Lateinamerika und Deutschland sollten mehr voneinander profitieren
Lateinamerika gilt als Wachstumsregion mit großem Potenzial – auch aktuell mit wenig Wachstum und in schwierigen Zeiten. Die Region hat da großen Bedarf, wo die deutschen Unternehmen viel zu bieten haben. Trotzdem bleibt das wirtschaftliche Engagement Deutschlands in der Region weit unter seinen Möglichkeiten. Verbesserte Rahmenbedingungen und neue Handelsabkommen könnten wichtige Impulse für einen Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen geben.
Brasilien: Wichtigster Wirtschaftspartner in Südamerika
Brasilien bringt gute Voraussetzungen mit, ein starker Wirtschaftspartner zu sein: Eine breite Industriestruktur, riesige landwirtschaftliche Flächen, Bodenschätze sowie eine junge und konsumfreudige Bevölkerung. Das Land muss jedoch seine Industrie modernisieren und ausbauen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Brasilien ist die größte Volkswirtschaft Lateinamerikas und das fünftgrößte Land der Welt mit über 215 Millionen Einwohnern.
Zusammenarbeit für eine wettbewerbsfähige Wirtschaft
Deutschland und Kanada sind nicht nur wichtige Wirtschafts-, sondern auch zentrale Wertepartner. Gerade in Zeiten geopolitischer und geoökonomischer Unwägbarkeiten sollte die Zusammenarbeit zwischen Deutschland, der Europäischen Union und Kanada weiter vertieft und ausgebaut werden. Eine engere transatlantische Zusammenarbeit auf allen Ebenen, beispielsweise bei Rohstoffen, Energie und Klima, Digitalisierung und im Bereich der Gesundheit, können nicht nur die Krisenresilienz auf beiden Seiten des Atlantiks erhöhen, sondern auch zu weiteren Wachstumschancen führen.
Vier Spitzenverbände zur Wirtschaftskrise: Es ist Zeit zu handeln
In einer gemeinsamen Erklärung fordern die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft – BDA, BDI, DIHK und ZDH – von der Politik mehr Einsatz für die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland. Die Verbände hätten der Politik zahlreiche Vorschläge unterbreitet, um das unternehmerische Fundament Deutschlands zu stärken, passiert sei aber wenig. Folge sei eine große Verunsicherung und ein zunehmender Vertrauensverlust bei den Unternehmen. Grundlegende strukturelle Weichenstellungen in der Wirtschafts- und Sozialpolitik seien jetzt notwendig.
Zwischen Kooperation und Konkurrenz – Ein Reisebericht aus Asien von Tanja Gönner
Von Indien über China bis Indonesien – der Welthandel verschiebt sich immer mehr hin zu den asiatischen Volkswirtschaften. Mit ihrer Marktgröße und Kaufkraft bietet die Asien-Pazifik-Region deutschen und europäischen Unternehmen Raum zum Wachsen und Diversifizieren. BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner war vor Ort. In China und Indien traf sie Wirtschafts- und Regierungsvertreter, lotete Möglichkeiten für Kooperation aus, sprach Herausforderungen in der Zusammenarbeit und Lösungen für ein Level-Playing-Field an. Wir waren mit Kamera dabei.
Die neue Chief Representative der BDI-Vertretung Peking stellt sich vor
Seit dem 1. August 2024 leitet Elisa Hörhager als Chief Representative die BDI-Vertretung in Peking. Im Video stellt sie sich vor und erklärt, wie sie die Interessen der deutschen Industrie in Peking vertreten will.
#PowerTalk: Empfehlung zu Handelsabkommen und Geopolitik
Wir befinden uns in Zeiten von zunehmenden geopolitischen Verwerfungen. Damit einher geht die wachsende Lokalisierung der Produktion. Wie kann die EU ihre Handelsbeziehungen diversifizieren und stärken? Welche neuen Initiativen und Strategien werden benötigt, um Handel und Investitionen zu fördern und die wirtschaftliche Stabilität Deutschlands und der EU zu sichern? Warum ist es so wichtig eine neue Balance zwischen Nachhaltigkeitsanforderungen und strategischen Wirtschaftsinteressen zu finden und welche Rolle spielen Entwicklungs- und Schwellenländern dabei? Und welche Rolle spielt das multilaterale Handelssystem mit der WTO momentan noch?
WTO: Die multilaterale Handelsordnung wiederhergestellt?
Lange hat die Welthandelsorganisation (WTO) zusammen mit ihrer Vorgängerin, dem Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommen (GATT), zur Marktöffnung und zur Schaffung fairer Regeln für den Handel zwischen den Mitgliedern beigetragen. Sie hat Wirtschaftswachstum und Wohlstand weltweit gefördert. Allerdings steht die multilaterale Handelsordnung kurz vor der anstehenden 13. Ministerkonferenz Ende Februar in Abu Dhabi unter starkem Druck. Was kommt als nächstes?
Transatlantische Beziehungen: Kein Durchbruch beim EU-US-Gipfel
Für das vierte Quartal 2023 standen einige für die transatlantischen Beziehungen wichtige Termine auf der Tagesordnung: der EU-US-Gipfel im Oktober 2023 in Washington und das fünfte Treffen des Handels- und Technologierats (Trade and Technology Council, TTC), das für Anfang Dezember angedacht war. Doch schwierige Verhandlungen um Stahl und Aluminium sowie unterschiedliche Prioritäten in Bezug auf den TTC behindern den Fortschritt.
Quartalsbericht Deutschland III/2023: Verzögerte Erholung
Der BDI rechnet für das gesamte Jahr 2023 mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,4 Prozent. Die Wachstumsimpulse aus dem Außenhandel sind deutlich schwächer geworden. Die preisbereinigten Exporte dürften in diesem Jahr um 0,5 Prozent zurückgehen. Auch der Private Konsum bremst das Wachstum aus.
Transatlantische Zusammenarbeit: Ein Zwischenstand vom TTC
Der Trade and Technology Council (TTC) ist eines der wichtigsten transatlantischen Kooperationsforen zwischen den USA und der EU. Das vierte Treffen im Mai 2023 machte deutlich: Während der TTC im Bereich Technologie bereits einige Erfolge verbuchen konnte, lassen Handelserleichterungen noch größtenteils auf sich warten.
Der Inflation Reduction Act: Klimaschutz mit Haken
Mitte August 2022 unterzeichnete US-Präsident Joe Biden den Inflation Reduction Act of 2022 (IRA). Das Gesetz soll der hohen Inflation entgegenwirken und den Klimaschutz in den USA vorantreiben. In der EU hat das Gesetz Sorgen über die Zukunft des Investitionsstandorts Europa ausgelöst.
EU-CELAC-Gipfeltreffen in Brüssel
Wolfgang Niedermark, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung, sagt anlässlich des EU-CELAC-Gipfeltreffens in Brüssel: „Das erste Gipfeltreffen der EU mit den Lateinamerika- und Karibikstaaten nach acht Jahren ist ein erster wichtiger Schritt, um wieder Fahrt in den Beziehungen aufzunehmen.“
Globaler Wachstumsausblick 06/2023: Weltwirtschaft auf der Durststrecke
Die weltwirtschaftliche Produktion dürfte in diesem Jahr um 2,7 Prozent wachsen. Dies wäre gut ein Prozentpunkt unter dem Trend. Industrieproduktion und Welthandel starten sehr schwach ins Jahr: Wir rechnen mit einem moderaten Wachstum des Welthandels von gut zwei Prozent und einer Schwächephase der Industrieproduktion in den Industrieländern und in China.
Quartalsbericht Deutschland II/2023: Konjunkturelle Erholung verzögert sich
Die deutsche Wirtschaft kommt nur langsam aus der Winterdepression. Die reale Wirtschaftsleistung wird im laufenden Jahr stagnieren. Die Konjunktur in Deutschland kommt nur langsam in Schwung. Der Private Konsum wird zur Achillesferse der Konjunktur in Deutschland. Hohe Inflation und sinkende Reallöhne belasten die Verbraucherinnen und Verbraucher.
Sanktionsdurchsetzung des EU-Russlandembargos
Russlands Angriff auf die Ukraine ist ein dreister Verstoß gegen das Völkerrecht und darf nicht hingenommen werden. Wir unterstützen daher die Sanktionen. Leider stößt deren unternehmensbasierte Durchsetzung an Grenzen, weil viele Staaten Russland nicht sanktionieren. Die deutsche Industrie fordert daher gemeinsam mit dem Ost-Ausschuss eine schwarze Liste, um die russische Beschaffung sanktionierter europäischer Güter aus dem Nicht-EU-Ausland zu unterbinden.
Europas Platz in der Welt – Strategische Offenheit & europäische Autonomie
Im dritten Teil der Webtalkreihe „Strategische Offenheit & europäische Autonomie“ wird über die handelspolitischen Instrumente, die Europa zur Durchsetzung seiner Interessen benötigt und wie diese Instrumente für das Ziel des regelbasierten internationalen Handels bestmöglich ausgestattet sein sollten, diskutiert.
Quartalsbericht Deutschland I/2023: Wirtschaft im Jahr 2022 um 1,8 Prozent gewachsen
Die Wirtschaftsleistung ist zum Jahresende 2022 gesunken. Eine milde Rezession ist im Winterhalbjahr wahrscheinlich. Das Bruttoinlandsprodukt ist zum Jahresende 2022 etwas niedriger als vor Ausbruch der Corona-Pandemie. Die Konsumausgaben der Privaten Haushalte sind weiterhin schwach. Trotz steigender Beschäftigung entstanden erhebliche Kaufkraftverluste durch Inflation.
Neues Momentum für die Globalisierung
Deutschlands wirtschaftlicher Erfolg hängt in hohem Maße vom Außenhandel ab. Die aktuellen geoökonomischen und geopolitischen Ereignisse erfordern von der Politik international konkurrenzfähige Anreize für aus- und inländische Direktinvestitionen. Zudem ist eine sowohl nationale als auch globale Sicherheits- und Wirtschaftsinteressen übergreifende Strategie notwendig.
Inflation Reduction Act IRA: EU sollte für Verbesserungen für europäische Unternehmen werben
Anlässlich der USA-Reise der Wirtschaftsminister Robert Habeck und Bruno Le Maire sagt BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner mit Fokus auf den Inflation Reduction Act IRA: „EU sollte für Verbesserungen für europäische Unternehmen werben.“