Transformationspfade – Handlungsempfehlungen zur Studie
Wie kann eine umfassende und ganzheitliche Transformation des Industriestandortes Deutschland als Antwort auf die vielen strukturellen Herausforderungen aussehen? Wie unterschiedlich ist die Industrie konkret betroffen und wie kann der Industriestandort wieder langfristig wetterfest gemacht werden, um Anschluss an die Wachstumsdynamik anderer großer Volkswirtschaften zu finden? Diesen Fragen beantwortet die Studie „Transformationspfade für das Industrieland Deutschland“, die wir bei BCG und dem IW in Auftrag gaben. Die vorliegenden BDI-Handlungsempfehlungen ergänzen diese Studie und befassen sich mit Möglichkeiten der Politik für konkrete nächste Schritte.
Welche Chance liegt in der Transformation zum klimaneutralen Industrieland?
In der Transformation zur Klimaneutralität liegen auch große wirtschaftliche Chancen für Deutschland. Innovative Technologien made in Germany können zum weltweiten Exportschlager werden. Eine Vier-Grad-Welt wäre mit Sicherheit kein Unternehmerparadies, ist Holger Lösch überzeugt.
Klimapfade 2.0 – Aufbruch in die Klima-Zukunft
Deutschland steht in Sachen Klimaschutz vor einem gewaltigen Kraftakt und gleichzeitig vor einer historischen Chance: Um die Klimaschutzziele zu erreichen, sind für das Etappenziel bis 2030 Mehrinvestitionen von 860 Milliarden Euro erforderlich. Das zeigt die gemeinsame Studie „Klimapfade 2.0“ des BDI und der Strategieberatung BCG.
Der Stahl von morgen: Wie wird ein Traditionsunternehmen zum klimaneutralen Pionier?
Wie wird ein traditionsreiches energieintensives Stahlunternehmen grün und digital? Wie sieht Leadership in Zeiten der konstanten Veränderung aus? Und warum ist eine starke Stahlindustrie für die Zukunft als Export- und Industrienation so wichtig? Darüber spricht BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner mit Anne-Marie Großmann, Gesellschafterin und Mitglied der Geschäftsführung der Georgsmarienhütte Holding im Podcast "Wirtschaftswandler - Der Transformationstalk".
Klimakongress 2023: Mit der aktuellen Klimapolitik kommen wir nicht ans Ziel
Die Zeit für die klimaneutrale Transformation der Wirtschaft drängt. Der Klimawandel schreitet mit großen Schritten voran. Und auch der Wettbewerb um grüne Märkte ist in vollem Gang. Möchte Deutschland bei grünen Technologien weltweit führend sein, ist sie auf eine wettbewerbsfähige Industrie angewiesen, die am Standort Deutschland verlässlich wachsen und investieren kann.
CO2-Flottenregulierung schwere Nutzfahrzeuge
EU-weite Vorgaben für CO2-Emissionen von Lkw und Bussen können den Hochlauf alternativer Antriebe im Straßengüter- und Busverkehr bis 2040 deutlich beschleunigen. Der von der EU-Kommission vorgeschlagene generelle Zielpfad über alle Fahrzeugklassen ist ohne flankierende Rahmenbedingungen nicht erreichbar. Dazu braucht es insbesondere leistungsfähige und bedarfsgerechte Lade- und H2-Tankinfrastrukturen entlang der Hauptverkehrsachsen und mindestens entsprechend den Vorgaben der AFIR.
Klima 2030: Wie können wir die nationalen Klimaschutzziele im Verkehr erreichen?
Der Verkehr steht in den nächsten Jahren vor einem fundamentalen Wandel. Die Herausforderungen sind enorm. Autos und Nutzfahrzeuge, Bahnen und öffentlicher Verkehr, Binnenschiffe sowie die internationalen Verkehrsträger Luftverkehr und Schifffahrt – alle müssen ihren Beitrag zur schrittweisen Dekarbonisierung unserer Mobilität leisten.
Carbon Contracts for Difference: Was sind Klimaschutzverträge?
Deutschland hat sich das Ziel gesetzt, bis 2045 klimaneutral zu sein. Klimaschutzverträge, sogenannte Carbon Contracts for Difference (CCfD), sind ein Instrument, um die Industrie bei dieser Transformation zu unterstützen. Aber was genau sind Klimaschutzverträge, warum sind sie wichtig und für welche Branchen sind sie geeignet?
Was kann die längste Wasserstoffbrücke der Welt?
Die Delegation des BDI und acatech waren Ende Mai auf einer intensiven Fact-Making-Mission in Australien. Die Delegierten und die australischen Stakeholder aus Industrie, Wissenschaft und Politik kamen zu erkenntnisreichen Interaktionen – um den Hochlauf eines globalen Wasserstoffmarktes zu beschleunigen.
Klimapfade 2.0 – Fokus Verkehr
Die Dekarbonisierung des Mobilitätssektors erfordert einen maximalen Markthochlauf von alternativen Antrieben mit besonderem Fokus auf die Elektromobilität. Gleichzeitig braucht es eine ambitionierte Beimischung von CO2-neutralen Kraftstoffen auch für den unverzichtbaren Klimaschutzbeitrag der Pkw und Lkw-Bestandsflotten.
COP26: Großer Wurf für den Klimaschutz nicht gelungen
Nein, es war nicht ganz „the same procedure as every year” bei der Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Glasgow Anfang November 2021. Schon gar nicht in Zeiten von Corona. Aufwendigen Sicherheitsvorkehrungen und Quarantänebestimmungen zum Trotz hatten sich knapp 40.000 Teilnehmer aus aller Welt angemeldet, um in Schottland einmal mehr über die drängendsten Fragen zum Klimaschutz zu diskutieren und zu verhandeln.
Wie sieht die Energieversorgung von morgen aus?
Grüner Wasserstoff wird als Energieträger einer klimaneutralen Zukunft beschrieben. Als Schlüsseltechnologie spielt er eine wichtige Rolle bei der Dekarbonisierung energieintensiver Sektoren. Doch reicht das, um die Klimaziele einzuhalten? Sopna Sury, Chief Operating Officer Hydrogen bei RWE Generation erzählt, was notwendig ist, damit Deutschland ein klimaneutrales Industrieland werden kann.
Klimapfade 2.0 – Handlungsempfehlungen zur Studie
Mit ihren ehrgeizigen Klimaneutralitätszielen stehen die EU bis 2050 und Deutschland bis 2045 vor gewaltigen Herausforderungen für Gesellschaft, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft. Denn der Umbau zu einem klimaneutralen Industrieland erfordert eine Transformation in allen Bereichen. Der BDI schlägt zur Bewältigung dieser komplexen Herausforderung einen breiten Instrumentenmix in der Klima-, Energie-, Verkehrs- und Industriepolitik vor. Die BDI-Studie „Klimapfade 2.0“ zeigt, dass die Industrie mit ihren Technologien der zentrale Wegbereiter für erfolgreichen Klimaschutz ist.
Klimapfade 2.0 – Ein Wirtschaftsprogramm für Klima und Zukunft
Mit dem Klimaschutzgesetz 2021 hat die Bundesregierung ihre bisher festgelegten Klimaschutzziele noch einmal deutlich verschärft und damit einen ehrgeizigen deutschen Beitrag zur Begrenzung der Auswirkungen des Klimawandels angekündigt. Die Studie „Klimapfade 2.0“ legt einen Vorschlag für ein Programm vor, das in allen Sektoren die Erreichung der Klimaschutzziele in 2030 ermöglichen würde und die wichtigsten Weichen in Richtung Treibhausgasneutralität im Jahr 2045 stellt. Mehr als 150 Experten von BCG, dem BDI sowie aus rund 80 Unternehmen und Verbänden waren darin eingebunden.
Klimaneutralität 2045: Ehrgeizig, aber technologisch machbar
Deutschland steht vor der größten Transformation in der Geschichte der Bundesrepublik. Der Umbau zur Klimaneutralität ist machbar, aber eine gesamtgesellschaftliche Mammutaufgabe. Das klimaneutrale Industrieland gibt es nicht zum Nulltarif – weder für Unternehmen noch für private Haushalte. In der Transformation liegt jedoch auch eine historische Chance zur Modernisierung unseres Landes, betont BDI-Präsident Siegfried Russwurm bei der Pressekonferenz zur Studienvorstellung.
Das neue Klimaschutzgesetz – wann kommt die Stunde der Wahrheit?
Der BDI wird am 21. Juni 2021 bei der Anhörung zur Novelle des Klimaschutzgesetzes im Umweltausschuss des Bundestages Stellung nehmen. In der gleichen Woche wird das neue Gesetz beschlossen. Der BDI geht davon aus, dass die Abgeordneten noch kleinere Änderungen vornehmen. Allerdings sind keine neuen Entwicklungen für ein realistisches Konzept und eine Strategie zu erwarten, nämlich wie die Verschärfungen für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen funktionieren sollen.
CO2-Bepreisung ist Teil des Klimaschutzprogramms 2030
Die Bundesregierung führt 2021 ein nationales Emissionshandelssystem für Kohlendioxid aus den Bereichen Verkehr und Wärme ein. „Es ist enorm wichtig, dieses neue nationale System nur als Zwischenlösung zu verstehen und europäisch anschlussfähig zu halten“, betont BDI-Präsident Dieter Kempf. Ein CO2-Bepreisungssytem müsse nach Möglichkeit global ausgerichtet sein, in jedem Fall aber die G20-Staaten umfassen.
Maßstäbe einer CO2-Bepreisung
Im April 2019 hat die Bundesregierung das Klimakabinett eingesetzt, um die klimapolitische Rahmensetzung bis Ende 2019 vorzubereiten und ins Parlament einzubringen. Bereits für September hat es richtungsweisende Entscheidungen angekündigt. Diese sollen u. a. eine Grundsatzentscheidung zu einer CO2-Bepreisung beinhalten. Der BDI schlägt, zusammen mit den ihn tragenden Verbänden, grundsätzliche Maßstäbe einer CO2-Bepreisung vor.
Klimaschutzplan: Studie als solide Diskussionsgrundlage
Ein ergebnisoffenes Design und eine breite Expertise aus der gesamten deutschen Industrie prägen die Studie „Klimapfade für Deutschland“ zur Unterstützung des Klimaschutzplans. Das induktive „Bottom-up“-Prinzip bündelt Wissen aus den einzelnen Unternehmen. Erarbeitet und validiert wurde sie von den Beratungsgesellschaften Boston Consulting Group und Prognos im Auftrag des BDI.
Politische Handlungsempfehlungen
Die deutsche Industrie hat im Rahmen der Studie „Klimapfade für Deutschland“ Szenarien erarbeitet, nach denen mit heutigen emissionsmindernden Technologien und bereits absehbaren neuen Technologien eine 80-Prozent-THG-Reduktion bis 2050 in Deutschland technisch und volkswirtschaftlich unter bestimmten Voraussetzungen erreichbar ist.