BDI zum KRITIS-Dachgesetz: Zu echter Resilienz bleibt ein weiter Weg
Zur Abstimmung über das KRITIS-Dachgesetz sagt Holger Lösch, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des BDI: „Koalitionsausschuss setzt positives Signal mit der Agenda für Resilienz – konkretes Gesetz bleibt aber hinter den Notwendigkeiten in der aktuellen Bedrohungslage zurück.“
Thomas Gottschild, Vorsitzender des BDI-Ausschusses für Sicherheit
„Deutschlands Verteidigungsfähigkeit und gesellschaftliche Resilienz entstehen nicht von allein: Jetzt braucht es industrielle Logik, Tempo und klare Rahmenbedingungen. Nur wenn Politik unternehmerischen Gestaltungsspielraum gewährt, lassen sich Skaleneffekte nutzen, die Sicherheit, Innovationskraft und Widerstandsfähigkeit langfristig sichern.“
Aufholjagd im All
Die Studie „Aufholjagd im All“, entstanden in Kooperation mit Roland Berger, zeigt, warum Deutschland und Europa handeln müssen: Die Raumfahrt ist ein Schlüssel für Wachstum, Innovationstreiber und Sicherheitsfaktor. Zielgerichtete Investitionen, Mut zum Risiko, eine strategische Vision und Freiheit für Innovation eröffnen Chancen: für die Industrie, unsere Souveränität und Sicherheit.
Referentenentwurf Gesetz zur beschleunigten Planung und Beschaffung für die Bundeswehr
Der gemeinsame Referentenentwurf des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und des Bundesministeriums für Verteidigung für ein Gesetz zur beschleunigten Planung und Beschaffung für die Bundeswehr (Bundeswehr-Planungs- und Beschaffungsbeschleunigungsgesetz BwPBBG) enthält weitreichende Sonderregelungen im Bereich Verteidigung und Sicherheit. Die bestehende Bedrohungslage rechtfertigt es, auf diese Sondersituation befristet zu reagieren. Diese Sonderregelungen dürfen aber weder ohne vorherige gründliche Überprüfung nach Ablauf der Befristung grundlos perpetuiert noch per se auf das allgemeine Vergaberecht übertragen werden.
BTW25: Strategisch souverän werden
Strategische Souveränität im europäischen Verbund ist für Deutschland in der Zeitenwende von entscheidender Bedeutung. Sie sichert dem Land in Zeiten großer geopolitischer und wirtschaftlicher Veränderungen Handlungsfähigkeit. Angesichts des russischen Angriffkriegs gegen die Ukraine, dem wachsenden Einfluss autoritärer Staaten und technologischer Umbrüche muss Deutschland mehr für seine Souveränität tun.
Deutschland muss zum Gestalter des globalen Wandels werden
Das Jahr 2024 präsentiert sich erneut als ein Jahr voller Herausforderungen: der Aufstieg revisionistischer Mächte, der andauernde russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, Attacken auf die Lebensadern des globalen Handels – sei es im Cyberspace oder in physischer Form – sowie wachsende politische und gesellschaftliche Spannungen sowohl in Deutschland als auch der Welt.
Europas Herausforderungen meistern – mit einer wettbewerbsfähigen Industrie
Wir wollen Europa wieder zu einem Kontinent der Möglichkeiten und des Wachstums machen. Dafür kommt es in den nächsten fünf Jahren vor allem auf drei Dinge an: Wir Europäer müssen unsere Rolle in der neuen globalen Weltordnung sichern, unsere Werte verteidigen und uns im globalen Standortwettbewerb behaupten. Diese Herausforderungen meistern wir nur mit einer politischen Agenda, die auf unsere wirtschaftliche Stärke setzt - als notwendige Voraussetzung für Resilienz, Sicherheit, Digitalisierung, Klima- und Umweltschutz. Unsere Prioritäten für eine bessere Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Europa.
Deutsche Industrie steht fest an der Seite der Ukraine
Zum Jahrestag des Beginns des russischen Angriffskrieges in der Ukraine sagt BDI-Präsident Siegfried Russwurm: "In den kommenden Jahren wird es in Europa Sicherheit nur gegen Russland geben."