#TDI26 – Tag der Industrie
Der Gebäudesektor auf dem Weg zur Klimaneutralität
Die nationalen und europäischen Klimaziele sind nur mit einem klimaneutralen Gebäudesektor erreichbar. Die dafür notwendige Transformation des Gebäudebestands, zu der kleine und große Maßnahmen beitragen, erfordert ein konsequentes Miteinander von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien beziehungsweise klimaneutraler Energieträger. Auch aufgrund der damit einhergehenden Resilienz der Energieversorgung ist es wichtig, die Transformation des Gebäudesektors weiter voranzubringen. Welche Weichenstellungen dafür erforderlich sind, beantwortet unser Positionspapier.
StromVKG: Richtiger Schritt für zuverlässige Stromversorgung – weitere energiepolitische Reformen müssen folgen
Zum Kabinettsbeschluss über das Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetz (StromVKG) erklärt Holger Lösch, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des BDI: „Das StromVKG ist ein wichtiger und richtiger Schritt für eine zuverlässige Stromversorgung. Weitere energiepolitische Reformen zur EEG-Novelle und zum Netzpaket dürfen nicht ausgebremst werden.”
Gebäudemodernisierungsgesetz: Besser als sein Ruf – wichtiger Impuls für Investitionen
Zum Gebäudemodernisierungsgesetz äußert sich Carsten Rolle, BDI Co-Bereichsleiter Energie, Mobilität und Umwelt: „Das Gebäudemodernisierungsgesetz ist besser als sein Ruf und ein wichtiger Schritt, um Investitionen endlich wieder in Gang zu bringen.”
Steuerschätzung: Verstärkt Handlungsdruck, die Wachstumskräfte zu fördern und den Haushalt zu konsolidieren
Zu den Ergebnissen der aktuellen Steuerschätzung sagt BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner: „Die geringer wachsenden Steuereinnahmen verstärken den Handlungsdruck: Investitionen priorisieren, den Haushalt konsolidieren und Wachstumskräfte stärken, gehört auf der politischen Agenda ganz nach oben.”
Entwurf eines Gesetzes zur Sicherung der Versorgungssicherheit Strom und zur Bereitstellung neuer Kapazitäten
Das StromVKG setzt aus Sicht des BDI wichtige Impulse für mehr Versorgungssicherheit und einen pragmatischen, technologieoffenen Kapazitätsaufbau durch wettbewerbliche Ausschreibungen. Die größere Flexibilität für Anbieter und die Fokussierung auf verlässliche gesicherte Leistung werden ausdrücklich begrüßt. Entscheidend ist jedoch, Investitionsanreize effizient zu setzen und zusätzliche Komplexität sowie Kostentreiber – etwa durch überzogene Vorgaben oder Pönalen – zu vermeiden. Kritisch sieht der BDI insbesondere die geplante Finanzierung über eine Umlage: Zusätzliche Belastungen von bis zu 1–2 ct/kWh würden die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Industrie weiter schwächen und die Elektrifizierung erschweren. Eine dementsprechende Umlage wird deshalb vom BDI abgelehnt.
AI Act Omnibus: Trilog Einigung reduziert Doppelzertifizierungen
Zum Ergebnis der Trilog Einigung zum AI Act Omnibus äußert sich Holger Lösch, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI): „Die Einigung ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Praxistauglichkeit und Rechtssicherheit für die europäische Industrie.“
Industry Report May 2026
Due to the weak start to the year and the uncertainties caused by the war in Iran, the BDI expects manufacturing output to stagnate this year. There is a risk of a decline in output should disruptions to shipping continue for any length of time as a result of the conflict. Within the European Union, output is expected to rise only slightly this year, by 0.5 percent, due to the war.
Referentenentwurf eines Gesetzes zur Änderung des Wärmeplanungsgesetzes
Mit der Änderung des Wärmeplanungsgesetzes will die Bundesregierung die kommunale Wärmeplanung insbesondere für kleinere Kommunen vereinfachen und entlasten. Diesen Ansatz begrüßen wir, sehen jedoch weiterhin erhebliche Defizite bei Kohärenz, Rechtssicherheit und Umsetzbarkeit. Unzureichende Abstimmung mit dem nun ebenfalls vorgelegten Gebäudemodernisierungsgesetz und fehlende Verzahnung mit zentralen Förderinstrumenten hemmen Investitionen und verstärken den Attentismus im Gebäudesektor. Die Wärmeplanung muss praktikabel bleiben, europarechtskonform ausgestaltet und verlässlich mit der Förderung effizienter Wärmenetze hinterlegt werden.
BDI on the EU AI-Act: Europe needs AI that can scale in industry – not duplicated rules
With regard to the ongoing negotiations on the EU AI Act, Holger Lösch, Deputy Director General of the Federation of German Industries (BDI), comments: “Europe needs AI that can scale in industry – not duplicated rules.”
Reformvorschläge zur deutschen Quellenbesteuerung
Das Quellensteuerabzugsverfahren hat für die deutsche Wirtschaft eine hohe Bedeutung, insbesondere bei Lizenzvereinbarungen mit ausländischen Tochtergesellschaften. Dieses Verfahren verursacht jedoch unverhältnismäßigen Aufwand in der Unternehmenspraxis. Der BDI macht daher konkrete Vereinfachungsvorschläge für eine Reform des Erstattungs- und Freistellungsverfahrens beim Quellensteuerabzug.
Kreislaufwirtschaft: 880 Milliarden Euro Wertschöpfungspotenzial für die deutsche Industrie
Zusätzliche Wertschöpfung, resilientere Lieferketten, geringere Rohstoffabhängigkeiten und ein messbarer Beitrag zum Klimaschutz – die Kreislaufwirtschaft (Circular Economy) ist ein strategischer Wachstumsmotor für den Industriestandort Deutschland. Die Boston Consulting Group (BCG) hat im Auftrag des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) die Effekte der Kreislaufwirtschaft auf die Branchen Mobilität, Maschinenbau, Bauwesen, Energie sowie Textil untersucht. Die Studie „Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz: Chancen der Circular Economy für die deutsche Industrie“ zeigt: Die zirkuläre Bruttowertschöpfung kann sich von heute 60 Milliarden Euro auf bis zu 125 Milliarden Euro im Jahr 2045 mehr als verdoppeln – und das innerhalb bestehender Industrie- und Wertschöpfungsstrukturen.
Energy Efficiency – Rating Scheme for Data Centers in Europe
Data centers are essential to innovation and competitiveness, as well as to Europe’s digital sovereignty. Any new regulation must not impede the expansion of data center capacity. BDI supports the introduction of an EU energy-efficiency rating system for data centers—provided it is designed to be practical and technology-neutral. Sensitive information must be safeguarded and overlapping regulation avoided, to facilitate energy-efficiency and expansion likewise.
Trumps neue Zollankündigungen: Handelsabkommen muss von beiden Seiten eingehalten werden
Wolfgang Niedermark, Mitglieder der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), kommentiert die jüngsten Ankündigung des US-Präsidenten, die Zölle auf aus der Europäischen Union in die USA eingeführte Lkw und Pkw auf 25 Prozent zu erhöhen: „Das Handelsabkommen zwischen der EU und den USA muss von beiden Seiten eingehalten werden.“
Cybersecurity Act 2
With its Cybersecurity Act 2, the European Commission has missed an opportunity to simplify Europe’s complex regulatory landscape. While strengthening ENISA is welcome, the proposal falls short of significantly streamlining cybersecurity certification schemes. Moreover, the intention to enhance ICT supply chain resilience is generally supported, but the proposed framework requires substantial improvement to reflect industrial realities.
BDI President Leibinger on one year of government: A convincing agenda for renewal is missing
Peter Leibinger, President of the Federation of German Industries (BDI), comments on the first anniversary of the federal government taking office on 6 May: “What is missing above all is an overarching vision for a reform agenda – a convincing description of the goal of an agenda for renewal.”
Straße von Hormus – Was sich bei globalen Energieflüssen und Marktstabilität verändert
Wie beeinflusst die Lage in und um die Straße von Hormus globale Energieflüsse und die Stabilität der Märkte? Im gemeinsamen Webinar von BDI und Weltenergierat diskutierten Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Finanzwelt geopolitische Szenarien, Entwicklungen an den Öl- und Gasmärkten sowie makroökonomische Folgen für Europa.
The EU amid trade risks and growth opportunities
By early 2026, the European economy will face a global environment characterized by trade policy uncertainty, with significantly higher trade barriers, geopolitical volatility and intensified competitive pressure. At the same time, the deepening of the single market, new trade agreements and – subject to clear conditions and in the longer term – EU enlargement offer significant opportunities to cushion external shocks and strengthen growth in a sustainable manner.
DBWT2026 - Deutschland und Brasilien: Gemeinsam für mehr Resilienz
Gemeinsam für mehr Resilienz - unter diesem Motto trafen sich am 19. und 20. April 2026 in Hannover zentrale Akteure der deutschen und brasilianischen Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zu den 42. Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstagen.
Wo stehen die transatlantischen Beziehungen?
Die USA sind nach wie vor einer der wichtigsten Auslandsmärkte für die deutsche Wirtschaft. Doch die Politik von US-Präsident Trump stellt deutsche Unternehmen vor Herausforderungen.