Trumps neue Zollankündigungen: Handelsabkommen muss von beiden Seiten eingehalten werden
Wolfgang Niedermark, Mitglieder der Hauptgeschäftsführung des BDI:
„Die Ankündigungen sind eine erneute massive Herausforderung für die transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen und gefährden sie über die Automobilindustrie hinaus.
Das Handelsabkommen zwischen der EU und den USA muss von beiden Seiten eingehalten werden. Dazu gehört ausdrücklich, dass die EU ihren Teil zügig und entschlossen umsetzt. Die amerikanische Seite beschädigt mit immer neuen Provokationen das gegenseitige Vertrauen, dennoch ist ein weiteres Aufschieben keine Option. Es gilt, Vertrauen zu sichern und weiteren Eskalationen vorzubeugen.
Es gilt auch: Europäische Gesetzgebung und Handelspolitik entstehen in transparenten, rechtsstaatlichen Verfahren, und darauf durch unangekündigte Strafmaßnahmen gegen Schlüsselindustrien Druck auszuüben, ist unangebracht und zerstört Vertrauen.
Aus Sicht der Industrie sollte die Bundesregierung aktiv dazu beitragen, bestehende Spannungen abzubauen.“
