

Roberta Metsola, Mitglied des Europäischen Parlaments
Roberta Metsola wurde im Januar 2022 zur Präsidentin des Europäischen Parlaments gewählt und ist damit die jüngste Person, die jemals dieses Amt bekleidet hat. Im Juli 2024 wurde sie für eine weitere Amtszeit an der Spitze der Institution wiedergewählt und ist damit erst die zweite Person und die erste Frau, die zwei Amtszeiten als Präsidentin absolviert.
An der Spitze der einzigen direkt gewählten europäischen Institution hat sich Präsidentin Metsola nach der brutalen Invasion Russlands sehr deutlich und entschlossen für die Unterstützung Europas für die Ukraine eingesetzt. Am 1. April 2022 war sie die erste Präsidentin einer Institution der Europäischen Union, die seit Kriegsbeginn die Ukraine besuchte. Als Präsidentin des Europäischen Parlaments hat sie Reformen vorangetrieben, um das Parlament moderner, effizienter und rechenschaftspflichtiger zu gestalten.
Seit Beginn ihrer Amtszeit hat es Präsidentin Metsola sich zudem zur Priorität gemacht, über Brüssel und Straßburg hinauszugehen, indem sie Mitgliedstaaten und Beitrittskandidaten der Europäischen Union besucht, sich mit Menschen trifft, Schulen besucht und die Botschaft Europas in die verschiedenen Städte, Gemeinden und Dörfer trägt. Außerdem hat sie Staats- und Regierungschefs der EU ins Europäische Parlament eingeladen, um im Rahmen der Debatten unter dem Motto „This is Europe“ aktuelle Herausforderungen und Chancen für die Union zu erörtern.
Sie wurde 2013 erstmals ins Europäische Parlament gewählt und war damit eine der ersten maltesischen Abgeordneten im Europäischen Parlament. Präsidentin Metsola wurde 2014 wiedergewählt und anschließend erneut 2019 und 2024.
Im Jahr 2020 wurde sie zur Ersten Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments gewählt und war damit die erste maltesische Staatsangehörige in diesem Amt. Sie war zuständig für die Beziehungen des Europäischen Parlaments zu den nationalen Parlamenten sowie für die Beteiligung des Parlaments am interreligiösen und nichtkonfessionellen Dialog (Artikel 17 AEUV).
Im Europäischen Parlament war Präsidentin Metsola von Januar 2017 bis 2020 Koordinatorin der Fraktion der Europäischen Volkspartei im Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres. Präsidentin Metsola war 2019 Berichterstatterin des Parlaments für die Verordnung über die Europäische Grenz- und Küstenwache (FRONTEX). Sie war außerdem Mitautorin des Initiativberichts des Parlaments über die Notwendigkeit, Journalisten in der Europäischen Union vor strategischen Klagen gegen die Beteiligung der Öffentlichkeit (SLAPP) zu schützen.
Vor ihrer Wahl zur Abgeordneten des Europäischen Parlaments war Präsidentin Metsola bei der Ständigen Vertretung Maltas bei der Europäischen Union tätig und später als Rechtsberaterin des Hohen Vertreters der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik. Während ihres Studiums setzte sie sich aktiv für den Beitritt Maltas zur Europäischen Union ein und engagierte sich in verschiedenen Organisationen, unter anderem als Generalsekretärin der European Democrat Student Organisation zwischen 2002 und 2003. Präsidentin Metsola sieht das Referendum über den Beitritt Maltas zur Europäischen Union als Auslöser für ihre politische Karriere in so jungen Jahren.
Beruflich ist sie Rechtsanwältin mit Spezialisierung auf Europarecht und -politik. Sie absolvierte einen Erasmus-Austausch in Frankreich und schloss ihr Studium an der Universität von Malta sowie am Europakolleg in Brügge ab.
Roberta Metsola wurde 1979 geboren, ist mit Ukko Metsola verheiratet und Mutter von vier Söhnen.
Programm
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Sovereignty made by Europe – Writing our Future in the Era of Power Politics
22.06.2026
14:10 14:40
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