Ground Floor Stage
Deutschland bleibt eine prägende Kraft der internationalen Standardisierung – ein strategischer Vorteil, der Märkte öffnet, Innovationen beschleunigt und technologische Führungsansprüche untermauert. Gleichzeitig verschärft sich der globale Wettbewerb: Immer mehr Staaten nutzen Standards gezielt als wirtschaftliches und politisches Machtinstrument, professionell orchestriert und eingebettet in langfristige Industrie- und Technologiepolitiken.
Wer Standards setzt, gestaltet die technischen Regeln der Zukunft. Die Standardisierung hat sich von einer rein technischen Disziplin zu einem geopolitischen Faktor entwickelt – einem Hebel, der Wertschöpfungsketten definiert, Abhängigkeiten reduziert und Sicherheit gewährleistet. In einer Welt intensiver technologischer Systemkonkurrenz entscheidet die Fähigkeit, Standards zu entwickeln und global zu verankern, über Europas Wettbewerbsfähigkeit, strategische Handlungsfähigkeit und Souveränität.
Damit gehört die Standardisierung ins Zentrum der europäischen Zukunftsdebatten. Europa kann seine Rolle als globaler Taktgeber nur behaupten, wenn es bei Schlüsseltechnologien früh gemeinsame Standards etabliert – konsensual, innovationsfördernd und im Dienste wirtschaftlicher Stärke.
Nicola Beer, Vizepräsidentin, Europäische Investitionsbank
Sibylle Gabler, Geschäftsführung External Relations, DIN
Uwe Rüddenklau, Leiter der globalen Standardisierungsthemen und Director of Standardization, Infineon
Dieter Wegener, Vizepräsident, Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik
Moderation:
Ina Karabasz, Wirtschaftsjournalistin