Industrie sieht aktualisierten PFAS-Beschränkungsvorschlag weiterhin mit Sorge
Bereits seit 2022 wird in den Ausschüssen der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) ein Vorschlag zur umfassenden Beschränkung von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) unter der Chemikalienverordnung REACH diskutiert. Nachdem im Rahmen der öffentlichen Konsultation mehr als 5600 Beiträge eingegangen sind, wurde der Beschränkungsvorschlag im August 2025 aktualisiert. Die Industrie sieht den Beschränkungsvorschlag auch nach Anpassungen weiterhin kritisch. Eine Beschränkung in der vorliegenden Form hätte massive Auswirkungen auf die gesamte Industrie und die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen.
Kurzfassung PFAS-Beschränkung
Im März wurde ein Beschränkungsvorschlag zur Beschränkung von Per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) unter REACH vorgelegt. Der BDI hat das Beschränkungsverfahren im April 2023 in einem Positionspapier umfassend bewertet und mögliche Lösungsansätze für eine ausgewogene Regulierung von PFAS dargestellt. Die Kurzfassung fasst die wesentlichen Punkte des Positionspapiers in knapper und übersichtlicher Form zusammen.
PFAS-Beschränkung: Bewertung Beschränkungsvorschlag
Im März 2023 wurde ein Vorschlag zur umfassenden Beschränkung von Per- und Polyfluoriertealkylsubstanzen (PFAS) unter REACH bei der Europäischen Chemikalien Agentur (ECHA) eingereicht. Der Beschränkungsvorschlag sieht ein umfassendes Verbot von mehr als 10.000 verschiedenen Substanzen vor. Der BDI bewertet den Beschränkungsvorschlag und stellt die zentralen Forderungen und Lösungsvorschläge der Industrie zusammen.
PFAS-Beschränkung: Handlungsempfehlung Konsultation
Im März 2023 startet die öffentliche Konsultation zum Beschränkungsvorschlag zur umfassenden Beschränkung von Per- und Polyfluoriertealkylsubstanzen (PFAS) unter REACH. Im Rahmen der sechsmonatigen Kommentierungsphase können Bürgerinnen und Bürger weitergehende Informationen zu der vorgeschlagenen Beschränkung abgeben. In der Handlungsempfehlung zeigt der BDI auf, welche Möglichkeiten zur Beteiligung der Industrie an der öffentlichen Konsultation bestehen.
EU-Chemikalienrecht: PFAS-Beschränkung
Bei der Europäischen Chemikalienagentur wurde im Juni 2021 ein Verfahren zur breiten Beschränkung von Per- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS) gestartet. Ziel ist es, bis voraussichtlich 2025 die Herstellung und Verwendung aller PFAS sowie das Inverkehrbringen von PFAS-haltigen Erzeugnissen in der EU weitestgehend zu verbieten. Der BDI macht anhand von Anwendungsbeispielen deutlich, welche Auswirkungen dieses auf die Unternehmen und die Innovationsfähigkeit hätte.
Inception Impact Assessment zur REACH-Revision
Die EU Kommission hat im Mai den Fahrplan zum Impactassessment für die REACH-Verordnung veröffentlicht. Mit der Veröffentlichung des Fahrplans nimmt die Revision der REACH-Verordnung erstmals Gestalt an und es wird deutlich, welche Anpassungen konkret vorgesehen sind. Der BDI hat mit sich an der Konsultation beteiligt und geht auf die einzelnen von der EU-Kommission vorgeschlagenen Optionen zur Überarbeitung der REACH-Verordnung ein.
Chemikalienstrategie für Nachhaltigkeit – Für eine schadstofffreie Umwelt
Die EU-Kommission hat im Rahmen des „Green Deal“ eine Nachhaltigkeitsstrategie für Chemikalien vorgelegt. Die Chemikalienstrategie stellt eine zentrale Säule des „Null-Schadstoff-Ziels“ der EU-Kommission dar und fasst die langfristige Vision für die EU-Chemikalienpolitik zusammen. Die in der Strategie vorgeschlagenen Maßnahmen sind äußerst ambitioniert und ihre Umsetzung wäre mit weitreichenden Folgen für die europäische Industrie verbunden.