Lateinamerika und Deutschland sollten mehr voneinander profitieren
Lateinamerika gilt als Wachstumsregion mit großem Potenzial – auch aktuell mit wenig Wachstum und in schwierigen Zeiten. Die Region hat da großen Bedarf, wo die deutschen Unternehmen viel zu bieten haben. Trotzdem bleibt das wirtschaftliche Engagement Deutschlands in der Region weit unter seinen Möglichkeiten. Verbesserte Rahmenbedingungen und neue Handelsabkommen könnten wichtige Impulse für einen Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen geben.
Industriebericht 01/2025
Der BDI rechnet im Jahr 2025 mit einem Rückgang der Industrieproduktion in Deutschland um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dies wäre nach der um 4,8 Prozent gesunkenen Produktion im Jahr 2024 und den Rückgängen in den beiden Jahren zuvor der vierte Rückgang in Folge. Im EU-Vergleich hat sich die deutsche Industrie verglichen mit dem Jahr 2019 wesentlich schlechter entwickelt. Der weltweite Warenhandel wird nach Einschätzungen des BDI im Jahr 2025 um rund drei Prozent ansteigen (nach plus 3,5 Prozent im Jahr 2024).
Industriepolitik Dossier 04/2024
Klimapolitische Sektorleitlinien in der Außenwirtschaftsförderung
Exportkredit- und Investitionsgarantien des Bundes sind Schlüssel zur Diversifizierung von Absatz- und Beschaffungsmärkten. Mit den klimapolitischen Sektorleitlinien gefährdet die Bundesregierung die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen auf dem Weltmarkt und verkennt den geopolitisch zugespitzten Wettbewerb um Einfluss, Märkte und Technologieführerschaft. Der BDI fordert, die Vorgaben zielgenauer, praxistauglicher und marktfreundlicher auszugestalten.
Entscheidung zum Containerterminal Tollerort ist gut für Investitionsstandort und Import- und Exportland Deutschland
Zur Freigabe des Erwerbs einer Minderheitsbeteiligung eines chinesischen Unternehmens am Containerterminal Tollerort des Hamburger Hafens sagt BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner:
Sanktionsdurchsetzung des EU-Russlandembargos
Russlands Angriff auf die Ukraine ist ein dreister Verstoß gegen das Völkerrecht und darf nicht hingenommen werden. Wir unterstützen daher die Sanktionen. Leider stößt deren unternehmensbasierte Durchsetzung an Grenzen, weil viele Staaten Russland nicht sanktionieren. Die deutsche Industrie fordert daher gemeinsam mit dem Ost-Ausschuss eine schwarze Liste, um die russische Beschaffung sanktionierter europäischer Güter aus dem Nicht-EU-Ausland zu unterbinden.
Quartalsbericht Deutschland I/2023: Wirtschaft im Jahr 2022 um 1,8 Prozent gewachsen
Die Wirtschaftsleistung ist zum Jahresende 2022 gesunken. Eine milde Rezession ist im Winterhalbjahr wahrscheinlich. Das Bruttoinlandsprodukt ist zum Jahresende 2022 etwas niedriger als vor Ausbruch der Corona-Pandemie. Die Konsumausgaben der Privaten Haushalte sind weiterhin schwach. Trotz steigender Beschäftigung entstanden erhebliche Kaufkraftverluste durch Inflation.
Neues Momentum für die Globalisierung
Deutschlands wirtschaftlicher Erfolg hängt in hohem Maße vom Außenhandel ab. Die aktuellen geoökonomischen und geopolitischen Ereignisse erfordern von der Politik international konkurrenzfähige Anreize für aus- und inländische Direktinvestitionen. Zudem ist eine sowohl nationale als auch globale Sicherheits- und Wirtschaftsinteressen übergreifende Strategie notwendig.
Exportbilanz weniger gut als es scheint
Zu den Exportzahlen sagt BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner: „Exportbilanz fällt weniger gut aus, als es scheint“
Deutschlands EU-Botschafter: „Wir müssen uns als Exportnation neu aufstellen“
Michael Clauß ist seit 2018 Ständiger Vertreter Deutschlands bei der EU in Brüssel. In seinem Interview mit dem BDI gibt er einen Einblick in seine Arbeit, erklärt, was die Ständige Vertretung in Brüssel von anderen Auslandsvertretungen unterscheidet und vor welchen Herausforderungen er die deutsche Industrie sieht.
Zukunft der Außenwirtschaftsförderung und der deutschen Exportwirtschaft
Deutschland benötigt eine Stärkung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit, eine Diversifizierung von Absatz- und Beschaffungsmärkten und nachhaltige Lösungen für globale Herausforderungen. Eine starke, zukunftsgerichtete Außenwirtschaftsförderung muss dem Rechnung tragen. BDI und Bankenverband formulieren konkrete Vorschläge für eine strategisch und zukunftsgerichtete Exportkreditfinanzierung aus Sicht von Exporteuren und Finanzierern.
Quartalsbericht Deutschland II/2022: Krieg und Pandemie bremsen Wachstum aus
Aufgrund der russischen Invasion verzögert sich die Erholung von den Pandemie-Folgen. Zum Jahresbeginn war der BDI von 3,5 Prozent BIP-Plus ausgegangen. Die Rückkehr zum Vorkrisenniveau ist frühestens zum Jahresende zu erwarten. Die reale Wirtschaftsleistung wird im laufenden Jahr nur um rund 1,5 Prozent steigen. Der Außenhandel wird zur Wachstumsbremse: Der BDI rechnet mit einem Anstieg der Exporte von Waren und Dienstleistungen um 2,5 Prozent. Die Importe werden mit 4,5 Prozent stärker steigen. Grund sind hohe Energie- und Rohstoffpreise sowie anziehende Auslandsreisen.
COVID-19: Plädoyer für eine Impfpflicht
Mit dem Auslaufen weitreichender Corona-Beschränkungen zum 19. März 2022 stehen wir vor einer neuen Phase der Pandemie. Für diese erwartet die Industrie von Bund und Ländern nicht nur einen klaren bundeseinheitlichen Fahrplan, sondern auch Richtungsentscheidungen für den weiteren Umgang mit dem Corona-Virus. Dazu gehört die Einführung einer Impfpflicht in Deutschland.
Staatliche Exportabsicherung zukunftsfest machen
Wirtschaftliche und politische Risiken im internationalen Handel stellen die staatliche Absicherung von Exporten, insbesondere in Schwellen- und Entwicklungsländern, vor große Herausforderungen. Neue Geschäftsmodelle und veränderte Wertschöpfungsketten erfordern eine Reform der Hermes-Exportabsicherung.
Quartalsbericht Deutschland IV/2021
Der BDI rechnet für das gesamte Jahr 2021 nur noch mit einem Anstieg der realen Wirtschaftsleistung um 2,5 Prozent (bisher 3,0 Prozent). Ein deutlich geringeres Exportwachstum und stark gestiegene Importe erfordern die Korrektur der BIP-Prognose. Das Bruttoinlandsprodukt müsste im vierten Quartal um 1,1 Prozent gegenüber des Vorquartals wachsen, um wieder auf Vorkrisenniveau zu gelangen – und das wird nicht gelingen. Die deutsche Wirtschaft wird erst im Jahr 2022 wieder das Vorkrisenniveau erreichen.
Zollverfahren: Schnellstraßen für den Warenhandel
Täglich exportieren und importieren deutsche Unternehmen Waren im Wert von mehreren Milliarden Euro. Damit ein Produkt aus nicht-europäischen Ländern nach Deutschland eingeführt werden kann, müssen Unternehmen allerdings zahlreiche Hürden nehmen. Auch im Ausland treffen deutsche Unternehmen auf erhebliche Barrieren. Damit der Handel auch in Zukunft Motor für Wachstum und Arbeitsplätze ist, müssen Zölle abgebaut und Zollverfahren modernisiert und digitalisiert werden.
Exportkontrolle: Im Spannungsfeld zwischen Sicherheitsinteressen und Wirtschaftspolitik
Als exportstarke Wirtschaftsnation trägt Deutschland eine besondere Verantwortung – für einen offenen Welthandel und die Sicherung von Frieden und Stabilität. Mit ihrer Exportkontrolle geben sich die Europäische Union und die Bundesrepublik Deutschland Instrumente, um möglichen Gefahren die materielle Grundlage zu entziehen. Doch Sicherheitspolitik mittels Wirtschaft hat auch Grenzen. Regeln müssen umsetzbar sein und bestenfalls multilateral vereinbart werden.
Spannungen im internationalen Container-Seeverkehr
Angesichts der anhaltend angespannten Lage im internationalen Container-Seeverkehr fordert der BDI die Anpassung der EU Gruppenfreistellungsverordnung für Seeschifffahrtsunternehmen (GVO), um die maritimen Lieferketten auch nach der Pandemie nachhaltig und zuverlässig zu sichern. Die Defizite im Linienseeverkehr bzgl. Qualität, Transportkapazitäten und Pünktlichkeit der Schiffsankünfte beeinträchtigen die Lieferketten der Industrie massiv.
Mehr Sicherheit in der Luftfracht statt Bürokratiehürden
Das im Mai 2020 in Kraft getretene Gesetz zur Verbesserung der Rahmenbedingungen luftsicherheitsrechtlicher Zuverlässigkeitsüberprüfungen soll den Luftverkehr sicherer machen. Die Zuverlässigkeitsprüfung von Arbeitnehmern in sicherheitsrelevanten Bereichen wird verschärft. Für die deutsche Exportindustrie ist ein zügiges Verfahren ohne bürokratische Hürden im Hinblick auf den Luftfrachtsektor wichtig.
EU Customs Union Action Plan
Im März 2020 veröffentlichte die Europäische Kommission einen Customs Union Action Plan. Ziel ist es, eine überarbeitete langfristige Zollunion-Strategie zu entwickeln. Hier fordert der BDI, dass berechtigte Ziele der Kommission zur Verbesserung des Schutzes finanzieller Interessen und zur Vermeidung illegalen Handels, der Gewährleistung von Schutz und Sicherheit der Bürger ein angemessenes Gleichgewicht zwischen Kontrollen und der Erleichterung des Handels gewährleisten müssen.