Eine stabile globale Wirtschaftsordnung braucht starke internationale Regeln, offene Märkte und verlässliche Partnerschaften. Der BDI setzt sich für ein funktionierendes multilaterales Handelssystem ein, das faire Wettbewerbsbedingungen sichert und globale Herausforderungen gemeinschaftlich adressiert. Präferenzielle Handelsabkommen helfen, neue Märkte zu erschließen, Wertschöpfung zu stärken und Lieferketten resilienter zu machen. Zugleich bleibt eine moderne Zollpolitik entscheidend, um Handel effizient, sicher und zukunftsfähig zu gestalten.

Aktuelles zum Thema Global Governance
Die G20: Zen­tra­les Fo­rum für in­ter­na­tio­na­le wirt­schaft­li­che Zu­sam­men­ar­beit

In einer immer stärker vernetzten Welt greifen nationale Alleingänge zu kurz. Die Kommuniqués der G20 sind völkerrechtlich nicht bindend. Nichtsdestotrotz hat die G20 als wichtiger Agenda-Setter gedient und dazu beigetragen, Vertrauen und Verständnis in der internationalen Gemeinschaft zu schaffen. Die geopolitische Instabilität hat die G20 jedoch vor erhebliche Herausforderungen gestellt, wenn es darum geht, gemeinsam zu handeln und die Schwierigkeiten der Zeit zu bewältigen.

Die Busi­ness 20: Die Stim­me der G20-Wirt­schaft

Die Gruppe der 20 (G20), der Zusammenschluss von 19 führenden Industrie- und Schwellenländern und der Europäischen Union, ist zu einem zentralen Forum der Global Governance geworden. Um ihr Mandat zu erfüllen, ein starkes, ausgeglichenes und nachhaltiges Wachstum zu fördern, ist die G20 auf die Expertise der Wirtschaft angewiesen. Dies leistet die Business 20 (B20), die Stimme der Wirtschaft der G20-Länder.

B7-Gip­fel in Qué­bec Ci­ty: Agen­da für in­klu­si­ves Wachs­tum

Während sich die kanadische Regierung auf die Ausrichtung des G7-Gipfels im Juni 2018 vorbereitet, fand Anfang April 2018 in Québec City der Gipfel der Business 7 (B7) statt. Die B7-Empfehlungen konzentrierten sich auf inklusives Wachstum, Ressourceneffizienz und kleine und mittlere Unternehmen. Die B7 kamen überein, dass offene und regelbasierte Märkte sowie faire Wettbewerbsbedingungen unerlässlich für inklusives Wachstum sind und forderten die B7 nachdrücklich dazu auf, ein starkes Signal gegen alle Formen des Protektionismus zu setzen.

Aktuelles zum Thema Zollpolitik
US-Zöl­len: Su­chen Schul­ter­schluss mit ame­ri­ka­ni­schen Part­ner­ver­bän­den

Wolfgang Niedermark, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des BDI und für internationale Themen zuständig, kommentiert die Ankündigung der US-Regierung von Zöllen gegen Mexiko, Kanada und China „Wir setzen darauf, dass Unternehmensvertreter in den USA ihren Einfluss auf die Regierung in Washington nutzen, um eine Eskalation der Handelskonflikte zu verhindern.“

„Zoll­ver­fah­ren ver­ein­fa­chen und den Stand­ort stär­ken“

Erich Paul Lemke, Vorsitzender des BDI-Arbeitskreises Zoll und handelspolitische Schutzinstrumente, weiß, dass Digitalisierung enormes Potenzial für Vereinfachungen in Zollverfahren bietet und deswegen konsequent durchgeführt werden muss. Im Interview spricht er zudem über weitere Möglichkeiten für Vereinfachungen, die Schaffung eines Level Playing Fields und andere Arbeitsschwerpunkte des Arbeitskreises.

Für ein­fa­che Ur­sprungs­re­geln: Zoll­sen­kun­gen an den Au­ßen­gren­zen nutz­bar ma­chen

Ursprungsregeln legen fest, wann eine Ware unter den präferenziellen Bedingungen eines Freihandelsabkommens (FTA) gehandelt werden kann. Sie sollen Handelsumlenkungen verhindern. Allerdings erhöhen sie die Komplexität von Handelsabkommen deutlich. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) leiden unter den zusätzlichen bürokratischen Kosten. Ursprungsregeln sollten daher vereinfacht und harmonisiert werden.

Zoll­ver­fah­ren durch Di­gi­ta­li­sie­rung und Bü­ro­kra­tie­ab­bau ver­ein­fa­chen

Die Digitalisierung bietet eine wichtige Chance zur Vereinfachung von Zollverfahren und für einen Bürokratieabbau. Davon profitieren Wirtschaftsakteure und Zollbehörden gleichermaßen. Eine Digitalisierung von Zollverfahren sollte daher auf allen Ebenen konsequent durchgeführt werden. Sie sollte immer auch zu einem Abbau bürokratischer Anforderungen an die Wirtschaftsbeteiligten führen.

Zoll­ver­fah­ren: Schnell­stra­ßen für den Wa­ren­han­del

Täglich exportieren und importieren deutsche Unternehmen Waren im Wert von mehreren Milliarden Euro. Damit ein Produkt aus nicht-europäischen Ländern nach Deutschland eingeführt werden kann, müssen Unternehmen allerdings zahlreiche Hürden nehmen. Auch im Ausland treffen deutsche Unternehmen auf erhebliche Barrieren. Damit der Handel auch in Zukunft Motor für Wachstum und Arbeitsplätze ist, müssen Zölle abgebaut und Zollverfahren modernisiert und digitalisiert werden.