Wesentliche Anforderungen an den Digitalen Produktpass (DPP)
Digitale Produktpässe (DPP) ermöglichen die digitale Erfassung und Bereitstellung produktbezogener Informationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Damit werden sie zu einem strategischen Instrument für den angestrebten Übergang zu einer zirkulären, digitalen und resilienten Wirtschaftsweise auf europäischer wie nationaler Ebene. Sie eröffnen Unternehmen zugleich neue Chancen zur Entwicklung nachhaltiger Geschäftsmodelle, zur Stärkung ihrer Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit und bieten Lösungen bei der Verfügbarkeit und dem Transfer von harmonisierten digitalen Daten. Damit dieses Potenzial voll ausgeschöpft werden kann, müssen die Anforderungen der Wirtschaft berücksichtigt werden.
Gesetz zur Modernisierung der nationalen Umsetzung von Ökodesign, Energieverbrauchskennzeichnung und weiterer Regelungen
Ökodesign mit dem Ziel einer nachhaltigen Produktgestaltung und Ressourcenschonung ist ein zentrales Element für die Umsetzung der Circular Economy. Mit der EU-Ökodesignverordnung steht die Bundesregierung nun vor der Aufgabe, einen pragmatischen, EU-harmonisierten und mittelstandsfreundlichen Ansatz zu finden. Eine solche Umsetzung ist entscheidend, um Wettbewerbsfähigkeit, Rechtsklarheit und Akzeptanz in der Wirtschaft sicherzustellen. Andernfalls drohen erhebliche Herausforderungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, die die branchenweite Umsetzung der Circular Economy in Deutschland gefährden könnten.
Europäisches Umweltrecht auf den Prüfstand stellen
Das europäische Umweltrecht ist inzwischen ein deutlich zu enges Korsett, um die Verfahren wirklich nachhaltig beschleunigen zu können. Die zunehmend komplexe, unübersichtliche und teilweise veraltete europäische Rechtslage bedarf dringend einer Modernisierung, Deutschland muss hier auf EU-Ebene mit einem klaren Bekenntnis zum Industriestandort EU auftreten.
Neue Europäische Ökodesign-Verordnung für fast alle Produkte
Recycelbares Material, längere Produktlebensdauer, verbesserte Reparaturfähigkeit – mit einer neuen Ökodesign-Verordnung möchte die Europäische Kommission nachhaltigen Produkten auf breiter Front zum Durchbruch verhelfen. Ein ambitionierter Regulierungsansatz, der nur mit einer ausreichenden Beteiligung der Produkthersteller Erfolg haben wird.
Circular Economy in Europa: Perspektiven in der EU und den Mitgliedstaaten
Vor den Europawahlen im Juni und zum Ende der Amtszeit der aktuellen Europäischen Kommission ist es Zeit, Bilanz über den European Green Deal zu ziehen, insbesondere über das von der Kommission mit großer Energie vorangetriebene Konzept einer zirkulären Wirtschaft – Circular Economy. Anlass genug für die europäische Industrie auf einem Workshop im Januar 2024 über die Perspektiven und Entwicklungen der Circular Economy in den Mitgliedstaaten und der EU zu diskutieren.
Umweltgerechte Gestaltung von Lichtquellen
Der Entwurf der Europäischen Kommission vom November 2017 für eine Regelung mit Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung von Lichtquellen sieht vor, dass bereits ab September 2020 neue Ökodesign-Anforderungen an Lichtquellen gelten sollen und somit nur mit den Mindestanforderungen an die Stromeffizienz konforme Lösungen auf den Markt gebracht werden dürfen. Diese Frist erscheint für den Einsatz im industriellen Produktionsprozess in besonderen Fällen zu kurz.
EU-Ökodesign-Richtlinie
Die Europäische Kommission hatte in ihrem Aktionsplan zur Kreislaufwirtschaft Anfang Dezember 2015 (2015/614/EG) festgelegt, dass bei der weiteren Umsetzung der Ökodesign-Richtlinie 2009/125/EG Kriterien der Ressourceneffizienz stärker als bisher berücksichtigt werden sollen. Diese müssen marktkonform und widerspruchsfrei sein. Bei der Einbeziehung von Kriterien der Ressourceneffizienz in die weitere Umsetzung der Ökodesign-Richtlinie fordert die Industrie daher die Beachtung bestimmter Grundsätze.