Industriepolitik Dossier 04/2023
Der BDI rechnet in diesem Jahr mit einem Anstieg der Produktion im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland um ein Prozent. Der Auftragsvorlauf in der Industrie reicht noch weit bis in die zweite Jahreshälfte. Gleichzeitig lösen sich die Lieferengpässe langsam auf. Im Verarbeitenden Gewerbe der Europäischen Union war eine sehr heterogene Entwicklung zu beobachten. Während Pharmageschäft und Elektroindustrie gut laufen, fahren energieintensive Branchen ihre Kapazitäten runter.
Industriepolitik Dossier 11/20122
Der BDI rechnet im Jahr 2022 mit einem Anstieg des Welthandels um vier Prozent. Die Warenexporte aus den Schwellenländern dürften dabei deutlich stärker steigen als die aus den entwickelten Volkswirtschaften. Dem noch immer hohen Auftragsbestand ist es zu verdanken, dass im laufenden Jahr die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe nicht sinkt. In der Europäischen Union setzt die Industrie mit einem Plus von zwei Prozent ihren Wachstumskurs im dritten Jahr nach Ausbruch der Corona-Pandemie fort.
Globaler Wachstumsbericht: Transatlantische Schwächeperiode
Das Wachstum der Weltwirtschaft wird sich auf gut 2,25 Prozent im kommenden Jahr belaufen – nach drei Prozent im laufenden Jahr. Der transatlantische Wirtschaftsraum wird eine ausgeprägte Schwächephase durchlaufen. Diese dürfte im Euroraum länger andauern als in den Vereinigten Staaten. Gut drei Viertel des Wachstums in der Welt werden im Jahr 2023 auf den Asien-Pazifik-Raum entfallen, 2024 noch drei Fünftel.
Umfassendes Wirtschafts- und Handelsabkommen (CETA) zwischen Kanada und der EU
CETA sollte zügig vom Deutschen Bundestag und den verbleibenden EU-Mitgliedstaaten ratifiziert werden, damit es nach mehr als fünf Jahren vorläufiger Anwendung nun auch vollständig in Kraft treten kann. Dem BDI erscheint es fraglich, ob eine erneute Auslegung Investitionsschutzkapitels in Form einer Interpretationserklärung notwendig ist. Keinesfalls darf ein solches Vorgehen zu weiteren Verzögerungen bei der Ratifizierung des Abkommens führen.
Industriepolitik Dossier 05/20122
Der BDI rechnet im Jahr 2022 mit einem Anstieg des Welthandels um fünf Prozent. Die Warenexporte aus den hochentwickelten Volkswirtschaften dürften dabei deutlich langsamer steigen als die aus den Schwellenländern. Die Industrie rechnet mit einem Anstieg der Produktion im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland um zwei Prozent. Dies setzt allerdings voraus, dass sich die Lieferengpässe in der zweiten Jahreshälfte auflösen und Versorgungssicherheit bei Energie weiter gewährleistet ist.
Industriepolitik Dossier 11/2021
Die Corona-Pandemie hat weltweit einen Produktionsausfall in der Industrie im vergangenen Jahr von mehr als sieben Prozent verursacht. Dieser Verlust ist ein erheblicher Rückschlag. Die Industrieproduktion in Deutschland wird durch Lieferengpässe erheblich behindert. Die jüngste Entwicklung des internationalen Infektionsgeschehens erhöht die Risiken für die Industrieproduktion in diesem Winter massiv.
Deutschland auf dem Weg in eine Wasserstoff-Ära?
Bis 2030 soll ein wettbewerbsfähiger Wasserstoffmarkt in Deutschland entstehen – eine Herkulesaufgabe für die deutsche Industrie und die Bundesregierung. Damit allein die klimaneutrale Erzeugung von Industrieprodukten Realität wird, werden laut Nationalem Wasserstoffrat künftig mindestens 100 Terrawattstunden (TWh) Wasserstoff im Jahr benötigt. Doch woher soll der klimaneutrale Wasserstoff kommen, damit der flächendeckend für die Industrie und weitere Anwendungen zur Verfügung steht?
Level Playing Field im internationalen Wettbewerb
Für die Europäische Union sind internationaler Handel und internationale Investitionen zu fairen Rahmenbedingungen Voraussetzung für die Sicherung von Wachstum, Nachhaltigkeit und Arbeitsplätzen. Die EU braucht hierzu einen effektiven und ausgewogenen Instrumentenkasten, um weltweit einen Wettbewerb auf Augenhöhe (Level Playing Field) herzustellen.
Ratifizierung des CETA-Handelsabkommens
Ausfuhrkontrollen und Exportverbote im Zuge der Covid-19-Pandemie
Die Welthandelsorganisation (WTO) rechnet in diesem Jahr mit einem Rückgang des Welthandels von 13 bis 32 Prozent. Zu den Produktionsausfällen kommen zunehmend nationale Ausfuhrbeschränkungen. Diese senden ein verheerendes Signal und tragen nicht zur Lösung von Versorgungsengpässen bei. Zudem verzögern sie die notwendige Umrüstung von industrieller Produktionskapazität.
EU-Verordnung für den Export von Gütern mit doppeltem Verwendungszweck
Seit 2016 wird um die EU-Verordnung zum Ausfuhr von Gütern mit doppeltem Verwendungszweck (Dual-Use) gerungen. Nun gab es einen Durchbruch: Der Rat hat sich auf ein Mandat für die Verhandlungen mit Kommission und europäischem Parlament geeinigt. Die deutsche Industrie begrüßt den erreichten Kompromiss. Die Mitgliedsstaaten stehen zu ihrer Verantwortung für den Schutz von Menschenrechten.
Quartalsbericht Deutschland I/2018
Die deutsche Wirtschaft war auch zum Jahresende 2017 weiter auf Wachstumskurs. Im vierten Quartal gingen die Wachstumsimpulse nahezu vollständig von den außenwirtschaftlichen Aktivitäten aus. Insgesamt stieg die Wirtschaftsleistung im Jahr 2017 um 2,2 Prozent. Um Kalendereffekte bereinigt sogar um 2,5 Prozent. Der BDI rechnet für das Jahr 2018 mit einem Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Leistung gegenüber dem Vorjahr um real 2,25 Prozent.
Sicherheit im Koalitionsvertrag: Politik zwischen Anspruch und Wirklichkeit
Anfang Februar haben Union und SPD ihren Koalitionsvertrag für die 18. Wahlperiode vorgelegt. Sicherheitspolitisch klafft eine Lücke zwischen großen Absichten auf der einen und unzureichenden Investitionen auf der anderen Seite. So bleibt offen, wie Deutschland seiner Verantwortung nachkommen und seine internationalen Verpflichtungen einhalten will.
Industriepolitik Dossier 12/2016
Für das Jahr 2016 ist in Deutschland mit einem Anstieg der Produktion im Verarbeitenden Gewerbe um ein halbes Prozent (plus 0,5 Prozent) zu rechnen. Ebenso dürfte die weltweite Industrieproduktion im Jahr 2016 um insgesamt 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigen. Nach Einschätzungen der BDI-Mitgliedsverbände und vor dem Hintergrund der Entwicklungen der Exportmärkte, rechnet der BDI damit, dass die deutschen Warenausfuhren im Jahr 2016 nur um rund ein Prozent zulegen werden.
Industriepolitik Dossier 11/2016
Das rückgängige Wachstum der Arbeitsproduktivität stellt Deutschland und zahlreiche weitere entwickelte Länder vor große Probleme. Die ungünstige demographische Entwicklung verschärft außerdem zunehmend den mittelfristigen Ausblick – der demographische Druck belastet unser Wirtschafts- und Sozialmodell und hat direkte Auswirkungen auf das Produktivitätswachstum. Die wirtschaftspolitische Agenda muss sich deshalb konsequent auf eine Steigerung der Produktivität fokussieren, um diese Herausforderungen zu meistern. Die Arbeitsproduktivität müsste bis 2060 jedoch jährlich um über zwei Prozent wachsen, um moderate Einkommenssteigerungen von einem Prozent pro Jahr zu erreichen. Das größte Potential besteht darin, Innovationen und Produktivitätsanstiege der Unternehmen an der technologischen Spitze auch ins Mittelfeld zu diffundieren.