Finanzielle Zusammenarbeit strategisch gestalten
Die politischen und ökonomischen Realitäten auf den globalen Märkten erfordern eine Neuausrichtung der Entwicklungspolitik. Wirtschaftliche Zusammenarbeit entlang der Stärken und Interessen der deutschen Industrie sowie unserer Partnerländer gehört in die Mitte der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit, insbesondere der Finanziellen Zusammenarbeit (FZ). Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ist mitsamt seiner Durchführungsorganisationen gefordert, attraktivere Rahmenbedingungen für Beteiligungen deutscher Unternehmen zu schaffen. Mit Umsetzung der hier vorgelegten Handlungsempfehlungen können neue nachhaltige Wirtschaftsbeziehungen mit dem sogenannten Globalen Süden entstehen, von denen beide Seiten langfristig profitieren.
Zeit für eine entwicklungspolitische Zeitenwende
Der Kontext, in welchem Entwicklungspolitik stattfindet, hat sich fundamental geändert. Im Kern steht ein globaler Systemwettbewerb zwischen autokratischen Regimen und demokratischen Staaten. Bestimmt wird er von politischen Machtmanövern mit militärischen und wirtschaftlichen Mitteln. Es geht neben dem Lösen globaler Herausforderungen um Allianzenbildung, geostrategische Interessen, Rohstoffsicherung und Technologieführerschaft. Dieses Grundsatzpapier liefert Ansätze und Handlungsempfehlungen für die dringend notwendige entwicklungspolitische Zeitenwende.
Empfehlungen der Regionalinitiativen zu den Koalitionsverhandlungen
Im Bundestagswahlkampf 2021 spielten außenwirtschaftliche Themen bei der Positionierung der Parteien und ihrer Spitzenkandidatinnen und -kandidaten kaum eine Rolle. Die fünf großen Regionalinitiativen der deutschen Wirtschaft haben deshalb erstmals ein gemeinsames Positionspapier zu den Koalitionsverhandlungen erarbeitet. Ziel ist, die Bedeutung einer strategischen Außenwirtschaftspolitik zu unterstreichen und entsprechende Empfehlungen zu bündeln.
Neue Energie für globale Partnerschaften?
Technologische Innovation spielt für die globale Energiewende eine zentrale Rolle. Um Entwicklungs- und Schwellenländer für eine erfolgreiche Teilhabe am globalen Wasserstoffmarkt zu unterstützen, werden neue, marktwirtschaftliche Formen der Zusammenarbeit notwendig, die langfristiger ausgerichtet, risiko- und innovationsfreudiger gestaltet und zwischen staatlicher Entwicklungszusammenarbeit und Unternehmen partnerschaftlich umgesetzt werden.
Erfolgsgeschichten Afrika
Deutsche Unternehmen berichten aus unterschiedlichen Branchen von ihren Erfahrungen und Erfolgen auf dem afrikanischen Kontinent. Alle Beiträge machen eines deutlich: Trotz aller Herausforderungen, die der Kontinent mit sich bringt, lohnt es sich, zu investieren.
Perspektiven schaffen: Wirtschaft für Entwicklung
Mit der Initiative „Perspektiven schaffen“ bekommen Unternehmen konkrete Zugangsmöglichkeiten zu den Wachstumsmärkten in Ostafrika. Für ein „Mehr“ an Kooperation mit Afrika warb BDI-Präsident Dieter Kempf bei der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft und betonte, dass die großen Marktchancen von deutschen Unternehmen bei weitem nicht ausgeschöpft seien.
Plädoyer für einen Paradigmenwechsel in der Zusammenarbeit von Staat und Industrie
In einer globalisierten Welt ist die Exportnation Deutschland mehr denn je von Entwicklungen betroffen, die sich tausende von Kilometern entfernt ereignen. Es handelt sich nicht mehr nur um isolierte Probleme armer Länder. Nur durch eine enge Zusammenarbeit von Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft können die Herausforderungen bewältigt werden.
Deutsches Engagement in Schwellen- und Entwicklungsländern
Privatwirtschaftliches Engagement ist die entscheidende Grundlage für nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung, sowohl in Entwicklungs- und Schwellenländern als auch in den Industrieländern. Diese Entwicklung muss in erster Linie in den Entwicklungsländern selbst beheimateten oder den dort entstehenden Unternehmen getragen werden. Der Beitrag ausländischer Unternehmen ist dennoch unverzichtbar. Entscheidend ist die Integration in die internationale Arbeitsteilung.