Eine stabile globale Wirtschaftsordnung braucht starke internationale Regeln, offene Märkte und verlässliche Partnerschaften. Der BDI setzt sich für ein funktionierendes multilaterales Handelssystem ein, das faire Wettbewerbsbedingungen sichert und globale Herausforderungen gemeinschaftlich adressiert. Präferenzielle Handelsabkommen helfen, neue Märkte zu erschließen, Wertschöpfung zu stärken und Lieferketten resilienter zu machen. Zugleich bleibt eine moderne Zollpolitik entscheidend, um Handel effizient, sicher und zukunftsfähig zu gestalten.

Aktuelles zum Thema Global Governance
Busi­ness 7 – Geschlossen gegen die Frag­men­tierung der mul­ti­lat­eralen Ord­nung

In Zeiten anhaltender politischer Instabilität, besorgniserregender Aussichten in strategischen Bereichen und wachsender Marktunsicherheit tragen die G7 eine besondere Verantwortung zur Förderung einer soliden und effektiven Zusammenarbeit zwischen Partnern, die die Grundwerte liberaler Demokratien teilen und fördern. Die B7 sind fest entschlossen, dazu beizutragen.

Die G20: Zen­trales Fo­rum für in­ter­na­tionale wirtschaftliche Zusam­me­nar­beit

In einer immer stärker vernetzten Welt greifen nationale Alleingänge zu kurz. Die Kommuniqués der G20 sind völkerrechtlich nicht bindend. Nichtsdestotrotz hat die G20 als wichtiger Agenda-Setter gedient und dazu beigetragen, Vertrauen und Verständnis in der internationalen Gemeinschaft zu schaffen. Die geopolitische Instabilität hat die G20 jedoch vor erhebliche Herausforderungen gestellt, wenn es darum geht, gemeinsam zu handeln und die Schwierigkeiten der Zeit zu bewältigen.

Glob­al Gov­er­nance: Die Glob­al­isierung poli­tisch gestal­ten

Deutschland ist eines der am stärksten globalisierten Länder weltweit. Wie kaum ein anderes Land hängt Deutschlands Wohlstand von offenen und regelbasierten Märkten für Handel und Investitionen ab. Global Governance – die Gestaltung der Globalisierung – ist heute wichtiger denn je. Denn die multilaterale Ordnung ist unter Beschuss.

Die Busi­ness 20: Die Stimme der G20-Wirtschaft

Die Gruppe der 20 (G20), der Zusammenschluss von 19 führenden Industrie- und Schwellenländern und der Europäischen Union, ist zu einem zentralen Forum der Global Governance geworden. Um ihr Mandat zu erfüllen, ein starkes, ausgeglichenes und nachhaltiges Wachstum zu fördern, ist die G20 auf die Expertise der Wirtschaft angewiesen. Dies leistet die Business 20 (B20), die Stimme der Wirtschaft der G20-Länder.

Busi­ness at OECD – Die Stimme der Wirtschaft in der OECD

Globale Wirtschaftsstrukturen bedürfen einer kontinuierlichen Abstimmung von wirtschafts- und währungspolitischen Maßnahmen sowie Best-Practice-Verfahren. Dafür gibt es die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Über das Business and Industry Advisory Committee to the OECD (Business in der OECD) können die führenden Wirtschaftsverbände der OECD-Staaten, wie beispielsweise der BDI, ihre Expertise in den OECD-Beschlussfassungsprozess offiziell und transparent einbringen.

Die deutsche G20-Präsi­dentschaft: eine B20-Evaluierung

Über 700 Vertreter aus Wirtschaft und Unternehmen haben während der deutschen B20-Präsidentschaft Empfehlungen zur Gestaltung der Weltwirtschaft entwickelt, die in der G20 verankert werden sollen. Erfolgreich war die deutsche B20 dabei vor allem in den Bereichen Finanzen, Beschäftigung und Bildung sowie Energie, Klima und Ressourceneffizienz. In anderen Bereichen besteht allerdings noch Nachholbedarf, insbesondere im internationalen Handel.

Aktuelles zum Thema Zollpolitik
US-Zöllen: Suchen Schul­ter­schluss mit amerikanis­chen Part­nerver­bän­den

Wolfgang Niedermark, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des BDI und für internationale Themen zuständig, kommentiert die Ankündigung der US-Regierung von Zöllen gegen Mexiko, Kanada und China „Wir setzen darauf, dass Unternehmensvertreter in den USA ihren Einfluss auf die Regierung in Washington nutzen, um eine Eskalation der Handelskonflikte zu verhindern.“

„Zol­lver­fahren vere­in­fachen und den Stan­dort stärken“

Erich Paul Lemke, Vorsitzender des BDI-Arbeitskreises Zoll und handelspolitische Schutzinstrumente, weiß, dass Digitalisierung enormes Potenzial für Vereinfachungen in Zollverfahren bietet und deswegen konsequent durchgeführt werden muss. Im Interview spricht er zudem über weitere Möglichkeiten für Vereinfachungen, die Schaffung eines Level Playing Fields und andere Arbeitsschwerpunkte des Arbeitskreises.

Für ein­fache Ur­sprungsregeln: Zollsenkun­gen an den Außen­gren­zen nutzbar machen

Ursprungsregeln legen fest, wann eine Ware unter den präferenziellen Bedingungen eines Freihandelsabkommens (FTA) gehandelt werden kann. Sie sollen Handelsumlenkungen verhindern. Allerdings erhöhen sie die Komplexität von Handelsabkommen deutlich. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) leiden unter den zusätzlichen bürokratischen Kosten. Ursprungsregeln sollten daher vereinfacht und harmonisiert werden.

Zol­lver­fahren durch Dig­i­tal­isierung und Bürokratieab­bau vere­in­fachen

Die Digitalisierung bietet eine wichtige Chance zur Vereinfachung von Zollverfahren und für einen Bürokratieabbau. Davon profitieren Wirtschaftsakteure und Zollbehörden gleichermaßen. Eine Digitalisierung von Zollverfahren sollte daher auf allen Ebenen konsequent durchgeführt werden. Sie sollte immer auch zu einem Abbau bürokratischer Anforderungen an die Wirtschaftsbeteiligten führen.

Zol­lver­fahren: Schnell­straßen für den Waren­han­del

Täglich exportieren und importieren deutsche Unternehmen Waren im Wert von mehreren Milliarden Euro. Damit ein Produkt aus nicht-europäischen Ländern nach Deutschland eingeführt werden kann, müssen Unternehmen allerdings zahlreiche Hürden nehmen. Auch im Ausland treffen deutsche Unternehmen auf erhebliche Barrieren. Damit der Handel auch in Zukunft Motor für Wachstum und Arbeitsplätze ist, müssen Zölle abgebaut und Zollverfahren modernisiert und digitalisiert werden.