EU-Gebäuderichtlinie effizient und zügig umsetzen
Die Umsetzung der europäischen Gebäuderichtlinie (EPBD) entscheidet darüber, ob Deutschland Klimaschutz, Wirtschaftskraft und bezahlbares Wohnen erfolgreich miteinander verbinden kann. Das Papier zeigt, wie die Vorgaben effizient in nationales Recht übertragen werden können, welche Chancen für Innovation und Sanierung entstehen können und welche politischen Maßnahmen nötig sind, um die Wachstumspotenziale der EPBD zu heben, ohne dabei unnötige Bürokratie zu schaffen.
Klimaschutz, Wachstum, Transformation – Wie kann es vorangehen bei Gebäuden?
Die neue Bundesregierung setzt sich für Fortschritte bei Gebäudesanierung und Wohnungsbau ein. Nachdem die ministeriellen Zuständigkeiten geklärt sind, stellt sich die Branche zentrale Fragen: beabsichtigen CDU/CSU und SPD, das „Heizungsgesetz“ zurückzunehmen, ohne eine erneute Polarisierung auszulösen? Wann werden die angekündigten Förderanpassungen umgesetzt? Wie gelingt die Umsetzung der EU-Gebäuderichtlinie EPBD? Der BDI führt hierzu über die BDI-Initiative Energieeffiziente Gebäude einen breiten Stakeholder-Dialog.
Richtlinie über Industrieemissionen schlank und unbürokratisch umsetzen
Das BMUV hat am 28.11.2024 den Referentenentwurf für ein Artikelgesetz und den Referentenentwurf für eine Mantelverordnung zur Umsetzung der EU-Richtlinie über Industrieemissionen (IED) vorgelegt. Die neue IED führt zu einem erheblichen finanziellen Mehraufwand und zu zusätzlicher Bürokratie für die Betreiber von tausenden Industrieanlagen. Der BDI spricht sich daher für eine 1:1-Umsetzung der Richtlinie aus, weitere Bürokratie muss verhindert werden.
Für mehr energetische Sanierung und mehr energieeffizienten Neubau
Die Gebäude in Deutschland sind für etwa 30 Prozent des Energieverbrauchs und rund 40 Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Ohne einen klimaneutralen Gebäudesektor kann Deutschland das Ziel der Klimaneutralität bis 2045 nicht erreichen. „Grüne Gebäude“ sind nicht nur entscheidend für die Klimaziele, sondern auch ein bedeutender Chancenmarkt für die deutsche Industrie. Dank starker Anbieter und großem heimischem Bedarf kann Deutschland eine führende Position einnehmen und wirtschaftliches Wachstum fördern – vorausgesetzt, die Politik stellt jetzt die richtigen Weichen.
Für mehr energetische Sanierung und mehr energieeffizienten Neubau
„Im Gebäudebereich steht Deutschland gleichzeitig einer Sanierungskrise und einer Neubaukrise gegenüber. Damit drohen nicht nur die Klimaschutzziele bei Gebäuden außer Reichweite zu geraten: Die Wirtschaft erlebt mit Kurzarbeit, Arbeitsplatzabbau und Unternehmensinsolvenzen schwerwiegende Konsequenzen. Wir benennen die Maßnahmen, die angegangen werden müssen, um eine Sanierungswelle bei Gebäuden auszulösen und endlich einen Bau-Turbo zu starten.“
Von den Klimaschutzzielen zur Umsetzung – Was ist bei Gebäuden jetzt gefordert?
Die Ziele sind klar formuliert – Aber wie bringen wir jetzt Tempo in Sanierung und Neubau? Bei der Veranstaltung „Von den Klimaschutzzielen zur Umsetzung – Was ist bei Gebäuden jetzt gefordert?“ Ende Juni diskutierten hochrangige Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft das Thema. Klar ist: Die technischen Lösungen sind verfügbar. Sie müssen zum Einsatz gebracht werden, um die Klimaschutzziele 2030 und 2045 zu erreichen. Zudem sollten die vielen „niedrig hängenden Früchte“ ergriffen werden, mit denen schnell kleine und große Fortschritte möglich sind.
Änderung AVBFernwärmeV
Die Industrie sieht den neuen Gesetzesentwurf des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz als Schritt in die richtige Richtung. Der Entwurf schafft einen Interessenausgleich zwischen Verbrauchern und Lieferanten und berücksichtigt sowohl Transparenzanforderungen als auch die Bedürfnisse beider Seiten.
Neue Europäische Ökodesign-Verordnung für fast alle Produkte
Recycelbares Material, längere Produktlebensdauer, verbesserte Reparaturfähigkeit – mit einer neuen Ökodesign-Verordnung möchte die Europäische Kommission nachhaltigen Produkten auf breiter Front zum Durchbruch verhelfen. Ein ambitionierter Regulierungsansatz, der nur mit einer ausreichenden Beteiligung der Produkthersteller Erfolg haben wird.
Energieeffizienz – Bundesregierung baut (etwas) Bürokratie ab
Im Mai 2024 hat die Bundesregierung ein Gesetz zur Änderung des Energiedienstleistungs- und des Energieeffizienzgesetzes beschlossen und greift darin Vorschläge des BDI zum Abbau von Bürokratie auf. Ist dieser Ansatz im anstehenden parlamentarischen Verfahren noch ausbaubar? Könnten etwa die Energieeffizienznetzwerke teilweise an die Stelle von Ordnungsrecht treten?
Mit H2 die regionale Wirtschaft bei der Dekarbonisierung unterstützen
Die überwiegende Mehrheit der Industriebetriebe in Deutschland beziehen das Gas aus den Gasverteilnetzen. Um diese Dekarbonisierungspotenziale zu erschließen, müssen die regulatorischen Voraussetzungen für eine Umwidmung auf Wasserstoff geschaffen werden. Eine neue Broschüre der Initiative H2vorOrt in Kooperation mit dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) gibt Einblick in aktuelle Pilotprojekte, in denen bereits klimaneutraler Wasserstoff genutzt wird.
#PowerTalk: Empfehlung zur Energie- und Klimapolitik
Die Europäische Union hat in der Klimapolitik zwar ein Ziel, ist aber nicht auf Kurs, kritisiert unser Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner. Wie kommt die EU wieder auf Kurs? Und welche Rolle muss dabei insbesondere der Green Deal spielen? Mit dem Inflation Reduction Act haben die USA ein milliardenschweres Investitionspaket verabschiedet. Dauerhaft niedrigere Strom Erzeugungskosten und Steuererleichterungen locken die Unternehmen aus Europa. Wie muss die angemessene Antwort der EU darauf aussehen?
CO2-Einsparpotenziale bei Nichtwohngebäuden mobilisieren
In Deutschland gibt es rund 1,9 Millionen Nichtwohngebäude, die einen Endenergieverbrauch von 330 Terawattstunde ausmachen. Über 60 Prozent der Gebäude wurden vor Inkrafttreten der ersten Wärmeschutzverordnung im Jahr 1977 errichtet. Entsprechend gibt es großes Energie- und CO2-Einsparpotenzial und es besteht Handlungsbedarf für die Bundesregierung.
World Energy Outlook 2023 der IEA: Hoffnungsträger erneuerbare Energien
Im November 2023 stellte der Generalsekretär der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), dem BDI und dem Weltenergierat den neuen World Energy Outlook der IEA vor. Die Kernbotschaft: Das globale 1,5-Grad-Ziel beim Klimaschutz zu erreichen, halten die Experten für sehr schwierig, doch nicht für unmöglich. Mut macht der stark beschleunigte Ausbau erneuerbarer Energien.
Q&A zum Industriestrompreis: #JetztHandeln
Die Industrie ist auf bezahlbaren und sicheren Strom für die Produktion angewiesen. Sonst können Unternehmen im internationalen Wettbewerb nicht mehr mithalten. Der BDI setzt sich deshalb für ein schlüssiges Gesamtkonzept für bezahlbare und verlässliche Energie ein - dazu zählt auch ein Industriestrompreis für besonders betroffene, energieintensive Unternehmen. Was ist der Industriestrompreis? Warum ist er für manche Unternehmen notwendig und wie hängt er mit der grünen Transformation zusammen?
Hohe Energiepreise: Warum die ernste Lage der energieintensiven Industrien uns alle betrifft
Die energieintensiven Industrien bilden den Grundstein zahlreicher Wertschöpfungsketten. Sie produzieren Vorleistungsgüter für deutsche Schlüsselbranchen, wie den Maschinenbau oder die Automobilindustrie. Wegen der hohen Energiepreise sind immer mehr Unternehmen gezwungen, ins Ausland abzuwandern oder ihre Produktion zurückzuschrauben. Ein längerfristiges Gesamtkonzept für bezahlbare Energie ist gefragt.
Entwurf des Klimaschutzprogramms der Bundesregierung
Der BDI begrüßt die hohe Priorität für ambitionierten Klimaschutz in der Bundesregierung und den Ansatz Klimaschutzmaßnahmen in einem gemeinsamen Programm zu bündeln. Diese Klimaschutzmaßnahmen müssen stets so beschaffen sein, dass Wettbewerbsfähigkeit und Versorgungssicherheit gleichfalls auf hohem Niveau mitgestaltet werden. Hier ist ein Gleichgewicht anzustreben, so wie es auch das energiepolitische Zieldreieck vorsieht.
Nachhaltiger Wohlstand für alle – Wer hat die Transformation in der Hand?
Die Transformation in die digitale und klimaneutrale Zukunft ist ein Marathon. Um unseren Wohlstand klimaneutral zu erneuern, sind gewaltige Anstrengungen nötig. Unsere Industrie und Energieversorgung müssen in kürzester Zeit fundamental umgebaut werden. Die Ambition ist groß, doch schaffen wir es auch über die Ziellinie? Eines ist klar: nur mit einer starken industriellen Basis kann die Transformation technologisch und ökonomisch gelingen. Wie kann die Bundesregierung einen verlässlichen Rahmen für die Transformation der Wirtschaft geben? Wo liegt die richtige Balance zwischen smarter Gesetzgebung und interventionistischer Wirtschaftspolitik? Robert Habeck, Vizekanzler & Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, Tobias Meyer, CEO, Deutsche Post DHL Group, Ingeborg Neumann, Founder & Managing Partner, Peppermint Holding, und Roland Busch, CEO, Siemens sprachen darüber beim #TDI23 - Tag der Industrie.
Bundestag bei Energieeffizienzgesetz beschlussunfähig
Die Ampel-Fraktionen hatten das Energieeffizienzgesetz in den vergangenen Wochen intensiv beraten und sich auf zahlreiche Änderungen gegenüber der Kabinettsfassung vom April geeinigt. Aus Sicht des BDI ist es gelungen, das Gesetz für die Unternehmen deutlich praxistauglicher zu machen, auch wenn bürokratische Mehrbelastungen bleiben. Allerdings ist dann die eigentliche Verabschiedung des Gesetzes wegen Beschlussunfähigkeit des Bundestages gescheitert.
Energieeffizienzgesetz
Bei dem vom Kabinett im April 2023 beschlossenen Energieeffizienzgesetz gibt es aus Sicht des BDI noch erheblichen Änderungsbedarf. Der BDI setzt sich für eine Eins-zu-eins-Umsetzung der EU-Effizienzrichtlinie ein, ein „Gold Plating“ ist so weit wie möglich zu vermeiden.
BDI diskutiert Heizungsgesetz und Gebäudesanierung mit Ampel und Opposition
Das Heizungsgesetz, Nachhaltigkeit im Bau, Sicherheit für Investitionen und der dringend erforderliche Sanierungsfahrplan waren die Themen der Veranstaltung „Klimaschutzziele 2030 und 2045 im Fokus“ der BDI-Initiative „Energieeffiziente Gebäude.