Volkswagen-Konzernvorstand Thomas Schmall zum Vorsitzenden des LADW gewählt

Thomas Schmall, Mitglied des Konzernvorstands der Volkswagen AG und CEO von Volkswagen Group Components, wurde gestern als Nachfolger von Gunnar Kilian zum Vorsitzenden des Lateinamerika-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft (LADW) gewählt.

Schmall, der viele Jahre in der Region tätig war, sagte anlässlich seiner Wahl:
„Lateinamerika ist und bleibt ein Schlüsselmarkt für die deutsche Wirtschaft. Deutsche Unternehmen erwirtschaften dort knapp 200 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr. Wir befinden uns an einem geopolitischen Wendepunkt, der für beide Regionen – Lateinamerika und Europa – auch neue Chancen bietet. Globale und regionale Lieferketten, Investitionen und Partnerschaften werden weltweit neu geordnet. Deutschland und Europa dürfen diese Region nicht den Wettbewerbern überlassen. Nur durch Präsenz vor Ort und Investitionen bleiben wir strategischer Partner und wichtiger Akteur in Lateinamerika.

Das EU-Mercosur Abkommen eröffnet neue Möglichkeiten für Europas Engagement in Lateinamerika – jetzt kommt es auf die Ratifizierung und Umsetzung an. Politik und Wirtschaft müssen das Abkommen gemeinsam in Investitionen, Wertschöpfung und Wachstum auf beiden Seiten des Atlantiks übersetzen.“

Als stellvertretende LADW-Vorsitzende wurden am Donnerstag:
Ulrich Dietz, Vorsitzender des Verwaltungsrats der GFT Technologies SE, Michael Heinz (bis 30. April 2026) / Dr. Mary Kurian (ab 1. Mai 2026), Mitglied des Vorstands der BASF SE, Tim Oliver Holt, Mitglied des Vorstands der Siemens Energy AG, Rodrigo Santos, Mitglied des Vorstands der Bayer AG, und Judith Wiese, Chief People and Sustainability Officer (CPSO) und Mitglied des Vorstands der Siemens AG gewählt.

Die starke Verankerung deutscher Unternehmen in Lateinamerika sieht der LADW als einen klaren Wettbewerbsvorteil für den weiteren Ausbau der Beziehungen. Mit rund 740 000 Mitarbeitenden erwirtschaften sie in der Region bereits heute etwa 200 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr. Zum Vergleich: in China sind es 412 Milliarden Euro, in Indien 59 Milliarden Euro und in Afrika 37 Milliarden Euro.

Über Thomas Schmall

Thomas Schmall ist seit 2021 Mitglied des Vorstands der Volkswagen AG für den Geschäftsbereich Technik. In dieser Funktion verantwortet er konzernweit alle Aktivitäten der Volkswagen Group Components, die markenübergreifende Entwicklung, Beschaffung und Fertigung von Batteriezellen und -systemen sowie das Thema Laden und Energie. Der 1964 in Frankfurt geborene Thomas Schmall studierte Betriebswirtschaftslehre sowie Arbeits- und Organisationspsychologie an der Universität Gießen mit dem Abschluss Diplom-Kaufmann. Er ist seit 1991 im Volkswagen Konzern. Nach Stationen im Industrial Engineering in Wolfsburg, Mexiko und Südafrika wechselte Schmall 1999 zu Volkswagen do Brasil, wo er ein Jahr später die Leitung des Werks Curitiba übernahm. 2003 wurde er Vorstand Technik bei Volkswagen Slovakia und 2005 dortiger Vorstandsvorsitzender. 2007 wurde er zum Vorstandsvorsitzenden von Volkswagen do Brasil berufen. Zusätzlich war er von 2009 bis 2013 zunächst Vizepräsident, anschließend bis März 2015 Präsident der Deutsch-Brasilianischen Handelskammer in São Paulo. 2015 wurde Schmall Mitglied des Markenvorstands Volkswagen für den Geschäftsbereich Komponente und 2019 Vorsitzender des Vorstands der Volkswagen Group Components.

Über den Lateinamerika-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (LADW)

Im Lateinamerika-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (LADW) engagieren sich führende Vertreterinnen und Vertreter der deutschen Wirtschaft mit starkem Lateinamerika-Interesse. Der Ausschuss bündelt die Kompetenz der Industrie, um die Wirtschaftskooperation zwischen Deutschland und Lateinamerika noch fokussierter, effizienter und umsetzungsstärker zu gestalten. Sowohl Dax-Unternehmen als auch der Mittelstand sind vertreten. Der LADW ist eine Initiative des BDI.