Wertschöpfung neu denken
Die Circular Economy muss eine zentrale Rolle in der weiteren Entwicklung Deutschlands zu einem resilienten und treibhausgasneutralen Industriestandort spielen. Zirkularität muss dazu fester Bestandteil der Industrie- und Standortpolitik werden und in Unternehmen neue Geschäftsmodelle und Innovationen auslösen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Dazu hat der BDI acht Forderungen für die 21. Legislaturperiode entwickelt.
EU schränkt Verwendung von Kunststoffen in ausgewählten Produkten drastisch ein
Das Europäische Parlament und der Rat der Europäischen Union haben eine schnelle politische Einigung zur sogenannten Richtlinie über Einwegkunststoffe erzielt. Die Europäische Kommission hatte die Initiative zur Richtlinie über Einwegkunststoffe ergriffen, um dem immer massiver werdenden Problem des Kunststoffeintrags in die Weltmeere und an Stränden entgegenzuwirken.
Deutsches Ressourceneffizienzprogramm setzt neue Akzente
Mit der dritten Auflage ProgRess III berücksichtigt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) insbesondere nachhaltige Ressourcennutzung und -lieferung sowie Aspekte der Kreislaufwirtschaft und Digitalisierung. Bewährte Maßnahmen der vorherigen Auflagen wie die Innovationsförderung werden dabei fortgesetzt. Der BDI begrüßt die Fortschreibung des Programms und wird dessen Umsetzung konstruktiv begleiten.
Das neue Verpackungsgesetz mit Leben füllen
Seit Januar 2019 gilt das neue Verpackungsgesetz. Es soll helfen die Auswirkungen von Verpackungsabfällen auf die Umwelt zu verringern. Für mehr Umweltschutz, Ressourcenschonung und einen fairen Wettbewerb um die besten Verpackungslösungen muss das neue Gesetz nun wirksam in die Praxis umgesetzt werden. Dabei hilft auch die von den Verpackungsherstellern gegründete und vorfinanzierte „Zentrale Stelle Verpackungsregister“.
Mit Kunststoff die Zukunft gestalten
Sie sind flexibel oder stabil, transparent oder bunt und gleichzeitig bei Bedarf federleicht und sehr belastbar. In der Europäischen Union werden jährlich etwa 49 Millionen Tonnen Kunststoffe hergestellt. Doch warum wird dieses Material im Alltag benötigt und was kann getan werden, um Kunststoffanwendungen ein zweites Leben zu schenken?
Novellierung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie 2024
Die Bundesregierung wird bis zum Ende des Jahres 2024 die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie (DNS) novellieren. Eine erste Dialogfassung hierzu wurde Anfang Juni 2024 veröffentlicht. Sie orientiert sich vor allem an den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen, der Agenda 2023. Der BDI hat sich an dem organisierten online-Dialog mit einer Stellungnahme zu ausgewählten Themen beteiligt, wie zum Beispiel zur Kreislaufwirtschaft, schadstofffreien Umwelt und der nachhaltigen Mobilität.
BDI zum Entwurf für eine Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS)
Die Bundesregierung hat im Juni 2024 den Entwurf für eine „Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie“ (NKWS) veröffentlicht, die den Weg in eine zirkuläre Wirtschaft in Deutschland ebnen soll. Mit Blick auf die ehrgeizigen nationalen und europäischen Klimaziele sowie weiterer Herausforderungen für die Industrie unterstützt der BDI die Ziele der NKWS und wird ihre Umsetzung konstruktiv begleiten. Dabei setzt sie sich vor allem für den Einsatz von marktwirtschaftlichen Anreizen ein.
Zirkuläre Märkte für industrielle Wertschöpfung „Made in Europe“
Mit dem Green Deal der EU von 2019 bis 2024 wurde die zirkuläre Wertschöpfung politisch aufgewertet. Mit Blick auf die Jahre 2024 bis 2029 benennt die BDI-Initiative Circular Economy fünf zentrale Handlungsfelder, um den Rechtsrahmen kohärent zu gestalten und zirkuläre Geschäftsmodelle zu skalieren.
Circular Economy in Europa: Perspektiven in der EU und den Mitgliedstaaten
Vor den Europawahlen im Juni und zum Ende der Amtszeit der aktuellen Europäischen Kommission ist es Zeit, Bilanz über den European Green Deal zu ziehen, insbesondere über das von der Kommission mit großer Energie vorangetriebene Konzept einer zirkulären Wirtschaft – Circular Economy. Anlass genug für die europäische Industrie auf einem Workshop im Januar 2024 über die Perspektiven und Entwicklungen der Circular Economy in den Mitgliedstaaten und der EU zu diskutieren.
Circular Economy als wichtige Säule der Rohstoffversorgung
Die Circular Economy ebnet den Weg für resiliente Lieferketten, Klimaschutz und einen erfolgreichen Industriestandort. Die Verhältnisse in den Märkten für Rohstoffe der Circular Economy sind dabei jedoch schwer vergleichbar. Ein alleiniges Instrument zur Verbesserung der Circular Economy kann es daher nicht geben – vielmehr braucht es einen Maßnahmenmix, der je nach Stoffstrom unterschiedlich gestaltet werden muss.
Klimakongress 2023: Mit der aktuellen Klimapolitik kommen wir nicht ans Ziel
Die Zeit für die klimaneutrale Transformation der Wirtschaft drängt. Der Klimawandel schreitet mit großen Schritten voran. Und auch der Wettbewerb um grüne Märkte ist in vollem Gang. Möchte Deutschland bei grünen Technologien weltweit führend sein, ist sie auf eine wettbewerbsfähige Industrie angewiesen, die am Standort Deutschland verlässlich wachsen und investieren kann.
ISO/TC 323 Circular Economy
Um eine solide und harmonisierte Normenstruktur zu erarbeiten, die die Ziele des Green Deals, des Circular Economy Action Plans (CEAP) und der deutschen Industrie mitträgt, braucht es eine verlässliche und progressive Struktur, um die Transferleistung der internationalen in die europäische Normung – und umgekehrt – zu garantieren. Der ISO/TC 323 Circular Economy auf internationaler Ebene ist mit fünf Arbeitsgruppen eines der ambitioniertesten Projekte in der Gremienlandschaft horizontaler Normung. Die Initiierung und der Grundgedanke hinter dem TC sind grundsätzlich begrüßenswert, leider ziehen sich zum Teil große inhaltliche Diskrepanzen und Harmonisierungsbedarf durch die Arbeit in den unterschiedlichen Arbeitsgruppen.
Ohne Nachhaltigkeit keine Sicherheit – und umgekehrt
Heutzutage fliehen mehr Menschen vor den Auswirkungen der Klimakrise als vor bewaffneten Konflikten. Die Nationale Sicherheitsstrategie der Bundesregierung legt daher einen ganzheitlichen Ansatz für die Sicherheit des Landes fest. Investitionen in Nachhaltigkeit tragen dazu bei, Menschen weltweit Wohlstand und Entwicklung zu ermöglichen und fördern auch unsere Sicherheit. Ohne Sicherheit gibt es weder Freiheit, noch Stabilität oder Wohlstand.
Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle
Der BDI begrüßt den Verordnungsvorschlag der EU-Kommission über Verpackungen und Verpackungsabfall. EU-weit harmonisierte und damit einheitliche verpackungsrechtliche Anforderungen sind die Grundlage für die dringend benötigte Planungssicherheit der Unternehmen für Investitionen in das nachhaltige Verpackungsdesign. Dennoch fehlt es an einigen Stellen an Klarstellungen und Konkretisierungen für eine funktionierende Circular Economy, weshalb der BDI Verbesserungsvorschläge vorlegt.
30 Jahre EU-Binnenmarkt: Europas unvollendete Erfolgsgeschichte
Auch drei Jahrzehnte nach seinem Inkrafttreten bleibt der europäische Binnenmarkt fragmentiert. Der freie Verkehr von Gütern, Dienstleistungen, Personen, Kapital und Daten ist in vielen Bereichen immer noch Wunschdenken. Der EU entgehen dadurch über eine Billion Euro oder knapp neun Prozent an zusätzlichem EU-Bruttoinlandsprodukt (BIP). Angesichts dieser potenziell enormen Wachstumsgewinne und der zentralen Bedeutung eines starken Binnenmarkts für den politischen und wirtschaftlichen Einfluss Europas in der Welt, diskutiert das vorliegende Forderungspapier zehn industriepolitische Maßnahmen, um die Vertiefung des Binnenmarkts voranzutreiben und sein verborgenes Potenzial zu erschließen.
Digitalen Produktpass flexibel, innovativ und zielgerecht gestalten
Digitale Produktpässe (DPP) sollen künftig den Weg in eine echte Circular Economy beschleunigen. Die neue EU-Ökodesign-Verordnung, über deren Entwurf zurzeit im EU-Parlament beraten wird, soll künftig nicht nur ökologische Mindeststandards für fast alle Produkte festlegen, sondern auch dafür sorgen, dass wichtige produktspezifische Informationen innerhalb der industriellen Wertschöpfungskette mittels DPP gespeichert und verfügbar gemacht werden.
Verpackungen spielen eine große Rolle in der modernen Kreislaufwirtschaft
Wie kann das steigende Verpackungsabfallaufkommen bewältigt werden? Wie können Ver-packungsabfälle besser recycelt und Rezyklate besser genutzt werden? Welche Rolle spielen Verpackungen künftig in einer modernen Kreislaufwirtschaft? Die Europäische Kommission versucht mit ihrem jüngsten Vorschlag für eine Verordnung über Verpackungen und Verpa-ckungsabfälle auf diese Fragen eine Antwort zu geben.
Fünf-Punkte-Forderung zur Versorgung mit kritischen Rohstoffen
Die Zeitenwende gilt auch für die Versorgung mit kritischen mineralischen Rohstoffen. Die Abhängigkeit von seltenen Erden aus China ist bereits größer als bei russischem Gas. Ohne Lithium und Co. wird es keine Energiewende, E-Mobilität, Digitalisierung geben – ebenso keinen Infrastrukturausbau und keine schlagkräftige Verteidigungsindustrie. Die deutsche Industrie schlägt einen Fünf-Punkte-Plan für eine strategische Rohstoffpolitik vor.
Entwurf Ökodesign Verordnung
Die EU-Kommission hat im März 2022 den Entwurf für eine neue Ökodesign-Verordnung zur Diskussion gestellt. Sie soll auf potenziell alle Produkte – mit wenigen Ausnahmen -angewendet werden. Bei den Kriterien geht es nicht wie bisher nur um Energieeffizienz sondern vor allem um die Erfordernisse einer Circular Economy wie zum Beispiel Recyclingfähigkeit und Reparierbarkeit. Der BDI unterstützt das Vorhaben und macht konkrete Verbesserungsvorschläge.
G7: Wirtschaft als Treiber beim globalen Klimaschutz
Ende Juni 2022 tagen die Staats- und Regierungschefs der G7 wieder auf Schloss Elmau in Bayern. In Vorbereitung auf das Treffen wurden auch Themen der Energie- und Klimapolitik verhandelt und das im engen Austausch mit den „Business7“ unter dem Vorsitz des BDI. Daraus sind gemeinsame Handlungsempfehlungen als Input für das Gipfeltreffen entstanden, die Themen wie Klimaclubs, Dekarbonisierung der Industrie oder Kreislaufwirtschaft aufgreifen.