Wie gelingt der Chips Act 2.0?
Die Überarbeitung des European Chips Acts bietet die Chance, die technologische Souveränität Europas zu stärken und im globalen Wettbewerb aufzuholen. Damit Europa nicht weiter zurückfällt, muss es sich auf seine Stärken berufen und unverzichtbar in der globalen Wertschöpfungskette werden. In Zeiten geopolitischer Unsicherheiten, müssen Partnerschaften mit vertrauenswürdigen internationalen Partnern gestärkt werden, um Resilienz zu gewährleisten.
Wirtschaftssicherheit und Resilienz als Fundament einer zukunftsfähigen Industrie
Deutschlands große Abhängigkeiten bei kritischen Rohstoffen stellen in einer geopolitisch geprägten Welt nicht nur wirtschaftliche Risiken für die industrielle Transformationsfähigkeit Deutschlands dar, sondern gefährden Europas strategische Souveränität und unsere nationale Sicherheit. Werden Rohstoffe nicht geliefert, stehen Produktionsbänder still, Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftsentwicklung in Deutschland und Europa werden beeinträchtigt. Eine strategische Rohstoffpolitik fördert Investitionen sowohl in den Aufbau eigener Kapazitäten als auch die Entwicklung von Partnerschaften mit anderen Ländern ebenso wie Innovationen, die den Einsatz kritischer Rohstoffe reduzieren oder substituieren. Angesichts der wachsenden geopolitischen und ökonomischen Risiken ist es unerlässlich, dass Politik und Industrie gemeinsam ein zukunftsfähiges Modell zur Absicherung von Rohstofflieferketten entwickeln. Mit unserem Papier macht das Bündnis Zukunft der Industrie konkrete Vorschläge.
Hybride Fachkonferenz: Industrielle Resilienz und strategische Souveränität Deutschlands
Die Wettbewerbsfähigkeit Europas – eine Bewertung des Draghi-Berichts
Der Draghi-Bericht zur „Zukunft der Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Union“ ist ein Weckruf für die europäische Wirtschaftspolitik. In Zeiten schwachen Wachstums, hoher Energiepreise und intensiver Konkurrenz insbesondere durch die USA und China legt er offen, wie stark die EU an Innovationskraft und Produktivität eingebüßt hat. Auf Basis einer umfassenden Analyse enthält der Bericht wegweisende Empfehlungen zur Stärkung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit.
Rohstoffkongress: Mehr Rohstoffsouveränität wagen – wie wird unsere Versorgung resilienter?
Beim Rohstoffkongress forderte BDI-Präsident Siegfried Russwurm, dass Deutschland endlich mehr in seine Rohstoffsicherheit investiert. Rohstoffe sind für die Zukunft Deutschlands als Industrieland und für unsere nationale Sicherheit unverzichtbar. Die Politik muss die heimische Förderung und Verarbeitung unterstützen, bestehende und neue Rohstoffkooperationen stärken sowie die Kreislaufwirtschaft ausbauen. Die Bedeutung von Rohstoffen muss in dem Köpfen von Politik und Gesellschaft ankommen.
Wege aus der Abhängigkeit: Wie Deutschland die Rohstoffe für eine zukunftsfähige Wirtschaft sichert
Die Zukunftsfähigkeit der deutschen Wirtschaft im 21. Jahrhundert hängt entscheidend davon ab, die doppelte Herausforderung von Dekarbonisierung und Digitalisierung zu meistern. Eine sichere und stabile Versorgung mit kritischen Rohstoffen ist deshalb unverzichtbar. Doch Deutschland ist bei kritischen Rohstoffen einseitig von Importen abhängig. Die neue Studie von Roland Berger und BDI zeigt Wege aus der Abhängigkeit.
Rohstoffförderung in der Tiefsee
Um die großen Transformationsvorhaben, wie Energiewende, fortschreitende Digitalisierung und Infrastrukturausbau zu erreichen, müssen klimaneutrale Technologien hochskaliert werden. Der enorme Mehrbedarf an kritischen Rohstoffen für diese Technologien kann durch Rohstoffförderung in der Tiefsee zum Teil mit gedeckt werden.
Sicherheit, Verantwortung, Souveränität – Die Bedeutung der Industrie für die Sicherheits- und Verteidigungsfähigkeit Deutschlands
Deutschland ist das größte und wirtschaftlich stärkste Land Europas. Unsere Nachbarn und Partner in der NATO erwarten von uns deshalb, dass wir gerade in Zeiten geopolitischer Umbrüche Verantwortung übernehmen – insbesondere in der Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Bei den dafür notwendigen Schritten ist die deutsche Industrie ein entscheidender Pfeiler.
Europäische Souveränität stärken
Deutschland und Europa befinden sich in einer Vielzahl von Abhängigkeiten. Mit dem Kriegsausbruch in der Ukraine kommt es zu einer Neubeurteilung der daraus resultierenden Risiken. Für Unternehmen und Politik kommt es jetzt darauf an, Risiken zu diversifizieren und zu reduzieren. Dazu bedarf es eines fortlaufenden Monitorings und konkreter, einzelner Projekte. Wichtig sind dabei verzahnte, bereichsübergreifende Ansätze.
Die europäische Alternative: Unser Weg in Zeiten des globalen Umbruchs
Europa steht vor einer Zeitenwende: Welchen Weg will unser Kontinent gehen – technologisch, sozial, politisch und ökonomisch? Der BDI hat in einem Sammelband zahlreiche Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Politik eingeladen, gemeinsam an einem neuen Leitbild für Europa mitzuarbeiten.
Europas digitale Souveränität als verantwortungsvolle Interessenspolitik
Die Digitalisierung immer weiterer Handlungsbereiche und die neue Konfliktivität zwischen den großen Mächten führen dazu, dass eine neue europäische Machtpolitik gefordert wird. Dass diese Forderung (nur) dann berechtigt ist, wenn sie im Einklang mit demokratischen Werten, multilateralen Prinzipien und der Beförderung einer offenen Gesellschaft steht, führen Annegret Bendiek und Jürgen Neyer aus.