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Lateinamerika und Deutschland sollten mehr voneinander profitieren

Potenziale nutzen

Die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Region bietet großes Potenzial. Vor dem Hintergrund hat der BDI im Jahr 2015 den Lateinamerika-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (LADW) ins Leben gerufen, der führende Vertreterinnen und Vertreter namhafter Unternehmen mit starkem Interesse an Lateinamerika zusammenbringt.

Die Märkte der Region fragen deutsche Produkte, Dienstleistungen, Investitionen, Finanzierung und Know-how stark nach. Dennoch bleibt Deutschlands wirtschaftliches Engagement weiter hinter seinen Möglichkeiten zurück. Im Vergleich zu wichtigen Wettbewerbern ist Deutschland in Lateinamerika nach wie vor nicht ausreichend präsent. China und die USA sind in der Region sehr aktiv, während Europa und Deutschland stärker gefordert sind, konkrete Angebote für Zusammenarbeit, Investitionen und Partnerschaft zu machen.

Mit der vorläufigen Anwendung des EU-Mercosur-Interimsabkommens seit dem 1. Mai 2026 entsteht ein wichtiger Rahmen, um die wirtschaftlichen Beziehungen zu Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay zu vertiefen. Das Abkommen baut Zölle und Handelshemmnisse ab, eröffnet neue Geschäftsmöglichkeiten und verbessert die Planbarkeit für Unternehmen. Für die deutsche Industrie ist das insbesondere in Bereichen wie Maschinenbau, Fahrzeuge, Pharma, öffentliche Beschaffung, Dienstleistungen und kritische Rohstoffe relevant. Zugleich setzt das Abkommen wichtige Standards bei nachhaltiger Entwicklung, Arbeitnehmerrechten, Klima- und Umweltschutz.

Auch das modernisierte EU-Mexiko-Abkommen gibt den Beziehungen zu Mexiko, Deutschlands wichtigstem Handelspartner in Lateinamerika, neuen Schwung. Es soll den Marktzugang verbessern, Handels- und Investitionshemmnisse abbauen, den Zugang zu öffentlicher Beschaffung erleichtern und die Zusammenarbeit in Bereichen wie Nachhaltigkeit, kritische Rohstoffe und digitaler Handel stärken.

Ansprechpartner

Uta Knott

Senior Referentin Internationales
BDI e.V.
Personalfoto Uta Knott