BDI zu ETS-Anpassungen: Reform muss Industrie in Europa sichern
Holger Lösch, stellvertretender BDI-Hauptgeschäftsführer:
„Die EU-Kommission muss das EU-Emissionshandelssystem (ETS) so reformieren, dass industrielle Produktion langfristig in Europa erhalten bleibt. Ohne schnelle Kurskorrekturen drohen Werksschließungen und Produktionsverlagerungen. Die Dekarbonisierung gelingt nur mit wettbewerbsfähigen Strompreisen und verlässlichen Investitionsbedingungen.
Das ETS muss stabilisiert und realistisch neu kalibriert werden. Die Zertifikate in der Marktstabilitätsreserve dürfen nicht weiter gelöscht werden. Die Benchmarks, um die freie Zuteilung zu bestimmen, müssen regionale und technologische Unterschiede berücksichtigen und dürfen nicht weiter verschärft werden.
Die energieintensiven Industrien brauchen einen Investitionsbooster. Daher müssen die Milliardeneinnahmen aus dem Emissionshandel direkt in die Transformation fließen.
Europa braucht einen wirksamen Schutz vor Carbon Leakage, inklusive einer funktionierenden CBAM-Exportlösung. CBAM muss das Risiko von Produktionsverlagerungen nachweislich ausgleichen. Gelingt das nicht, müssen europäische Hersteller ihre kostenlosen CO₂-Zertifikate behalten.“
