Aufholjagd im All
Die Studie „Aufholjagd im All“, entstanden in Kooperation mit Roland Berger, zeigt, warum Deutschland und Europa handeln müssen: Die Raumfahrt ist ein Schlüssel für Wachstum, Innovationstreiber und Sicherheitsfaktor. Zielgerichtete Investitionen, Mut zum Risiko, eine strategische Vision und Freiheit für Innovation eröffnen Chancen: für die Industrie, unsere Souveränität und Sicherheit.
NewSpace. Aufbruch in die industrielle Zukunft
Beim Weltraumkongress des BDI geht Präsident Peter Leibinger auf die hohe Bedeutung der Raumfahrt für die Industrie ein. Er macht deutlich, dass sie ein Baustein für die Zukunft für Deutschland ist und das Raum mehr ist als Hochtechnologie und Forschung.
Weltraumbergbau – Zukunftschance für die Rohstoffversorgung
Weltraumbergbau rückt in den Bereich des technisch und wirtschaftlich Möglichen. Dank technologischer Durchbrüche wie der Wiederverwendbarkeit von Raketen und Raumfrachtern, sinkender Startkosten und neuer Trägerraketen werden Transporte ins All und zurück zur Erde deutlich günstiger. Es entsteht ein neues Marktsegment an der Schnittstelle von Raumfahrt, Rohstoffen und strategischer Industriepolitik. Deutschland hat das Potenzial, in diesem Feld eine führende Rolle einzunehmen, wenn Politik, Wirtschaft und Forschung entschlossen und koordiniert handeln.
Die Bedeutung von NewSpace für die deutsche Industrie
Die von der Strategieberatung Roland Berger und BDI gemeinsam erstellte Studie „Space-enabled Germany“ belegt die Bedeutung von NewSpace für die deutsche Industrie. Der Markt für weltraumgestützte Anwendungen wird bis 2040 jährlich um 7,4 Prozent auf 1,25 Billion Euro wachsen, so ein zentrales Ergebnis. Besonders groß ist die Bedeutung für die Landwirtschaft, den Automobilsektor und den Bereich Konsumgüter, Touristik und Gesundheit.
Raumfahrt ist kein Selbstzweck
Beim Weltraumkongress betont BDI-Präsident Siegfried Russwurm, dass NewSpace kein Selbstzweck ist. Raumfahrt ist von zentraler Bedeutung für die digitale Transformation der gesamten deutschen Industrie, die Resilienz ihrer Zulieferketten, die Sicherung ihrer Nachhaltigkeitsergebnisse und letztlich ihrer Unabhängigkeit ist. Wer im All nicht vorne mit dabei ist, wird auf der Erde kein Technologieführer sein.
NewSpace: Türöffner für ein neues Industriezeitalter
Deutschland braucht dringend mehr Ambitionen in der Raumfahrtpolitik. Wir müssen im All wieder relevant werden, um unsere Souveränität und Technologieführerschaft zu sichern. NewSpace ist Türöffner für ein neues Industriezeitalter. Gerade für die deutsche Industrie werden Satellitendaten unabdingbar, für autonomes Fahren, Smart Farming die Industrie 4.0. Genau richtig also, dass im Frühjahr 2024 zum ersten Mal eine Rakete von Deutschland ins All starten soll. Beim Weltraumkongress in Berlin diskutierten über 800 Gäste aus Wirtschaft, Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft, wie sich Deutschlands Rolle im All stärken lässt.
Karibuni nyumbani – willkommen zuhause
Unter der Leitung von Wolfgang Niedermark, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung, besuchte eine mehrköpfige Wirtschaftsdelegation im April die kenianische Hauptstadt Nairobi. Die Reise erfolgte anlässlich des Ibrahim Governance Weekend mit dem kenianischen Präsidenten William Ruto und des „The Africa Roundtable“ der Global Perspective Initiative (GPI). Wolfgang Niedermark fasst seine Eindrücke wie folgt zusammen:
Raumfahrt als kritische Infrastruktur klassifizieren
Vor einem Jahr startete Russland seinen Angriffs- und Vernichtungskrieg gegen die Ukraine. Was vielen nicht bewusst ist: Der Krieg begann im Weltraum. Wenige Stunden vor der Bodenoffensive hat Russland eine massive Cyberattacke gegen einen amerikanischen Satelliten-Betreiber gestartet.
Schweiz: Schwieriges Fahrwasser im Verhältnis mit einem engen Partner
Der Abbruch der Verhandlungen durch die Schweiz zu einem „Institutionellen Rahmenabkommen“ mit der EU führte 2021 zu unmittelbaren Konsequenzen für Unternehmen auf beiden Seiten. Bereits heute müssen Produktzulassungen für bestimmte Güter auf beiden Seiten beantragt werden. Die Probleme drohen sich in den kommenden Jahren zu verschärfen. Die deutsche Industrie beteiligt sich an der Suche nach Lösungen.
KI-gestützte Software gegen Weltraumschrott
Zehntausende Teile an Schrott fliegen durch das Weltall. Für Satelliten birgt dies ein Risiko, da bei einem Zusammenstoß ein Totalschaden droht und gleichzeitig noch mehr Weltraumschrott entsteht. Das Space-Startup OKAPI:Orbits will dies verhindern und hat dafür eine automatisierte Kollisionsvermeidungssoftware für Satelliten entwickelt. Im Interview mit Kristina Nikolaus erklärt die Mitgründerin und CEO von OKAPI:Orbits die Gefahren im Orbit und wie ihre Software Kollisionen vermeidet.
Startplattform für kleine Trägerraketen in der Nordsee
Fern der Erde und doch so nah. Satelliten bestimmen unseren Alltag. Die Kommerzialisierung der Raumfahrt, NewSpace genannt, schreitet rasant voran. Doch es fehlt an adäquaten Startmöglichkeiten, um Kleinsatelliten flexibel ins All zu bringen. Die hiesige Industrie setzt nun auf eine innovative mobile Startplattform für kleine Trägerraketen in der Nordsee. An Bord der Raketen: Kleinsatelliten, die etwa Klimadaten sammeln können.
Schlüsselkomponente Kleinsatelliten
Raumfahrt ist für das Hightech-Land Deutschland von zentraler Bedeutung. Kleinst- und Kleinsatelliten sind dabei ein entscheidender Schlüssel zum Erfolg. Von den etwa 15.200 bis 2030 startenden Satelliten werden 90 Prozent Kleinsatelliten sein. Mit einem Produktionsanteil von nur drei Prozent liegt Deutschland heute weit hinter den USA, China, Japan und Russland. Notwendig ist deshalb eine marktwirtschaftliche Kleinsatelliten-Initiative.
German Offshore Spaceport Alliance gegründet
Die Pläne zur Umsetzung eines deutschen Weltraumbahnhofs für kleine Trägerraketen konkretisieren sich weiter: Für die Realisierung einer Startplattform hat sich ein privates Industrie-Konsortium gegründet. Ziel ist es, spätestens 2023 Starts aus der deutschen Nordsee durchzuführen.
New Space Race
Raumfahrt wird zukünftig eine weitaus größere Rolle spielen: Das Rennen um Technologie-Transfers, Weltraumbahnhöfe und Missionen ist neu entbrannt. Denn Zukunftstechnologien wie autonomes Fahren und Industrie 4.0 basieren auf Innovationen, die im Weltall verankert oder für die Raumfahrt entwickelt wurden.
Wie Innovationen der Raumfahrt unser Leben prägen
Raumfahrt betrifft uns alle, sie ist viel mehr als reine wissenschaftliche Liebhaberei. Jeden Tag kommen Menschen auf der Erde mit ihren Technologien in Berührung und nutzen sie, meist unbewusst: Ob beim Telefonieren, beim Lesen der Wettervorhersage oder beim Tragen von Kleidung. Entwicklungen für den Weltraum können zukünftige Herausforderungen der Erde lösen.
New Space Revolution – Die Zukunft der Raumfahrt gehört den Visionären
Lange nutzten große Staaten den Weltraum, um ihre technologische Macht zu demonstrieren. Jetzt treiben nicht nur Regierungen, sondern vor allem visionäre Unternehmer Entwicklungen voran – im „New Space“, der stark wachsenden privaten Raumfahrt-Industrie.
Deutschland sollte Partner der USA bei der Rückkehr zum Mond werden
Vor 50 Jahren betraten zum ersten Mal Menschen den Mond. Die USA haben angekündigt, bis 2024 zum Mond zurückzukehren. Dafür suchen sie internationale Partner. Deutschland sollte bei der Rückkehr zum Mond eine führende Rolle als Partner der USA einnehmen. Denn Raumfahrt ist für die Gesellschaft im digitalen Zeitalter von zentraler Bedeutung. Die Bundesregierung muss jetzt entscheiden. Wir brauchen wieder mehr Mut und Ambitionen.