Was ist uns unsere Sicherheit wert?
Als global verflochtene Industrienation ist Deutschland abhängig von einer regelbasierten Weltordnung, von Sicherheit und Stabilität. Dafür bedarf es einer verlässlichen Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik mit klar formulierten Interessen und der Bereitschaft zu deren Umsetzung. Nur so kann Deutschland im Rahmen von EU und NATO ein verlässlicher Partner sein.
Sicherheit, Verantwortung, Souveränität – Die Bedeutung der Industrie für die Sicherheits- und Verteidigungsfähigkeit Deutschlands
Deutschland ist das größte und wirtschaftlich stärkste Land Europas. Unsere Nachbarn und Partner in der NATO erwarten von uns deshalb, dass wir gerade in Zeiten geopolitischer Umbrüche Verantwortung übernehmen – insbesondere in der Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Bei den dafür notwendigen Schritten ist die deutsche Industrie ein entscheidender Pfeiler.
#WirMachen Sicherheit: Empfehlungen für die 20. WP
Neue Herausforderungen verlangen eine kontinuierliche Anpassung der deutschen Sicherheitspolitik. Als wertebasierte, globale Wirtschaftsmacht braucht Deutschland, als Teil der Europäischen Union, eine regelbasierte Ordnung, um globale Sicherheit, Stabilität und Wohlstand zu gewährleisten. Dafür müssen neue Technologien eingesetzt, ein einheitliches Reglement geschaffen und starke Partnerschaften, in Bezug auf die Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik, etabliert werden.
Verschärfung der US-Exportkontrolle
Sicherheitspolitik: Zeit zu handeln
Frieden und Sicherheit in der Welt sind die Grundpfeiler für stabile Gesellschaften und eine erfolgreiche Wirtschaft, die den Menschen Wohlstand und Perspektiven gibt. Anlässlich der 56. Münchner Sicherheitskonferenz fordert BDI-Präsident Dieter Kempf deshalb ein stärkeres Engagement in der Außen- und Sicherheitspolitik.
Nationale Alleingänge müssen ein Ende haben
„Es ist wichtig, die Rahmenbedingungen für mehr Kooperation in der Sicherheits- und Verteidigungspolitik zu schaffen“, erklärte BDI-Präsident Dieter Kempf im Vorfeld der Münchner Sicherheitskonferenz. Mehr Europa bedeute auch, entsprechende Hindernisse für eine intensivere Zusammenarbeit zu beseitigen. Gleichzeitig warnte er vor dem Aufbau von Doppelstrukturen zur NATO.
Sicherheitspolitik geht uns alle an
Besorgt blickt der Bundesverband der Deutschen Industrie auf die 54. Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) zurück. In schwieriger Zeit ist der sicherheitspolitische Austausch von besonderer Bedeutung. Gleichwohl zeugten die Beiträge in diesem Jahr mehr von Konfrontation und Ratlosigkeit, denn von einem echten Aufbruch.
Engere europäische Zusammenenarbeit in der Sicherheits- und Verteidigungspolitik
Auf der Sitzung des Europäischen Rats im März 2017 haben die Staats- und Regierungschefs Maßnahmen zur engeren Zusammenarbeit im Bereich Sicherheit und Verteidigung beraten. Diese gehen zurück auf die Vorschläge des gemeinsamen Rats der Außen- und Verteidigungsminister. Mehr Kooperation bei Forschung, Entwicklung und Beschaffung ist aus Sicht der deutschen Industrie dringend geboten.
Auswirkungen der US-Außenpolitik auf die europäische Sicherheitsarchitektur
Politische Entscheidungen in Washington haben direkte Auswirkungen auf Deutschland und Europa. Bislang fehlende beziehungsweise widersprüchliche Aussagen des neuen US-Präsidenten zu konkreten außen- und sicherheitspolitischen Initiativen führen europaweit zu Verunsicherung. Nicht zuletzt sind die Vereinigten Staaten nach wie vor zentraler Pfeiler in der transatlantischen Sicherheitsarchitektur, erklärt Claus Günther (CEO Diehl Defence) im Interview.
19. WP: Empfehlungen | Sicherheitspolitik
Deutschland muss sich stärker als bisher für Sicherheit, Frieden und eine regelbasierte Weltordnung einsetzen und sicherheitspolitisch mehr Verantwortung übernehmen. Die Stärkung der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie und der Erhalt von nationalen Schlüsseltechnologien muss dabei Kernanliegen deutscher Sicherheitspolitik sein.
Plädoyer für mehr Europa und weniger nationale Alleingänge
Die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie ist von großer Bedeutung für die gesamte deutsche Industrie. Insbesondere im Bereich Forschung und Entwicklung ist sie „Innovationsmotor“. Die Unternehmen leisten durch überdurchschnittlich hohe Forschungsanstrengungen einen Beitrag zu Deutschlands technologischer Spitzenposition. Die Rüstungsindustrie sendet damit erhebliche Impulse für Forschung und Entwicklung in der gesamten deutschen Wirtschaft – im militärischen und zivilen Bereich.
Sicherheit durch technologische Souveränität!
Neue sicherheitspolitische Herausforderungen erfordern zu ihrer Bewältigung eine deutsche Außen- und Sicherheitspolitik, die neben den klassischen Themenfeldern auch die Bedeutung von Technologien für die Sicherheit unseres Landes stärker als bisher berücksichtig. Die Verfügbarkeit, Integrität und Beherrschbarkeit modernster Sicherheitstechnologien ist ein unverzichtbarer Baustein für eine zukunftsgerichtet Sicherheitsarchitektur der Industrienation Deutschland. Ein Meinungsbeitrag von Stefan Mair, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung.
Sicherheit für das Industrieland Deutschland
Globalisierung und technischer Fortschritt eröffnen dem Industrieland Deutschland vielfältige Chancen, bergen jedoch auch neue, komplexe Sicherheitsherausforderungen. Die Bewältigung aktueller und künftiger Sicherheitsherausforderungen bedarf aus diesem Grund eines gesamtgesellschaftlichen Sicherheitsverständnisses. Ziel des BDI ist es, einen konstruktiven Beitrag für die erforderliche Entwicklung eines gemeinsamen Sicherheitsverständnisses von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft zu leisten.