Wettbewerbspolitik muss Standortpolitik sein
Die Monopolkommission analysiert in ihrem Hauptgutachten „Wettbewerb 2026“ zentrale Herausforderungen für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Der BDI unterstützt das Ziel offener und wettbewerblicher Märkte, setzt aber an mehreren Stellen andere Akzente. Wettbewerbspolitik muss die Bedingungen berücksichtigen, unter denen Unternehmen investieren, industrielle Wertschöpfung erhalten und neue Technologien in Europa skalieren können.
12. GWB‑Novelle: Zwischen Entlastung und wachsender Eingriffstiefe
Der Regierungsentwurf zur 12. GWB‑Novelle liegt seit dem 15. Juli 2026 vor. Die Novelle modernisiert Verfahren und setzt einzelne Entlastungssignale. In der Fusionskontrolle bleibt sie jedoch hinter den Erwartungen des BDI zurück: Die Anhebung der Aufgreifschwellen ist zu moderat, während die Ausweitung der Transaktionswertschwelle neue Unsicherheiten schafft.
BDI zur elften GWB-Novelle: Bundesregierung schwächt Standort weiter
Zum Beschluss des Bundeskabinetts über ein Wettbewerbsdurchsetzungsgesetz (elfte Novelle des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen, GWB) sagt Iris Plöger, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung: „Bundesregierung schwächt Standort weiter.“