Innovations-Check in der Gesetzesfolgenabschätzung
Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, innovationsstimulierende Rahmenbedingungen kontinuierlich zu fördern und zu verbessern. Dafür sollte ein Innovations-Check ein fester Bestandteil der Gesetzesfolgenabschätzung werden. Um die Möglichkeiten zur Entwicklung und Implementierung eines solchen Instruments in Deutschland zu prüfen, hat der BDI die vorliegende Studie in Auftrag gegeben und entsprechende Handlungsempfehlungen abgeleitet.
Implikationen des 3D-Drucks für die Rohstoffsicherung der deutschen Industrie
Das 3D-Druck-Verfahren hat das Potenzial, die deutsche Metallindustrie noch leistungsfähiger, effizienter, aber auch zukunftsfest zu machen. Es bietet völlig neue Möglichkeiten zum Einsatz von Rohstoffen und zur Entwicklung maßgeschneiderter Werkstoffkombinationen, die in konventionellen Verfahren so bisher nicht gegeben sind. Aus Sicht des BDI sollten Forschungsprojekte im Bereich der additiven Fertigung bzw. der Materialforschung daher einen Schwerpunkt auf die Entwicklung neuer Materialien speziell für den industriellen 3D-Druck legen. Um auf das vorhandene Know-how aufzubauen und dieses weiterzuentwickeln, plädiert der BDI dafür, die additive Fertigung frühzeitig in die Ausbildung an technischen Hochschulen zu integrieren. Des Weiteren gilt es, die Auswirkungen auf die Rohstofflieferkette aufmerksam zu beobachten.
Industriepolitik Dossier 11/2015
Deutschlands Wohlstand wird über die nächsten Jahre zunehmend durch Technologie und Wissen geschaffen werden müssen. Der radikale technische Wandel wird durch dramatisch sinkende Grenzkosten außerdem völlig neue Geschäftsmodelle ermöglichen. Für die deutsche Industrie müssen die Vertiefung des europäischen Binnenmarkts und der internationalen Handels- und Investitionsordnung nach wie vor strategische Prioritäten bleiben.