Effiziente Schwergutlogistik für eine starke Industrie: VI GST sieht Reformbedarf bei Großraum- und Schwertransporten
Großraum- und Schwertransporte (GST) leisten einen beträchtlichen volkswirtschaftlichen Beitrag und sind für den Erhalt sowie die Transformation des Wirtschaftsstandorts Deutschland unverzichtbar. Aktuell behindern insbesondere vermeidbare Bürokratiehürden und Defizite in der Verkehrsinfrastruktur sowie der Digitalisierung diese so essenziellen Transporte.
Standort D mit Investitionen stärken
Die öffentlichen Investitionen und die Anreize für private Investitionen müssen im nächsten Jahrzehnt erheblich erhöht werden. Ein Programm für Infrastruktur, Transformation und Resilienz sollte ein Volumen von rund 400 Milliarden Euro über das nächste Jahrzehnt aufweisen. Die Investitionen in die Infrastruktur, Gebäude und Wohnen sollten über das nächste Jahrzehnt in der Größenordnung von rund 315 Milliarden Euro erhöht werden. Nahezu die Hälfte des Bedarfs in Höhe von 185 Milliarden Euro entfällt auf Verkehrsinfrastruktur.
Änderung des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes
Der Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes setzt Vorgaben der Aarhus-Konvention sowie des Europäischen Gerichtshofs um. Der BDI befürwortet die vorgeschlagenen Regelungen als notwendige Maßnahmen zur Einhaltung von Völker- und Europarecht. Die deutsche Industrie befürwortet in diesem Zusammenhang die nummerische Aufzählung von Klagegründen im Anwendungsbereich der Verordnung.
Gesetz zur Änderung des Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetzes
Die Bundesregierung will den Aufbau von Schnellladeinfrastruktur mit einer Tankstellenversorgungsauflage voranbringen. Der BDI unterstützt das Ziel, kritisiert aber die gewählte Maßnahme: Sie ist nicht zielgenau und verpflichtet Tankstellenbetreiber zu unrentablen Investitionen an schwach frequentierten Standorten. Für den weiteren Aufbau gilt es insbesondere zentrale Hemmnisse wie fehlende öffentliche Flächen und Netzanschlüsse aufzulösen.
Bilanzierung von Treibhausgasemissionen von Verkehrsdienstleistungen
Die Europäische Kommission plant mit der CountEmissions EU eine einheitliche Methodik für die Berechnung von Treibhausgasemissionen im Güter- und den Personenverkehr zu implementieren. Der BDI begrüßt diese Initiative. Damit CountEmissions EU Transparenz für Verkehrsdienstleister und ihre Kunden schaffen kann, braucht es wirksame Anreize, Technologieoffenheit sowie eine europäische und weltweite Harmonisierung in einem freiwilligen System.
Verkehrsinfrastruktur – Was ist zu tun?
Unternehmen und Bürger brauchen eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur. Neue Wege für eine transparente, langfristige und effiziente Entwicklung und Finanzierung von Verkehrsinfrastrukturen sind notwendig.
Genehmigungsbeschleunigungsgesetz im Verkehrsbereich
Der BDI unterstützt das Bestreben der Bundesregierung, eine Beschleunigung der Genehmigungsverfahren für den Erhalt und den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur zu erzielen. Denn die Überkomplexität des deutschen Planungs- und Genehmigungsrechts verursacht inzwischen nicht nur bei klassischen Industrievorhaben, sondern auch beim Auf- und Ausbau der für den verkehrlichen Bedarf und zur Defossilisierung der Mobilität notwendigen Infrastruktur einen erheblichen Zeitverzug.
E-Fuels: CO2-neutrale Kraftstoffe der Zukunft
Das Auto von morgen fährt klimaneutral. Alternative Kraftstoffe und Antriebe bieten die Chance, CO2-Emissionen zu verringern und den Klimaschutz zu fördern. Auf dem Weg zum emissionsfreien Fahren sind synthetische Kraftstoffe ein wichtiger Baustein.
Klima 2030: Wie können wir die nationalen Klimaschutzziele im Verkehr erreichen?
Der Verkehr steht in den nächsten Jahren vor einem fundamentalen Wandel. Die Herausforderungen sind enorm. Autos und Nutzfahrzeuge, Bahnen und öffentlicher Verkehr, Binnenschiffe sowie die internationalen Verkehrsträger Luftverkehr und Schifffahrt – alle müssen ihren Beitrag zur schrittweisen Dekarbonisierung unserer Mobilität leisten.
Die grüne Lösung für nicht-elektrifizierte Bahnstrecken
Im Kampf gegen die Klimakrise kommt der Mobilität der Zukunft eine entscheidende Schlüsselrolle zu. Neue Mobilitätskonzepte sind gefragt, wenn es darum geht, die CO2-Emissionen zu senken. Ein Konzept für ein besseres Klima ist Wasserstoff. Wie die Zukunft des öffentlichen Personenverkehrs aussieht und warum die Wasserstofftechnologie dabei eine wichtige Rolle spielt, erklären Michael Peter, CEO von Siemens Mobility und Albrecht Neumann, CEO Rolling Stock von Siemens Mobility im Gespräch.
H2goesRail oder: Warum braucht der Schienenverkehr grünen Wasserstoff?
Mit H2goesRail testen die Deutsche Bahn, DB Regio und DB Energie zusammen mit Siemens Mobility ein neues Wasserstoff-Gesamtsystem bestehend aus einem Wasserstoffzug und einem Wasserstoff-Betankungssystem. Das Projekt wurde erstmals Anfang Mai 2022 im Siemenswerk in Krefeld vorgestellt. Wasserstoffzüge sind für die Deutsche Bahn ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2040. Sie sollen CO2-freien Eisenbahnverkehr auch auf nicht elektrifizierten Strecken ermöglichen. Über die nächsten Schritte berichtet Christian Pieper, DB Energie GmbH.
U.S.-EU Trade and Technology Council: Signal für einen transatlantischen Schulterschluss
Mitte Mai 2022 fand das zweite Treffen des Handels- und Technologierates (U.S.-EU Trade and Technology Council, TTC) in Frankreich statt. Der TTC sendet das dringend benötigte starke Signal für einen transatlantischen Schulterschluss. Politischen Bekenntnissen müssen nun konkrete Taten folgen und die Arbeitsprogramme der zehn Arbeitsgruppen müssen mit Leben gefüllt werden.
Referentenentwurf für ein 5. Gesetz zur Änderung des Bundesfernstraßenmautgesetzes
Mit der neuen EU-Wegekostenrichtlinie ist den Mitgliedstaaten ein wirksames Instrument an die Hand gegeben, um den technologieoffenen Einsatz von Lkw mit alternativen Antrieben und Kraftstoffen, insbesondere mit batterie- und brennstoffzellen-elektrischem Antrieb oder direkt mit Wasserstoff betriebenen Fahrzeugen, attraktiver zu machen und damit die Dekarbonisierung im Straßengüterverkehr weiter voranzutreiben.
Industrie braucht mehr Schiene – mehr Schiene braucht Politik
Laut und von überall her tönt der Ruf: „Mehr Güter auf die Schiene!“. In der Industrie hat die Schiene schon lange Konjunktur. Die deutsche Wirtschaft ist nicht nur auf die Schiene angewiesen, sondern wird dies in Zukunft noch mehr sein: Welthandel und Transportmengen werden weiterwachsen und die Logistikketten müssen zunehmend CO2-neutral sein.
Klimaneutralität 2045: Ehrgeizig, aber technologisch machbar
Deutschland steht vor der größten Transformation in der Geschichte der Bundesrepublik. Der Umbau zur Klimaneutralität ist machbar, aber eine gesamtgesellschaftliche Mammutaufgabe. Das klimaneutrale Industrieland gibt es nicht zum Nulltarif – weder für Unternehmen noch für private Haushalte. In der Transformation liegt jedoch auch eine historische Chance zur Modernisierung unseres Landes, betont BDI-Präsident Siegfried Russwurm bei der Pressekonferenz zur Studienvorstellung.
Zweite Verordnung zur Änderung der BSI-Kritisverordnung
Die deutsche Industrie erkennt die Notwendigkeit zur Umsetzung angemessener organisatorischer und technischer Vorkehrungen zur Absicherung von IT-Systemen Kritischer Infrastrukturen an. Damit die Änderungsverordnung der BSI-Kritisverordnung zur Stärkung der Cyberresilienz beiträgt, bedarf es u. a. die Einführung einer 24-monatigen Umsetzungsfrist, die Erhöhung der Normklarheit des Anlagenbegriffs und die Einbeziehung der Wirtschaft in die Evaluierung.
Entwurf eines Investitionsbeschleunigungsgesetzes (InvBeschlG)
Infrastruktur zählt zu den Top-3-Standortfaktoren der industriellen Wertschöpfung in Deutschland. Neben einem bedarfsgerecht hohen Investitionsniveau ist notwendig, dass diese Mittel präziser planbar und deutlich rascher in die Projekte fließen, als dies heute möglich ist. Der BDI macht Vorschläge zur Verbesserung der geplanten Maßnahmen, weist aber auch auf die zahleichen weiteren, noch nicht in Angriff genommenen Beschleunigungsinstrumente hin.
Kontinuität bei der Finanzierung und Tempo bei der Umsetzung
Trotz des angemessen hohen Investitionsniveaus für Infrastrukturvorhaben hapert es häufig an deren Umsetzung. Überlange Verfahren und restriktive Auflagen erschweren immer wieder, dass die bereitgestellten Mittel verbaut werden. Planungs- und Genehmigungsprozesse müssen schneller werden.
CO2-Bepreisung ist Teil des Klimaschutzprogramms 2030
Die Bundesregierung führt 2021 ein nationales Emissionshandelssystem für Kohlendioxid aus den Bereichen Verkehr und Wärme ein. „Es ist enorm wichtig, dieses neue nationale System nur als Zwischenlösung zu verstehen und europäisch anschlussfähig zu halten“, betont BDI-Präsident Dieter Kempf. Ein CO2-Bepreisungssytem müsse nach Möglichkeit global ausgerichtet sein, in jedem Fall aber die G20-Staaten umfassen.