication for a Renovation Wave
Energieeffizienz-Netzwerke erfolgreich machen
Über 1600 Unternehmen sind inzwischen in Energieeffizienz-Netzwerken aktiv. Und nach Bundesregierung und Wirtschaft sollen es noch viel mehr werden, da die Vernetzung der Effizienz-Fachleute ein besserer Weg ist als potenzielles, starres Ordnungsrecht. Eine neue Publikation über Erfolgsgeschichten konkreter Effizienznetzwerke informiert über dies innovative Instrument, das einleitend auch von BDI-Präsident Dieter Kempf und den Bundesministern Peter Altmaier und Svenja Schulze unterstützt wird.
EU-Ziele zur Energieeffizienz und erneuerbaren Energien noch heiß umstritten
Erneuerbare Energieträger sollen in 2030 mindestens 27 Prozent des Energiebedarfs decken. Gleichzeitig soll die EU 27 Prozent ihres Energieverbrauchs einsparen, so hatten es die Staats- und Regierungschefs in 2014 beschlossen. Bis zum Sommer sollen nun die konkreten Anstrengungen in beiden Bereichen für die nächste Dekade festgelegt werden.
Europaparlament diskutiert über verbindliches EU-Energieeinsparziel
Die europäischen Vorgaben zur Steigerung der Energieeffizienz in der EU werden aktuell überarbeitet. Dabei sollen vor allem die Rahmenbedingungen für den Zeitraum 2021 - 2030 gesetzt werden. Der Vorschlag der EU-Kommission vom November 2016 sieht eine verbindliche Steigerung der Energieeffizienz in der EU um 30 Prozent vor. Nachdem sich der Rat bereits im Juni 2017 zu den Vorschlägen der EU-Kommission positioniert hat, arbeitet aktuell das Europaparlament an einer Stellungnahme.
Industrie bietet Lösungen für mehr Energieeffizienz weltweit
Deutschland kann global einen Beitrag zur Energiewende leisten, indem es insbesondere technische Lösungen anbietet und erschwingliche Effizienztechnologien für den Weltmarkt zur Verfügung stellt, so BDI-Präsident Dieter Kempf beim Energieeffizienz-Gipfel 2017. Zudem betonte er, dass die Energieeffizienz im Gebäudesektor unbefriedigend sei.
Stärkung der regionalen Kooperation – neue Impulse für die europäische Energiepolitik
Die EU-Kommission hat ihr Maßnahmenpaket „Saubere Energie für alle Europäer“ vorgelegt. Mit den Vorschlägen soll die europäische Energiewende bis 2030 und darüber hinaus fortgeschrieben werden. Die Kommission adressiert aktuelle Schwächen der Energiesysteme und will damit auch für mehr Kosteneffizienz im Klimaschutz sorgen. Der BDI wird zu diesem Gesetzespaket Stellung nehmen.
100. Energieeffizienz-Netzwerk gegründet
Mit der Gründung des 100. Energieeffizienz-Netzwerks von Unternehmen im Dezember 2016 hat die Initiative Energieeffizienz-Netzwerke von Bundesregierung und Wirtschaft ein wichtiges Etappenziel erreicht. Damit hat sich die Zahl der in Deutschland bestehenden Netzwerke seit April verdoppelt, mittlerweile beteiligen sich mehr als 1.000 Unternehmen, darunter auch viele Unternehmen aus dem Mittelstand.
Kein Aktionismus in der Energieeffizienz-Politik
Energieeffizienz hat in der Politik Konjunktur: Für die Bundesregierung ist sie – neben den erneuerbaren Energien – die „zweite Säule der Energiewende“, die es zu stärken gilt. Der BDI unterstützt dieses Ziel als Teil der Initiative Energieeffizienz-Netzwerke. Auf der ersten Jahresveranstaltung der Initative forderte BDI-Präsident Ulrich Grillo die Poltik auf, weiterhin auf Information und Förderung zu setzen, statt in Aktionismus zu verfallen.
Drei Fragen an Dr. Christopher W. Grünewald
Im Interview beantwortet Dr. Christopher W. Grünewald, Vorsitzender des BDI-Ausschusses Energie- und Klimapolitik sowie Geschäftsführer des mittelständischen Papierunternehmens Gebr. Grünewald GmbH & Co. KG Fragen zu den Auswirkungen des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).
Intelligente Effizienzsteigerung durch Vernetzung
Der Ansatz ist neuartig und doch ganz naheliegend und einfach: Effizienzsteigerung soll nicht durch Regeln, Auflagen und staatliche Regulierung befördert werden, sondern durch planmäßige und zielgerichtete Vernetzung der Energieexperten verschiedener Unternehmen.
Wir sind Weltmeister der Energieeffizienz
Energieeffizienz heißt Geld sparen. Dazu muss man nur einen alten Kühlschrank gegen einen neuen mit Effizienzklasse „A++“ austauschen und den Stromverbrauch vorher/nachher messen. Eine Messung, die Freude macht – und die vielleicht weiter suchen lässt, wo im Haushalt man wohl noch alte Geräte erneuern könnte.
Nachgefragt: Wie unterscheiden sich echte Effizienzverbesserungen und Struktureffekte im internationalen Vergleich?
Die Messung der Energieeffizienz birgt Tücken: Handelt es sich wirklich um eine "Effizienzverbesserung" oder wurde vielleicht nur die Produktion eines energieintensiven Unternehmens in ein anderes Land verlagert? Der weltweite Vergleich bringt Klarheit.