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19. WP: Empfehlungen | Klimapolitik

EU ETS als Leitinstrument etablieren

  • Milliardenbeträge könnten durch mehr Konsistenz gespart werden.
  • Mit EU ETS nicht abgestimmter Erneuerbaren-Ausbau und Effizienzsteigerungen bringen nicht mehr Klimaschutz.

Deshalb:

  • Klimapolitik konsistenter machen und Treibhausgasminderung als Leitziel verankern.
  • Zertifikate bei nationalen Zielen nicht national löschen.

Kostenbelastung der Unternehmen durch EU ETS begrenzen

  • Unternehmen befürchten deutliche Kostensteigerungen.
  • EU-Kommission rechnet mit 25 Euro/t in der vierten Handelsperiode.

Deshalb:

  • Industrie-Cap für die vierte Handelsperiode erhöhen.
  • Realistisch erreichbare Benchmarks definieren.
  • Strompreiskompensation erhalten und ausbauen.

Wertschöpfungsketten in Deutschland stärken

  • V. a. in energieintensiven Branchen ist schleichende Abwanderung beobachtbar.
  • Integrierte Wertschöpfung ist essentiell für Industriestandort Deutschland.

Deshalb:

  • Investitionssicherheit v. a. für energieintensive Unternehmen schaffen.
  • Mehr in F&E-Unterstützung investieren, um Innovationspotenziale freizusetzen.

Klimaschutz: Sorgfalt statt Hast

  • Klimaschutzplan 2050 aus dem Jahr 2016 fehlte als unerlässliche Grundlage Impact Assessment, Preisschild und technologische Machbarkeitsanalysen.

Deshalb:

  • Fundierte Faktenbasis für künftige Klimapolitik erarbeiten.
  • Bestehenden nationalen Klimazielkorridor erhalten (80-95 % bis 2050).
Ansprechpartner

Dr. Carsten Rolle

Co-Bereichsleiter Energie, Mobilität und Umwelt, BDI e.V.